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Mini-Plus im Budget

Gemeinde Gossau schreibt für 2022 eine schwarze Null

Die Gemeinde Gossau plant für 2022 mit einem Gewinn im fünfstelligen Bereich. Es fallen zudem einige Investitionen an.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 02. September 2021, 15:23 Uhr Mini-Plus im Budget
Symbolbilder Geld
Gossau budgetiert 2022 mit einem ausgeglichenen Resultat.
Symbolfoto: Seraina Boner

Trotz erheblicher Mehrausgaben und Mindererträgen in verschiedenen Bereichen kann die Gemeinde Gossau 2022 mit einem ausgeglichenen Resultat planen.

Die Erfolgsrechnung sieht bei einem Gesamtaufwand von 64,78 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 64,82 Millionen Franken einen Gewinn von 43'700 Franken vor. Dieser werde dem Bilanzüberschuss zugewiesen, wie die Gemeinde mitteilt.

Der einfache Staatssteuerertrag erhöhte sich gegenüber dem Budget 2021 um 1,1 Millionen Franken auf 25,3 Millionen Franken. Das laufende Jahr zeige, dass der erwartete Rückgang bei den Steuererträgen nicht eingetroffen sei, schreibt die Gemeinde weiter. Mit dem unveränderten Steuerfuss von 119 Prozent der Politischen Gemeinde ergibt das im Budget 2022 Erträge aus den ordentlichen Steuern in der Höhe von 30,16 Millionen Franken.

Spürbare Entlastung durch Ausgleich

Der erwartete Mehrertrag von rund 1,9 Millionen Franken bei den ordentlichen Steuererträgen hat den markantesten Einfluss auf das Budget 2022. Der budgetierte Wert entspricht in etwa den Erträgen der Jahresrechnung 2020.

Bei den Zusatzleistungen kommt erstmals der höhere Kantonsbeitrag von 70 Prozent an die Nettokosten zum Tragen und bringt eine spürbare Entlastung mit sich. Beim kantonalen Finanzausgleich ist die Differenz zwischen der gemeindeeigenen Steuerkraft und dem kantonalen Mittel im Rechnungsjahr 2020 kleiner geworden. Dementsprechend fällt die Finanzausgleichszahlung tiefer aus.

Rückgang bei Grundstückgewinnsteuern

Weiter wird das Budget 2022 durch die Inkraftsetzung des Kinder- und Jugendheimgesetz erstmals mit einem Beitrag an den Kanton belastet. Bei den Grundstückgewinnsteuern wird nach den ertragsreichen Grundsteuerfällen im Jahr 2021 mit einem Rückgang gerechnet. Im Mehrjahresvergleich gehört der budgetierte Betrag jedoch nach wie vor zu den Spitzenwerten.

Für die Investitionsrechnung sieht das Budget 2022 Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 6,32 Millionen Franken vor. Die geplante Investitionssumme setzt sich vor allem aus anstehenden Strassensanierungen, Kanalisationssanierungen und der Heizungssanierung beim Schulhaus Berg zusammen. 

Mit den vorliegenden Budgetwerten erreicht der Gesamthaushalt einen Selbstfinanzierungsgrad von 73 Prozent. Somit können die Investitionsausgaben im Budget 2022 nicht vollumfänglich aus eigenen Mitteln finanziert werden, wie es in der Mitteilung der Gemeinde weiter heisst. «Durch die Finanzierungsüberschüsse in den Vorjahren und den damit verbundenen Schuldenabbau ist der vorgesehene Wert absolut verkraftbar», so deren Bilanz.

Am 22. November wird der Gemeinderat der Gossauer Gemeindeversammlung das Budget 2022 zur Annahme vorlegen.

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