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Mit Hilfe der Bevölkerung

Lindau will weiter Energie sparen

Die Gemeinde Lindau gibt in Sachen Klimaschutz schön länger Gas. Nun ruft sie Interessierte dazu auf, Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energien und zum Energiesparen einzureichen.

Annette
Saloma
Dienstag, 06. Juli 2021, 10:35 Uhr Mit Hilfe der Bevölkerung
Lindau will seine Bemühungen in der Energiepolitik laufend optimieren.
Archivbild: Seraina Boner

Fast eine halbe Million Franken liegen in einem Fonds, der Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz finanzieren soll. Vor zwei Jahren hat die Lindauer Bevölkerung diesem Fonds zugestimmt.

Nun sucht die Gemeinde nach Interessierten, die solche Projekte einreichen. Berücksichtigt werden bei der Auswahl sechs Bereiche: Massnahmen im Bereich der erneuerbaren Energien, Massnahmen zur sparsamen und effizienten Energienutzung, Informations- und Kommunikationsmassnahmen über erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Projekte mit hohem Vorbildcharakter, Projekte an Schulen und Projekte im Bereich «Energiestadt».

Energiestadt-Label seit 2011

Seit 2011 trägt die Gemeinde Lindau das Energiestadt-Label, das seit 1991 von einem Verein an Gemeinden in der ganzen Schweiz vergeben wird. 2019 wurde Lindau für weitere vier Jahre rezertifiziert. Damit verpflichtet sich der Gemeinderat, seine Ziele in der Energiepolitik umzusetzen. «Wir sind bestrebt, den Pro-Kopf-Energieverbrauch in der Gemeinde zu reduzieren», heisst es auf der Homepage von Lindau.

Die eingereichten Projekte werden nach Innovationsgrad, Nutzen für die Allgemeinheit und Anreizwirkung für weitere Projekte beurteilt.

Nutzen für Allgemeinheit

Wie die Gemeinde Lindau in einer Mitteilung schreibt, darf die technische Spannbreite der einzureichenden Projekte recht gross sein. «Die Fondskommission kann sich beispielsweise ein Machbarkeitsprojekt für ein Trinkwasserkraftwerk oder innovative Lösungen für die Nutzung von Sonnenenergie vorstellen», heisst es.

Die Fondskommission wolle dagegen keine Projekte unterstützen, wenn ihr Nutzen für die Allgemeinheit beschränkt ist. So erachte sie beispielsweise die Erstellung einer handelsüblichen Photovoltaikanlage auf einer einzelnen Liegenschaft als nicht förderungswürdig.

Das Elektrizitätswerk Lindau wurde mit der Verwaltung des Fonts betraut. Anträge für einen Förderbetrag können daher dort eingereicht werden. Die Fondskommission, die in der Regel viermal jährlich zu Entscheidungssitzungen zusammenkomme, beurteile die Anträge in Reihenfolge der Einreichung.

 

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