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Glücksfee: Gemeinderatspräsidentin Anita Borer (SVP) hat am Mittwoch die Teilnehmer für das Bürgerpanel in Uster gezogen. Fotos: Mirjam Müller

Uster lost Teilnehmer fürs Bürgerpanel aus

Wie soll die Stadt Uster ihre Klimaprobleme angehen? Diese Frage erörtert erstmals ein Bürgerpanel. Seit Mittwoch stehen die Teilnehmer fest.

Glücksfee: Gemeinderatspräsidentin Anita Borer (SVP) hat am Mittwoch die Teilnehmer für das Bürgerpanel in Uster gezogen. Fotos: Mirjam Müller

Veröffentlicht am: 23.06.2021 – 16.44 Uhr

Die Stadt Uster will, dass sich die Bevölkerung mit Ideen für einen besseren Klimaschutz einbringt. Dies soll dank eines sogenannten Bürgerpanel ermöglicht werden. 2000 zufällig ausgeloste Einwohnerinnen und Einwohner haben Mitte Mai die Einladung zur Teilnahme daran erhalten. 

Am Mittwochabend wurden nun aus den eingegangenen Anmeldungen 20 Personen ausgelost, die sich während zweier Wochenenden damit befassen sollen, wie in Uster bewusst konsumiert, Abfall vermieden und damit das Klima geschont werden kann.

Bürgerpanel als Antwort gegen Lobbyisten

Während die Bewegung Klimastreik vor dem Stadthofsaal «power to the people» sang, hatten sich im Innern rund 30 Teilnehmer sowie Regierungspräsidentin Jaqueline Fehr (SP), Ustermer Stadträtin Karin Fehr (Grüne) und Gemeinderatspräsidentin Anita Borer (SVP) eingefunden. 

Daniel Kübler von der Universität Zürich, der das Projekt begleitet, eröffnete die Verlosung und übergab das Wort an Jaqueline Fehr. Die Demokratie gehöre zur DNA der Schweiz, sagte sie. Nicht zu unterschätzen sei der Einfluss der Lobbyisten. Wichtiges beginne bereits vor der Abstimmung, weshalb das Bürgerpanel die Antwort aus der Bevölkerung gegen die Lobbyisten darstelle: «eine politische Innovation, die sehr transparent ist.» 

«Ausgeklügeltes» Verfahren

Auch Gesundheitsvorsteherin Karin Fehr zeigte sich erfreut, dass die Stadt dieses neuartige demokratische Instrument für mehr Klimaschutz in Uster einsetze. «Es ist Neuland für die Stadt Uster, sowie für die gesamte Deutschschweiz.» 

Kübler und Nenad Stojanovic von der Uni Genf erläuterten schliesslich das «ausgeklügelte» Auswahlverfahren, wie es die Stadt in einer Mitteilung formuliert hatte. 

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Aus diesen war mittels Software die richtige Zusammensetzung prozentual zur Bevölkerung ausgelost worden. Die Kriterien waren: Geschlecht, Alter, Bildungsstand, politische Einstellung sowie das Abstimmungsverhalten.

Ein Beispiel: das Alter der 16 bis 19-Jährigen entspricht einem Bevölkerungsanteil von 16 Prozent. Also wurden 2 bis 4 Personen aus dieser Altersklasse ausgelost. Bei den 40 bis 64 Jährigen hingegen waren es 7 bis 8 Personen.

Da der Frauenanteil in Uster knapp über 50 Prozent liegt, mussten mindestens 10 Frauen ausgelost werden.

Namen bleiben geheim

Insgesamt hatte die Software zweimal 20 Personen ausgespuckt, die je in eine orangefarbene und eine blaue Excel-Tabelle eingetragen worden waren.

Gemeinderatspräsidentin Anita Borer durfte nun die Glücksfee spielen und eine Kugel in entsprechender Farbe aus einem schwarzen Beutel fischen. Sie zog die orangefarbene, was bedeutete, dass diese Gruppe das erste Bürgerpanel in Uster bildet. Die blaue Gruppe dient derweil als Ersatz. 

Die 129 Teilnehmer werden per Brief über das Resultat informiert. Die Namen bleiben aus Datenschutzgründen geheim. (Autorinnen: Mirjam Müller/Tanja Hudec)


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