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Illnau-Effretiker Bildungsvorsteherin

Erika Klossner will nach 20 Jahren nicht mehr antreten

Nach fünf Legislaturperioden ist es genug: Erika Klossner, Bildungsvorsteherin von Illnau-Effretikon, wird an den Erneuerungswahlen nicht mehr antreten.

Mirja
Keller
Freitag, 18. Juni 2021, 20:00 Uhr Illnau-Effretiker Bildungsvorsteherin

Erika Klossner, aktuelle Bildungsvorsteherin von Illnau-Effretikon (FDP), wird an den Erneuerungswahlen 2022 nicht wieder antreten. Nach 20 Jahren als Stadträtin und Schulpräsidentin will sich Klossner aus der Politik zurückziehen.

Die Zeit dafür sei reif, meint Erika Klossner über ihren Entscheid: «Nochmals eine ganze Legislatur wäre mir zu viel gewesen, deshalb sind die Neuwahlen der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören.»

Wie die FDP Illnau-Effretikon mitteilt, werden hingegen die beiden bisherigen Stadträte Marco Nuzzi (Hochbau) und Philipp Wespi (Finanzen) wieder antreten.

Non-Profit-Arbeit erhalten

Und obwohl sich Erika Klossner nun dazu entschieden hat, ihr Amt nächsten Frühling niederzulegen: Müde sei sie noch lange nicht, bekräftigt die 66-Jährige: «Ich bin voller Energie.» Diese wolle sie künftig allerdings verstärkt in andere Bereiche investieren. Weiter tätig bleibe sie etwa als Stiftungsratspräsident von «Netzwerk» – einer Non-Profit-Organisation für soziale Arbeit, Sport und Kultur.

«Ich bin stolz darauf, wo wir heute stehen.»
Stadträtin Erika Klossner (FDP)

Die Menschen und ihre Lebensumstände waren der Stadträtin und ausgebildeten Mediatorin ein wichtiges Anliegen. Über acht Jahre war Klossner etwa in der Vormundschaftsbehörde tätig und fand auf diesem Weg in die Politik. 1998 wurde sie als Gemeinderätin in den Grossen Gemeinderat von Illnau-Effretikon gewählt. 2002 legte sie ihr Mandat in der Vormundschaftsbehörde nieder, als sie in den Stadtrat einzog, wo sie das Ressort Bildung bis heute innehat.

Diverse Angebote etabliert

«In dieser Zeit hat sich die Schule sehr verändert und weiterentwickelt», so Klossner. In den Nullerjahren hätten noch viele Schulen ohne Leitung funktioniert. Gerade die Organisationsformen, nicht nur von den Schulen, aber auch von den weiteren Angeboten wie etwa die Tagesbetreuung, hätte sich erst etabliert.

«Ich bin stolz darauf, wo wir heute stehen», sagt Klossner und nennt die integrative Schulung oder das Berufsvorbereitungsjahr – zwei Strukturen, an deren Aufbau sie massgeblich beteiligt gewesen sei.

«Ich bin gerne Krisenmanagerin gewesen.»
Erika Klossner

Entscheidungen über die Zukunft der Schule zu treffen sei nicht immer einfach gewesen, sagt Klossner. «Aber ich bin gerne Krisenmanagerin gewesen» – gerade in Pandemiezeiten. Dabei sei sie jedoch angewiesen gewesen auf gute Leute: «Und die hatte ich immer, sowohl in der Schule als auch in der Verwaltung.»

Noch ist die Zeit für den Abschied aber nicht gekommen. Ein letztes Amtsjahr liegt vor Erika Klossner – mit anstehenden Infrastrukturprojekten. So gilt es nicht zuletzt das Provisorium für die Rosswinkel Kindergärtler zu regeln. Erst letzten Sonntag hatte die Stimmbevölkerung dem Neubau des Effretiker Kindergartens für 5,9 Millionen Franken zugestimmt.

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