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Warnung wegen warmem Wochenende

Derzeit hohe Wasserstände bergen Gefahr, zu ertrinken

Die meisten Menschen ertrinken in offenen Gewässern. 46 Todesopfer zählte die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft letztes Jahr. Im Blick auf das Wochenende mahnt sie wegen hoher Wasserstände zur Vorsicht.

Redaktion
Züriost
Freitag, 11. Juni 2021, 07:34 Uhr Warnung wegen warmem Wochenende
Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft warnt vor dem Bad in offenen Gewässern: Die Wasserpegel stehen derzeit hoch.
Archivfoto: Manuela Kägi

Das Wochenende verheisst sommerliche Temperaturen um die 28 Grad und viel Sonne (siehe Box). Dieses Wetter wird die Oberländer unweigerlich an die Seen locken – sei es, um sich in die Wiese zu fläzen und an seinem Teint zu arbeiten oder um zu baden. 

Nun rät aber die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) in einer Mitteilung vom Freitag von einem Aufenthalt in Fliessgewässern ab. «Wir empfehlen den Menschen, sich an sicheren Orten dem Wasserspass zu widmen oder noch etwas zu warten», heisst es dort. Hohe Wasserstände führten zu stärkerer Strömung, zu Wassertrübung und tieferen Temperaturen. Eine Badeanstalt biete mehr Sicherheit.

Im vergangenen Jahr ertranken laut der SLRG 46 Menschen in Schweizer Gewässern. Darunter waren 32 Männer, 10 Frauen und 4 Kinder. 44 der Todesfälle ereigneten sich in offenen Gewässern: 25 Menschen ertranken in Flüssen oder Bächen, 19 in Seen, eine Person im heimischen Pool und eine im Planschbecken. (sda/tac)

Wann gibt es den ersten Hitzetag?

Nach dem kühlsten Frühling seit über 30 Jahren setzt in den nächsten Tagen der Sommer ein erstes Ausrufezeichen, schreibt auch Meteonews. Hochdruckwetter sorge zunächst auf der Alpensüdseite und im Wallis, in der kommenden Woche möglicherweise auch im Norden für die ersten Hitzetage des Jahres. 

In ihrer Mitteilung geht der Wetterdienst der Frage nach, ob dies nun früh oder spät ist und wirft einen Blick ins Archiv auf die Daten der letzten 20 Jahren. 

(Foto: Meteonews)

Aus obiger Tabelle gehe hervor, dass der Termin mit dem ersten Hitzetag des Jahres sehr unterschiedlich sei, heisst es in der Mitteilung weiter. In Bern beispielsweise konnte am 24. Mai 2009 bereits ein erster Hitzetag verzeichnet werden, im Jahr 2004 musste man sich hingegen bis am 2. August gedulden.

Der schweizweit früheste Termin eines ersten Hitzetages ist der 8. April 2011, damals gab es in Lugano einen Höchstwert von 30,8 Grad. Am Tag darauf zeigte das Thermometer auch in der Magadino-Ebene mehr als 30 Grad an.

Im Norden reicht es wohl noch nicht

Doch wann ist in diesem Jahr mit dem ersten Hitzetag zu rechnen? Zwar gebe es im laufenden Jahr bereits einige Sommertage mit Temperaturen von über 25 Grad, die Hitzemarke von 30 Grad sei aber bis jetzt unberührt geblieben, schreibt Meteonews.

«Dies dürfte sich nun am Wochenende ändern. Am Samstag erwarten wir bei recht sonnigem Wetter auf der Alpensüdseite und im Wallis Höchstwerte zwischen etwa 29 und 31 Grad.»

Lokal könnte also bereits am Samstag ein erstes Mal die 30-Grad-Marke geknackt werden. Spätestens am Sonntag dürfte dies in den erwähnten Gebieten verbreitet der Fall sein, im Misox und im Tessin liegen sogar 32 bis 34 Grad im Bereich des Möglichen.

Im Norden werde es am Wochenende mit 25 bis 27 Grad zwar ebenfalls sommerlich warm, für einen Hitzetag reiche es aber noch nicht. Am Montag und Dienstag geht es laut Meteonews mit viel Sonnenschein weiter, nur über den Bergen bilden sich jeweils ein paar Quellwolken, die aber höchstens lokal einen Schauer oder ein Gewitter mit sich bringen.

Gewitterrisiko steigt

Im Süden bleibt es heiss mit rund 30 Grad, aber auch im Norden wird es immer wärmer. Am Dienstag dürfte die 30-Grad-Marke dann auch in der Nordwestschweiz, im unteren Aaretal oder auch am Genfersee lokal geknackt werden.

Aus heutiger Sicht steigen die Temperaturen am Mittwoch noch etwas höher, sodass es auch im Norden recht verbreitet für den ersten Hitzetag im Jahr 2021 reichen könnte. Allerdings nimmt dann vor allem im Jura sowie in den Voralpen das Gewitterrisiko zu.

Das Fazit des Wetterdienstes lautet: «Die ersten Hitzetage werden üblicherweise zwischen Mai und Juli, in extremen Fällen bereits im April oder erst im August, verzeichnet. Gibt es nun also in den kommenden Tagen das erste Mal 30 Grad und etwas mehr, ist dies alles andere als ungewöhnlich.» (tac)

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