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Telefonbetrüger schlagen mehrfach zu

Falsche Polizisten täuschen Seniorin in Greifensee

In den vergangenen Tagen haben Telefonbetrüger im Kanton Zürich gleich mehrfach zugeschlagen. In einem Fall erbeuteten sie Wertsachen in der Höhe von 330'000 Franken. In einem anderen Fall konnte die Polizei einen Abholer verhaften.

Agentur
sda
Donnerstag, 10. Juni 2021, 10:45 Uhr Telefonbetrüger schlagen mehrfach zu
Eine Seniorin übergab im historischen Städtchen Greifensee einer Unbekannten einen hohen Geldbetrag.
Symbolfoto

Falsche Polizisten täuschten am Samstag eine Seniorin in Greifensee mit einer erfundenen Geschichte über Einbrecher, die es auf ihre Wertsachen abgesehen hätten, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Mit ihren manipulativen Methoden hätten die Betrüger das Opfer dazu gebracht, einer unbekannten Abholerin im historischen Städtchen Greifensee Wertsachen in der Höhe von rund 330‘000 Franken zu übergeben. In diesem Zusammenhang sucht die Kantonspolizei Zürich nach Hinweisen zu dieser Abholerin.

Die Frau ist zwischen 25 und 30 Jahre alt und zirka 170 bis 175 Zentimeter gross. Sie ist von schlanker Statur und trug ihre glatten, blonden Haare zu einem Rossschwanz zusammengebunden. Sie habe ein helles langärmliges Shirt  und darüber eine beige/gräuliche leichte Jacke getragen sowie schwarze Stoffschuhe mit weissen Sohlen ohne Schnürsenkel. Die Frau sprach akzentfreies Schweizerdeutsch.

Ein anderer Fall ereignete sich am Freitag vergangener Woche in Affoltern am Albis. Dort übergab eine Frau einem ihr unbekannten Mann 20'000 Franken. Nachdem sie realisierte, dass sie betrogen wurde, meldete sie sich bei der Polizei.

Die Telefonbetrüger meldeten sich erneut bei der Frau, weil sie auf noch grössere Beute hofften. Bei der zweiten Abholung verhaftete die Polizei einen 23-jährigen Schweizer. Laut Mitteilung wird überprüft, ob der Mann im Zusammenhang mit weiteren Betrugsstraftaten steht.

Weitere erfolgreiche Telefonbetrügereien wurden anfangs dieser Woche aus Oetwil an der Limmat und Pfäffikon (ZH) gemeldet. In beiden Fällen hätten die Opfer den Betrügern mehrere tausend Franken übergeben.

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