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Armee-Unfall im Kanton Obwalden

Jet der Patrouille Suisse bei Melchsee-Frutt abgestürzt

Ein F5-Tiger der Schweizer Luftwaffe ist am Mittwochmorgen in einen verschneiten Hang gekracht. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 27. Mai 2021, 09:40 Uhr Armee-Unfall im Kanton Obwalden
Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um einen F5-Kampfjet.
Foto: Militärpolizei

Ein Tiger-Kampfjet der Schweizer Armee ist am Mittwochvormittag im Raum Melchsee-Frutt OW über unbewohntem Gebiet abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und blieb unverletzt.

Er konnte durch die Rettungsflugwacht geborgen werden, wie das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte. Warum der Tiger F-5 abgestürzt ist, ist noch unklar. Ein militärischer Untersuchungsrichter hat seine Arbeit aufgenommen.

Gestartet war der Kampfjet am Morgen in Payerne. Er befand sich auf einem Trainingsflug als Sparringpartner für die F/A-18 der Luftwaffe, wie es im VBS-Communiqué heisst. Zum Absturz kam es demnach um etwa 09.00 Uhr.

Ob es sich um einen Jet der Patrouille Suisse handle, konnte Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage noch nicht sagen. Ein Planespotter auf Twitter will jedoch bereits herausgefunden haben, dass es sich um eine Maschine der Schweizer Flugstaffel handelt.

Kampfjet im Kanton Obwalden abgestürzt

 

Das im Kanton Obwalden verunglückte Flugzeug kann sich in eine Absturzserie von Armeemaschinen einreihen. Das letzte Unglück der Schweizer Luftwaffe ereignete sich im September 2017: Damals stürzte eine PC-7 während eines Trainingsfluges von Payerne nach Locarno im Gebiet Schreckhorn in den Berner Alpen ab.

Einen Vorfall mit einem F5-Tiger gab es zuletzt im Juni 2016: Damals stürzte der Jet der Patrouille Suisse beim Training vor einer Flugshow bei Leeuwarden in den Niederlanden ab. Der Pilot konnte sich ebenfalls mit dem Schleudersitz retten.

Eine Aufnahme der abgestürzten Maschine des Typs Northrop F-5E Tiger II (J-3089) aus dem Jahr 2015.
Foto: Wikimedia/Gian Marco Anzellotti

«Ich dachte, es sei ein normaler Gleitschirmpilot.»

Augenzeuge zu «PilatusToday» und «Tele 1»

Ein Augenzeuge sagte zu «Pilatus Today» und «Tele 1», dass kein Feuer ausgebrochen sei. «Ich sah den Piloten in der Luft. Zuerst dachte ich, es sei ein normaler Gleitschirmpilot.» Mittlerweile sei die Rega eingetroffen. Der Pilot habe gewinkt und sei rund 100 Meter gelaufen.

Über 40 Jahre im Einsatz

Die Tiger F-5 wurden ab Ende der 1970er-Jahre beschafft. Sie sind bei der Schweizer Luftwaffe nur noch für Nebenaufgaben im Einsatz, vor allen Dingen für die Entlastung der F/A-18 sowie für die Patrouille Suisse.

 

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