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Politik

Mit Musik gegen die Einsamkeit

Der Dübendorfer Singer und Songwriter Jonatan Echo verarbeitet in seiner Musik Erinnerungen und will mit seinen Songs dafür sorgen, dass auch die Leute im Publikum die besonderen Momente ihres Lebens darin wiederfinden können.

Veröffentlicht am: 24.04.2021 – 10.00 Uhr

«S’Läbe isch ständig im Wandel, nüt um eus ume blibt glich.» Es ist eine Songzeile, die ziemlich passend die momentane Situation beschreibt. Doch thematisiert der 2015 entstandene Song «Wind und Wätter» nicht etwa das Leben mit der Corona-Pandemie, sondern die Verbindung zweier Personen, die jedem äusseren Umstand trotzt. Geschrieben hat das Lied der Dübendorfer Musiker Jonatan Echo, der mit bürgerlichem Namen Bohdan Mikolasek heisst.

Als «Winterpop mit Frühlingsgefühlen» bezeichnet Mikolasek seinen Musikstil und das drückt die Grundstimmung seiner Songs ziemlich gut aus. Es schwingt viel Melancholie mit, die aber immer wieder von positiven und hoffnungsvollen Momenten unterbrochen wird. Inspiration für sein musikalisches Schaffen holt sich der Dübendorfer von überall her. Sei es ein Satz, den jemand gesagt hat oder eine Erinnerung, die einen nicht mehr loslässt und die man festhalten möchte.

Die Musik begleitet Mikolasek schon seit eh und je. Sein Vater ist selbst Liedermacher und hat ihm dann auch die ersten drei Akkorde beigebracht, die man braucht, um einen einfachen Song zu spielen. «Das erste Instrument, das ich lernte, war die Geige. Aber seit ich 15 bin, hat sich das Musik machen eigentlich komplett auf die Gitarre verlagert», sagt Mikolasek. Zwei Jahre nach dem Umstieg auf die Gitarre gründete er mit drei Kollegen seine erste Band. Unter dem Namen Valium21 machten sie Indie-Rock, wie ihn die britischen Bands in den 2000er Jahren spielten. «Es war eine spannende Zeit. Wir spielten 14  Jahre zusammen und erlebten in dieser Zeit all die Dinge, die man als Band so erlebt, mit allen Höhe- und Tiefpunkten.»

Schweizerdeutsch klingt auch gut

Schon damals sang Mikolasek auf Schweizerdeutsch und übernahm dies auch, als er nach der Auflösung der Band als Jonatan Echo sein Soloprojekt startete. Das Singen in Mundart habe für ihn den Vorteil, dass es die Sprache ist, die er am besten beherrscht und so genau ausdrücken kann, was er im Kopf hat. «Ich sehe es absolut ein, dass in einer Sprache wie Italienisch die Wörter melodischer tönen, wenn man sie singt. Aber Schweizerdeutsch kann auch gut klingen und ist dem am nächsten, was ich erlebe, und was ich damit ausdrücken will. Und in meinen Lieder geht es auch darum.»

Die Corona-bedingte auftrittsfreie Zeit war auch für Mikolasek nicht ganz einfach. Denn plötzlich habe man fast nur noch in einer virtuellen Welt gelebt. Doch brachte die ruhige Zeit auch etwas Positives mit sich. «Ich habe endlich wieder einmal alle meine Gitarrenplättchen gefunden, die normalerweise in irgendeinem schwarzen Loch verschwinden. Das verstehen wahrscheinlich nur Gitarristen, aber es ist doch ein Highlight», sagt Mikolasek und lacht.

Dennoch hofft der Musiker, dass er schon bald wieder auftreten und mit seinen Songs den Leuten ermöglichen kann, dass sie ihre Erinnerungen und schönsten Momente in seinen Songs wiederfinden. Motivieren, Hoffnung zu haben und sich weniger alleine fühlen: Das ist es, was die Musik bei Mikolasek in dieser Zeit auslöst und dass will er auch seinem Publikum weitergeben.


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