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Zahlen aus dem März

Auf dem Arbeitsmarkt in der Region zeichnet sich Entspannung ab

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist im März um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent gesunken. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Corona-Krise. Auch in der Region sind die Zahlen rückläufig.

Redaktion
Züriost
Freitag, 09. April 2021, 14:32 Uhr Zahlen aus dem März
Beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum mussten im letzten Monat etwas weniger Menschen aus der Region vorbeischauen.
(Symbolfoto: Seraina Boner)

Ende März waren 29‘466 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet. Das sind 1436 Personen weniger als im Vormonat, wie die Volkswirtschaftsdirektion am Freitag mitteilte. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent.

Allerdings befindet sich die Arbeitslosigkeit immer noch auf einem hohen Niveau und liegt noch 0,6 Prozentpunkte höher als vor der Corona-Pandemie im März 2020.

Höchststand im Februar

Auch in den drei Oberländer Bezirken sind die Arbeitslosenzahlen im März erstmals wieder stärker gesunken. Noch im Februar lag die Arbeitslosenquote im Bezirk Hinwil bei 3,5 Prozent. Auch im Bezirk Uster wurden ähnlich hohe Zahlen verzeichnet. Etwas tiefer war die Arbeitslosigkeit im Bezirk Pfäffikon mit 2,8 Prozent. Das war in allen drei Bezirken der höchste Stand seit 2018. 

Nun ist die Quote in allen drei Bezirken erstmals wieder zurückgegangen. Allerdings nur leicht. So waren im Bezirk Hinwil insgesamt 1743 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bezirk Uster 2409 Menschen und im Bezirk Pfäffikon 851 Menschen. 

Dennoch sind im Vergleich zum März 2020 im Bezirk Hinwil rund 30 Prozent mehr Arbeitslose zu verzeichnen; im Bezirk Uster 31 Prozent und im Bezirk Pfäffikon rund 25 Prozent mehr.

«Silberstreif am Horizont»

60 Prozent des Rückgangs lassen sich auf saisonale Effekte zurückführen, wie es in der Mitteilung heisst. Die grösste Abnahme gab es dabei beim Baugewerbe (-337). Es kam jedoch zu einem Rückgang in fast allen Branchen. Dies sehen die Fachleute als positives Signal.

«Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist ein erster Silberstreifen am Horizont. Erfreulich ist die Abnahme insbesondere bei den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen, die in der ersten Welle der Pandemie stark betroffen waren» wird Andrea Engeler, Chefin des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, zitiert.

Die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen sowie deren Beschäftigungsaussichten verbesserten sich im März wieder. Die Belebung der Wirtschaft zeige sich auch beim Index des Seco zur wöchentlichen Wirtschaftsaktivität in der Schweiz, der seit Anfang März zum ersten Mal seit Krisenbeginn wieder positive Werte zeige, heisst es in der Mitteilung.

Wenn sich dieser positive Trend fortsetze, dürfte die Arbeitslosenquote im Kanton bis im Sommer auf unter 3 Prozent sinken. (sda/mae)

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