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Acht Fragen und Antworten

Das müssen Sie zum Start der Oberländer Impfzentren wissen

An zwei Standorten gehts am Mittwoch im Oberland mit der Impfung los. Tausende Personen haben einen Termin. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 06. April 2021, 12:43 Uhr Acht Fragen und Antworten
Hier kommt ab Mittwoch Leben hinein: Wartebereich im Impfzentrum Uster.
Seraina Boner

Wo wird geimpft?

In Uster (Sportzentrum Buchholz) und Wetzikon (Kunsteisbahn) startet der Betrieb am Mittwoch. Bereits am Dienstag wird im früheren Testzentrum beim Triemli-Spital, an der Messe Zürich, in Winterthur und Dietikon geimpft. Weitere Impfzentren folgen am Donnerstag. Überall gehts mangels Impfstoff mit reduzierter Kapazität los, etwa mit halber Kraft. Laut Gesundheitsdirektion (GD) erhalten in diesen Tagen im Kanton Zürich auch 500 Ärztinnen und Ärzte je 100 Impfdosen. 400 Praxen haben ihre 2 mal 100 Dosen schon verimpft. Ein Drittel des Impfstoffs ging bisher an die Ärzte, sagt die GD. Ab Mai werden 150 Apotheken versorgt.

Wer wird in den Zentren geimpft?

Die über 75-Jährigen haben Vortritt (Impfgruppe A). Von ihnen hatten sich nach zwei Tagen 11’500 über die Impfplattform des Kantons oder die Impfhotline 0848/33'66'11 angemeldet. Hilfe bei der Registrierung bietet auch Pro Senectute unter der Nummer 058/451‘51‘50. Inzwischen erhalten auch über 65-Jährige und 18- bis 64-Jährige mit chronischen Krankheiten Termine (Gruppen C-E). Personen mit schweren Vorerkrankungen können sich ebenfalls für die Impfung im Zentrum anmelden (B). Sie brauchen aber Unterlagen ihrer Hausärztin. Am besten lassen sich die Personen dieser Gruppe gleich beim Arzt ihres Vertrauens impfen, wobei dort meist der Impfstoff fehlt. Ins Zentrum mitnehmen müssen alle einen amtlichen Ausweis, die Krankenversicherungskarte und den Registrierungscode, ausgedruckt oder als QR-Code.

Kann ich auf gut Glück vorbeigehen?

Nein. Man muss einen Termin haben, und diesen erhalten nur Personen der obgenannten Gruppen. Alle anderen müssen sich noch gedulden. Als nächstes ist das Gesundheitspersonal an der Reihe (Gruppe F). Bis zum Montagmorgen haben sich 193’000 Personen registriert. 62’500 haben einen Termin. Sie konnten auswählen, in welchem Zentrum sie gepikst werden.

Was wird verimpft?

In der Regel erhalten die Ärzte den Impfstoff von Moderna, die Zentren jenen von Pfizer/Biontech. Im März sind 180’000 Impfdosen in den Kanton Zürich geliefert worden. Die grösste Teillieferung kam kurz vor Ostern.

Wie viel ist schon verimpft worden?

Bis zum vergangenen Donnerstag sind im Kanton Zürich 223’000 Impfdosen gespritzt worden.

Gibt es genügend Personal in den Zentren?

Ja. Der Kanton unterstützt die einzelnen Zentren via den Personaldienstleister Coople. Dessen Impfaktionspool umfasst mehr als 2000 Personen, die eingesetzt werden können. In einem ersten Schritt sind 200 Personen eingestellt worden. Diese Zahl kann – entsprechend den Impfstofflieferungen – rasch erhöht werden. Unter ihnen sind auch Personen, welche die RAV vermittelt haben (Projekt Esperanza). Die regionalen Zentren rekrutieren ihr Personal ganz oder teilweise aus dem Coople-Pool.

Wer sind diese Menschen?

Es sind vor allem Personen aus dem medizinischen, kaufmännischen, logistischen und Reinigungsbereich. Die ärztliche Leitung stellen die regionalen Spitäler, die jeweils für ein Zentrum verantwortlich sind.

Was verdienen sie?

Das will die GD nicht verraten. Sie hat den Zentren aber einen Lohnrahmen vorgegeben. Innerhalb dieser Spanne sind die Zentren frei. Die Helfer haben einen befristeten Arbeitsvertrag und werden im Stundenlohn bezahlt. (Pascal Unternährer)

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