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Wegen Erfahrungen in Liestal

Corona-Skeptiker dürfen nicht in Rapperswil demonstrieren

Die Stadt erteilt dem Verein «Stiller Protest» keine Bewilligung für einen Protestmarsch am Ende April.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 30. März 2021, 12:51 Uhr Wegen Erfahrungen in Liestal
8000 Personen beteiligten sich an der Kundgebung in Liestal.
Georgios Kefalas/Keystone

Der Verein «Stiller Protest» hatte Ende Februar ein Gesuch für eine Corona-Demonstration am 24. April in Rapperswil-Jona eingereicht. Der Anlass sollte ab 13 Uhr mit der Besammlung starten, um 14 Uhr war ein rund einstündiger Protestmarsch mit anschliessender Kundgebung geplant.

Doch die Demonstration erhielt keine Bewilligung, wie der Stadtrat von Rapperswil-Jona in einer Mitteilung schreibt. Jüngste Erfahrungen mit Corona-Kundgebungen hätten klar gezeigt, dass nur eine Minderheit der Teilnehmenden der Maskenpflicht nachkomme. Zudem könne ab einer gewissen Anzahl von Teilnehmenden die Maskenpflicht weder von den Organisatoren noch von der Polizei durchgesetzt werden, so der Stadtrat. «Durch die Kundgebung entsteht somit eine erhebliche Infektionsgefahr für die Teilnehmenden, für Polizeiangehörige und Dritte.»

Weiter verweist der Stadtrat auf die hohe zu erwartende Teilnehmerzahl. So hatten sich kürzlich in Liestal rund 8000 Personen dem Protestmarsch angeschlossen. Im Gebiet der Sportanlagen Grünfeld, wo die Schlusskundgebung hätte stattfinden sollen, reichten die Platzverhältnisse für eine solche Menschenmenge nicht aus, heisst es in der Mitteilung. Und: «Eine Alternative zu dieser Route besteht aus Platzgründen in der Stadt nicht.»

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