nach oben

Anzeige

Eliane Schumacher hat ihren Second Hand-Shop in Fehraltorf anfangs März eröffnet. , Ihren Second Hand-Shop hat sie mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Foto: Christian Merz

«Es geht darum, sich selbst zu zelebrieren»

Eliane Schumacher aus Russikon ist Kommunikations- und Stylingfachfrau. Nun hat sie in Fehraltorf einen Second Hand Shop eröffnet.

Eliane Schumacher hat ihren Second Hand-Shop in Fehraltorf anfangs März eröffnet. , Ihren Second Hand-Shop hat sie mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Foto: Christian Merz

Veröffentlicht am: 20.03.2021 – 10.25 Uhr

Es war eine sogenannte Corona-Idee. « Während des ersten Lockdowns hatte ich viel Zeit, um zu überlegen und Pläne zu schmieden » , erzählt Eliane Schumacher.

Den Traum eines eigenen Second Hand Shops habe sie schon lange im Kopf. « Bei meiner Tätigkeit als Stil- und Farbberaterin miste ich immer wieder fremde Kleiderschränke aus und entdecke Kleider, die noch fast neu sind, aber zu der jeweiligen Person einfach nicht passen » , sagt die 47-Jährige. « Im November fand ich dann, ich probiere es. »

Schnelle Umsetzung

Innert sieben Wochen setzte sie die Idee in die Tat um. Wenn man die Frau, die vor Tatendrang und Elan nur so sprüht, vor sich sieht, wundert man sich nicht darüber. « Ich selbst hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht. »

Am 4. Januar konnte sie einen Raum an der Rumlikerstrasse übernehmen, während zwei Wochen nahm sie Kleider entgegen und richtete den Raum ein. « Als ich dachte, dass ich nun eröffnen könnte, gingen die Läden zu. » Schumacher vertrieb die Sachen online. Seit dem 1. März hat sie nun offiziell offen.

Äusserlich das Maximum aus den Menschen herauszuholen, sie ihren eigenen Stil finden zu lassen: Das ist eine Leidenschaft von Eliane Schumacher.

Ursprünglich gelernte kaufmännische Angestellte bildete sie sich im PR-Bereich weiter, wurde Mediensprecherin von Messe Schweiz. « Ich wollte mehr über die Wirkung von Menschen erfahren » , sagte sie, die in Urdorf aufgewachsen ist. « Weil dies massgeblich damit zu tun hat, wie seine Botschaft ankommt. »

2010 machte sie nebenberuflich eine einjährige Ausbildung als Stil- und Farbberaterin und gründete anschliessend die Stil-Factory. « Die meisten Frauen verkaufen sich massiv unter Wert » , sagt Eliane Schumacher. « Ich zeige auf praktische und natürliche Weise, wie man sich und seine authentische Wirkung entwickeln und positiv beeinflussen kann. »

Ermutigung durch richtige Kleiderwahl

Dabei sei es ihr wichtig, dass Menschen – sie berät auch Männer – nicht etwas kopieren oder sich verkleiden. « Es geht darum, sich selbst zu zelebrieren » , sagt sie. « Wenn sich jemand in einem Kleidungsstück unwohl fühlt, sieht man das. Dann rate ich davon ab, es zu kaufen. »

Frauen seien sehr selbstkritisch, findet sie. « Ich will sie ermutigen, sich darauf zu konzentrieren, was speziell an ihnen ist und nicht auf das, was nicht perfekt ist. »  

Die richtige Farbe zu finden, sei wichtig. « Es ist faszinierend, mitzuerleben, was Farben im Gesicht ausmachen können. »

«Sich selbst etwas wert sein»

Sie sei auch schon gefragt worden, ob das nicht sehr oberflächlich sei. « Aber Kleider sind nun mal die Hülle des Menschen. Es geht darum, dass er sich darin optimal entfalten kann. »

Ihren eigenen Stil beschreibt sie als « weiblich, aber unbedingt natürlich ».  «Ich geniesse es, Frau zu sein.» Sie würde sich nicht als spezifisch modebewusst bezeichnen. Sie schaue aber sehr darauf, welche Farben ihr stehen würden.

Ihr sei es ausserdem wichtig, auch als Mutter von siebenjährigen Zwillingen auf sich acht zu geben und sich selbst etwas wert zu sein. « Wenn ich den ganzen Tag zu Hause ungeduscht im Pyjama bleibe, komme ich einfach nicht richtig auf Touren. »

In ihrem Laden findet man neben allen Arten von Damen kleidern auch Accessoires wie Taschen, Modes chmuck, Schuhe und Gürtel.

Die Marken reichen von Bogner über Marc Cain bis zu H&M. « Es ist unglaublich, was die Leute teilweise zu Hause haben und nie anziehen » , sagt sie. « Manches ist noch fast neu. »

Nur an bestimmten Tagen geöffnet

Der Laden hat nur an bestimmten Tagen geöffnet. Schumacher arbeitet nach wie vor in einem Teilzeitpensum als Verantwortliche für Kommunikation und Events bei einer Eventfirma.

« Momentan geht nicht mehr » , sagt sie. « Aber wenn  es gut läuft, könnte ich mir vorstellen, jemanden anzustellen. »

Weil sie so viele Kleider erhalten hat, gibt es momentan einen Annahmestop. Wer ihr Kleider bringt, erhält 30 Prozent des erzielten Verkaufspreises. Immer in der ersten Woche vom neuen Monat nimmt sie neue Sachen an.

Ziel sei es, dass sich das Sortiment alle vier Wochen ändert. Auch vorgesehen sind Frauenabende mit Stylingtricks und Farbberatungen. 

Ihre Inserate gestaltet sie selber, genauso wie die Homepage. « Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass alle meine Ausbildungen zum Tragen kommen » , sagt sie. « Ein gutes Gefühl. »

Ihr Wunsch ist es, dass ihr Laden ein Begegnungsort wird. « Ich fände es cool, wenn sich eine Stammkundschaft entwickelt. »


Dieser Artikel wurde automatisch aus unseren alten Redaktionssystemen auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: servicedesk@zol.ch

Kommentar schreiben

Bitte geben Sie ein Kommentar ein.

Wir veröffentlichen Ihren Kommentar mit Ihrem Vor- und Nachnamen.
* Pflichtfeld

Anzeige

Anzeige