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Deutlicher Entscheid

Ja zu 2,27 Millionen Franken für Schüler-Tablets und Notebooks

Der Gemeinderat hatte den Kredit gekürzt – jetzt genehmigten die Dübendorfer Stimmberechtigten die Aufrüstung der Informations- und Kommunikationstechnologie an der Primarschule. Das Resultat fiel mit 75 Prozent Ja-Stimmen klar aus.

Thomas
Bacher
Sonntag, 07. März 2021, 15:30 Uhr Deutlicher Entscheid

Lange Zeit waren die Dübendorfer Primarschüler in Sachen IT-Infrastruktur nicht gerade üppig ausgestattet. Doch das ändert sich jetzt mit dem Ja der Stimmberechtigten. Diese genehmigten am Sonntag mit 75 Prozent Ja-Stimmen einen Kredit von 2,27 Millionen Franken für Aufrüstung der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,79 Prozent, was für Dübendorf ein hoher Wert ist. 

Ein Teil des gesprochenen Geldes fliesst in den Kauf von Notebooks für die Lehrpersonen, das meiste aber ist für die Anschaffung von Tablets für die Schulkinder bestimmt. Auf Stufe Kindergarten etwa gibt es ein Tablet pro Klasse. Hier hatte die Schulpflege erst vier Geräte pro Klasse beantragt. Doch an der September-Sitzung des Gemeinderats wurde dieser Budgetposten zusammengestrichen.

Schule kompromissbereit

Ein Teil der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) wehrte sich gegen Tablets im Kindergarten. Es sei kein Bildungs- und Entwicklungsrückstand zu befürchten, wenn Vier- bis Sechsjährige ohne Tablet auskommen müssten, sagte etwa SVP-Gemeinderat Paul Steiner.

Schulpräsidentin Susanne Hänni (GLP/GEU) hielt dagegen, man sei mit vier Geräten pro Klasse bereits unter der Empfehlung des Bildungsrats. Zuletzt einigte sich das Parlament auf ein Tablet pro Kindergartenklasse. Ebenfalls geändert wurde das Vorhaben, alle Mittelstufenkinder mit einem Notebook auszustatten. Die Primarschule zeigte sich kompromissbereit und gab sich aus Kostengründen mit den günstigeren Tablets zufrieden.

Schüler müssen nicht teilen

Weiter war eine GRPK-Minderheit der Meinung, dass ein Gerät für zwei Schulkinder ausreiche, wodurch Einsparungen von fast einer halben Million Franken möglich gewesen wären. Der Antrag wurde jedoch heftig kritisiert. Gemeinderat Oliver Kellner (Grüne) etwa hielt fest, dass auch im Militär niemand sein Gewehr teilen müsse. Eine Mehrheit des Rats unterstützte diese Stossrichtung und sprach sich für eine 1:1-Lösung aus.

Mehr Erfolg hatten die beantragten Sparmassen im Bereich der Ausrüstung der Fachzimmer. Diesen Teil des Kredits reduzierte der Gemeinderat um 180‘000 Franken. Am Ende der Debatte hatte das Parlament den Investitionskredit von ursprünglich 2,45 auf 2,27 Millionen Franken gekürzt.

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