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Nach Last-Minute-Kandidatur

Ein weiterer Spontan-Kandidat will Fällander Friedensrichter werden

Lange wollte niemand Friedensrichter in Fällanden werden. Innerhalb weniger Tage stellen sich nun zwei Kandidaten zur Wahl – obwohl die meisten Fällander wohl schon abgestimmt haben dürften.

Kevin
Weber
Freitag, 05. März 2021, 18:40 Uhr Nach Last-Minute-Kandidatur
Will auch noch spontan Friedensrichter werden: Der Fällander Rudolf Roth (parteilos)
Foto: PD

Bis vor wenigen Tagen wollte noch niemand für das Friedensrichteramt in Fällanden kandidieren. Weil sich innert Frist niemand meldete, gab es keine Kandidatenliste und so wurden wohl viele Stimmzettel kurzerhand mit dem Namen eines Nachbarns ausgefüllt oder landeten im Altpapier.

Kurz vor der Abstimmung kommt nun doch noch etwas Bewegung in die ganze Sache. Nachdem am Mittwoch Thomas Maurer (parteilos) seine Kandidatur bekanntgab (wir berichteten), stellte sich heute Freitag kurzerhand auch noch Rudolf Roth (parteilos) zur Verfügung. Seine Kandidatur bezeichnet er als «Flucht nach vorne». Er habe im «Glattaler» gelesen, dass sich bis vor kurzem keine Kandidaten zur Verfügung gestellt hätten und so von der Spontankandidatur Maurers erfahren. 

Roth rechnet zwar nicht damit, dass sich im ersten Wahlgang jemand durchsetzen wird. «Doch ich will den Leuten eine Auswahl für den zweiten Wahlgang bieten», sagt er. 

Lange im Ausland gelebt

Rudolf Roth ist sich sicher, dass er die Anforderungen an das Friedensrichteramt mitbringen würde. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Vermögensverwaltungsboutique in Zürich sei er sich gewohnt, «feinfühlig und aufmerksam» zuzuhören, kluge und pragmatische Entscheide zu fällen und Verantwortung zu übernehmen. 

Roth ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Er lebt seit fünf Jahren in Fällanden. Politisch bezeichnet er sich als Liberaler. «Dadurch, dass ich viele Jahre im Ausland lebte, konnte ich mich in der Gemeinde bislang nicht wirklich einbringen.» Das möchte er mit seiner Kandidatur nun ändern. «Ich will unser Umfeld mitgestalten und mich engagieren.» 

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