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Wie schon im letzten Jahr

Der Love Ride ist abgesagt

Die Corona-Pandemie bringt den Love Ride auf dem Flugplatz Dübendorf erneut zu Fall. Den Veranstaltern des Grossanlasses entgehen dadurch Spenden von bis zu einer halben Million Franken, die muskelkranken und behinderten Menschen zugutegekommen wären.

Redaktion
Züriost
Freitag, 05. März 2021, 16:00 Uhr Wie schon im letzten Jahr

Am 2. Mai hätten wieder tausende Töfffahrer vom Militärflugplatz Dübendorf aus durch das Oberland fahren und damit Spenden für muskelkranke und behinderte Menschen sammeln sollen. Doch die Veranstalter haben sich gegen eine Durchführung des 29. Love Ride entschieden, wie sie in einer Mitteilung schreiben.

Der Entscheid fiel einerseits, weil die Planbarkeit von Grossveranstaltungen aktuell nicht gegeben sei. Auch deuteten die vorsichtigen Öffnungsschritte des Bundesrats nur auf eine langsame Normalisierung hin.

Dass am Love Ride Menschen mit einer Beeinträchtigung im Zentrum stehen, akzentuiert die Problematik noch. «Wir sind nicht bereit, das Risiko einer Ansteckung dieser Personen mit Covid‐19 zu tragen», wird Chairman Bruno Leutwyler in der Meldung zitiert. Der Love Ride soll ein Tag der Freude und Unbeschwertheit bleiben.

Grosse Verluste

Die Absage trifft die Veranstalter finanziell hart, gehen dadurch doch Einnahmen von bis zu einer Million Franken verloren, die ansonsten vollumfänglich Menschen mit einer Behinderung zugutegekommen wären. Schon letztes Jahr hatte das Coronavirus eine Durchführung der europaweit grössten Benefizveranstaltung dieser Art verhindert. Im Herbst wurde zwar in Mönchaltorf ein Spendenanlass als Ersatz durchgeführt. Die Einnahmen von 11‘000 Franken waren aber nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein. Besonders bitter: Schon 2019 blieb die Spendensumme weit unter den Erwartungen, da aufgrund des schlechten Wetters nur wenige Töfffahrer und Zuschauer am Charity-Anlass teilnahmen.

Die Veranstalter gewinnen der Absage aber auch etwas Positives ab, denn durch die freiwerdenden Ressourcen könne man sich auf den 30. Geburtstag des Love Ride im nächsten Jahr konzentrieren. Leutwyler: «Der sofortige Abbruch bei der Planung des diesjährigen Events erspart uns auch die richtig teuren Auslagen, die demnächst angefallen wären. Geld, das uns jetzt für das Jubiläum zur Verfügung steht.»

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