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Kantonspolizei warnt vor falschen Polizisten

Telefonbetrüger setzen in Uster auf neue Methode

Über 40 Telefonbetrugsanrufe wurden am Montag der Kantonspolizei Zürich gemeldet – 17 davon stammten aus der Stadt Uster. Die Betrüger haben einen neuen Weg gefunden, um das Misstrauen von Opfern zu beseitigen und deren Vertrauen zu gewinnen.

Tanja
Bircher
Dienstag, 02. März 2021, 14:00 Uhr Kantonspolizei warnt vor falschen Polizisten
Unbekannte haben einer Frau im Bezirk Uster mehrere zehntausend Franken abgeluchst. Nun gibt es bereits eine neue Methode.
Foto: Pixabay/Sabinevonerp

Die Telefonbetrüger sind im Oberland weiterhin aktiv – derzeit vor allem in der Stadt Uster. Nachdem falsche Polizisten bereits Ende Februar im Bezirk Uster mehrere zehntausend Franken von einer Frau erbeutet hatten, sind am Montag bei der Kantonspolizei Zürich über 40 Meldungen von Personen, die von der selben Masche berichteten. 

Laut Sprecher Florian Frei stammte die eine Hälfte davon aus der Region Winterthur und die andere aus dem Oberland. «17 Meldungen gingen bei uns alleine aus der Stadt Uster ein.» Die Kantonspolizei erhalte bereits seit gut einer Woche vermehrt Anrufe von Personen aus Uster, die von falschen Polizisten berichteten.

Früher hätten sich die Telefonbetrüger eher an altklingenden Namen orientiert. Nun telefonierten sie eher ganze Gebiete ab. «Momentan sind sie offenbar an Uster dran», so Frei.

Neue Methode zu Beseitigung des Misstrauens

Um misstrauische Opfer von den erfundenen Geschichten zu überzeugen, wendeten die Telefonbetrüger rund um die «Falschen Polizisten» eine neue Variante an, schreibt die Polizei: Sie forderten die Opfer auf, die Identität des Anrufers durch einen Rückruf auf die Notrufnummer 117 oder eine andere Telefonnummer zu überprüfen.

Wer jedoch der Aufforderung «bleiben Sie in der Leitung, nach dem Piepton können Sie die 117 eingeben» Folge leiste, lande – im Glaube, dass er nun mit der Notrufzentrale der echten Polizei verbunden ist – wieder bei den Betrügern.

Die polizeilichen Auswertungen der Opferbefragungen zeigten, dass die Telefonbetrüger mit diesem Vorgehen das Misstrauen beseitigen sowie das Vertrauen der Opfer gewinnen und damit auch den Zugriff auf deren Vermögen erhalten.

Einen Augenblick warten

Die Kantonspolizei empfiehlt deshalb dringend, Telefonverbindungen immer aktiv selber zu beenden, indem am Telefon die rote «Beendentaste» gedrückt wird. «Vor der Wahl der 117 oder der Nummer einer Vertrauensperson sollten Sie einen Augenblick warten. Nur so können Sie sicher sein, dass die Telefonverbindung vollständig getrennt ist», heisst in der Mitteilung.

Weitere Informationen finden sich unter: www.telefonbetrug.ch

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