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Widerstand in Bubikon

Mit Wildtieren gegen die SBB-Anlage

Auf den Zaun folgen die Schilder: Die IG Pro Brach Fuchsbühl kämpft jetzt mit selbstgemalten Plakaten gegen die geplante SBB-Anlage in Bubikon.

Xenia
Klaus
Mittwoch, 17. Februar 2021, 20:00 Uhr Widerstand in Bubikon

Eine Fledermaus, ein Fuchs, ein Wiesel und zwei Bienen halten je ein Stop-Schild in die Luft. Irgendwo dazwischen aufgespannt, ein grosses Banner, auf dem steht: «Gleiswüste stoppen. Natur und Existenzen retten.»

Die Plakate mit den Tieren und das Banner stehen verteilt über das 8 Hektaren grosse Areal in Bubikon, auf dem eine Gleis- und Serviceanlage für die SBB entstehen soll. Ein Teil der Schilder ist gut sichtbar, wenn man mit dem Zug von oder nach Bubikon fährt. Sie sind eine weitere Aktion der IG Pro Brach Fuchsbühl, die gegen den Bau der Gleisanlage kämpft.

«Sie sind hier»

Beat Albrecht, Mitglied der IG Pro Brach Fuchsbühl sagt, es gehe darum, die Tiere, die von der SBB-Anlage betroffen wären, sichtbar zu machen. «Gerade jetzt im Winter sieht man sie ja nicht oder selten. Aber sie sind hier und würden durch den Bau vertrieben. Unter anderem deshalb fordern wir, dass die Anlage nicht hier, sondern auf schon versiegeltem Boden gebaut wird» Gestaltet hätten die Schilder Michael Fritschi, Bruder der Pressesprecherin der IG, und eine weitere Sympathisantin der IG.

Die Rückmeldungen seien zahlreich und durchwegs positiv, so Albrecht. «Am Wochenende waren pro Tag bis zu 200 Leute hier und haben sich die Plakate angeschaut.» Es sollen noch zwei weitere folgen. Bleiben sollen die Schilder laut Albrecht bis Ende März, wenn auch die Vernehmlassung für die SBB-Anlage endet. «Danach wären die Plakate irgendwann für die Bewirtschaftung ein Problem.» Was dann damit geschehe, sei noch nicht klar.

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