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Andere Kantone weiter

Kanton Zürich nutzte erst knapp 25'000 Dosen Corona-Impfstoff

In der Schweiz haben bisher rund zwei Prozent der Bevölkerung eine erste Impfung erhalten. Der Kanton Zürich hat nicht mal die Hälfte des gelieferten Impfstoffs verabreicht.

Agentur
sda
Freitag, 22. Januar 2021, 10:45 Uhr Andere Kantone weiter
Megenmässig hat der Kanton Zürich die meisten Impfdosen verimpft. Pro 100'000 Einwohner sind es weniger als in anderen Kantonen.
(Symbolbild: Keystone)

Der Kanton Zürich hat 65'675 Impfdosen geliefert bekommen. Davon wurden bis zum Donnerstagabend allerdings erst 24'989 Impfdosen gespritzt. 40'686 Impfdosen wurden somit noch nicht verwendet.

Pro 100 Einwohner wurden somit erst 1,62 Impfdosen gespritzt, wie aus der Statistik des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hervorgeht. Andere Kantone sind da schon weiter: Im Nachbarkanton Schaffhausen etwa wurden 4,32 Impfdosen pro 100 Einwohner gespritzt. Im Aargau sind es 1,76 Impfdosen pro 100 Einwohner, in Zug 3,68 Impfdosen.

Thurgau Schlusslicht

Bisher seien schweizweit 1,97 Impfungen pro 100 Einwohner verabreicht worden, hiess es. Geimpft wird mittlerweile in allen Kantonen. Anteilsmässig die meisten Personen geimpft hat bisher der Kanton Basel-Stadt mit 5,54 Dosen pro 100 Einwohner. Auch im Kanton Appenzell Innerrhoden sind bereits 5,10 Dosen pro 100 Einwohner verabreicht worden, in Obwalden immerhin 4,92.

Nicht so gut sieht es im Kanton Thurgau mit 1,07 verabreichten Dosen auf 100 Einwohner, im Kanton Bern mit 1,11 und im Kanton Neuenburg mit 1,16 verabreichten Dosen auf 100 Einwohner aus.

Geliefert wurden bisher insgesamt 459'700 Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. Damit wurde rund 37 Prozent der verfügbaren Menge an Impfwillige verabreicht.

Verzögerung für zweite Impfung

Der Impfstoffhersteller Pfizer/BionTech hat zudem Lieferverzögerungen. Deshalb muss der Kanton Zürich nun seinen Impf-Plan anpassen: Die zweite Impfung in den Alters- und Pflegeheimen wird um eine Woche verschoben.

Die Gesundheitsdirektion habe verschiedene Varianten abgewägt und entschieden, die Zweitimpfung in den Heimen um eine Woche zu verschieben, teilte der Kanton am Freitag mit. Das Zeitfenster für die zweite Impfung beträgt gemäss Bund sechs Wochen. Die Verschiebung um eine Woche sollte somit keine Auswirkungen haben.

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