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Rebellion der Gastrobetriebe

Aktion «Wir-machen-auf» wird teilweise befolgt

Agentur
sda
Montag, 11. Januar 2021, 12:20 Uhr Rebellion der Gastrobetriebe
Zahlreiche Gastronomen haben sich heute dem Öffnungsverbot widersetzt.
Symbolbild: Keystone

Über 300 Gewerbetreibende vorwiegend aus der Deutschschweiz haben sich heute Montag unter dem Motto «Wir machen auf» gegen die Corona-Massnahmen gestellt. Sie folgten dem Aufruf einer anonymen Gruppe und öffneten trotz Verbots ihre Geschäfte und Restaurants.

Auf einer Webseite war ersichtlich, dass der Aufruf in den verschiedensten Branchen befolgt wurde. Am zahlreichsten vertreten waren Restaurants (76), Cafés (25), Bars (24) und Fitness-Studios (30).

In Zürich beispielsweise machten insgesamt 25 Betriebe mit, in Bern 27, in Basel 13, in Genf 5 und in Aarau 19. In manchen Ortschaften öffnete auch jeweils nur ein einziger Betrieb.

Im Kanton Bern schaute die Polizei am Vormittag bei einzelnen Restaurants vorbei und erinnerte an die geltenden Vorschriften, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Branchenverband zeigt kein Verständnis

Die länderübergreifende Initiative «Wir-machen-auf» agiert anonym. Kommuniziert wird via Webseite und Kurznachrichtendienst Telegram. Die Idee stammt von Querdenkern aus Deutschland. Es gibt mittlerweile Ableger in Polen, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Der Branchenverband Gastrosuisse hatte sich am Freitag von der Aktion distanziert. Deren Präsident Casimir Platzer sagte am Montag in Blick.TV, als Verband könne man diese nicht unterstützen, aber er habe persönlich «ein gewisses Verständnis» für die Protestierenden, die verzweifelt seien. Man hege noch die Hoffnung, dass der Bundesrat am Mittwoch eine gute Lösung präsentieren werde.

Welche Betriebe in der Region sich an der Aktion beteiligten lesen Sie in Kürze hier auf Züriost.

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