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«Mir Oberländer» mit Gabriela Gräff

«Ohne Teamarbeit geht es nicht»

Hauptberuflich Physiotherapeutin und daneben noch Präsidentin des Reitvereins Uster und medizinische Betreuerin beim EHC Dürnten: Gabriela Gräff aus Uster hat einiges unter einen Hut zu bringen.

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 08:00 Uhr «Mir Oberländer» mit Gabriela Gräff
Gabriela Gräff ist Präsidentin vom Reitverein Uster und im medizinischen Betreuungsteam des EHC Dürnten. (Video: Paulo Pereira)

Als Physiotherapeutin ist Gabriela Gräff zu 80 Prozent bei Aktiv Physio in Pfäffikon angestellt. Dort begleitet die 29-Jährige Patienten, die nach Verletzungen an Schmerzen oder anderen Funktionseinschränkungen leiden, zurück in den Alltag beziehungsweise in den Sport. «Die grösste Herausforderung ist, auf jeden Patienten individuell einzugehen und ihn zu einem aktiven Lebensstil zu motivieren», sagt sie.

Etwas anders gestaltet sich ihr Engagement beim EHC Dürnten. Beim Verein ist Gabriela Gräff zusammen mit einer Kollegin als Masseurin im medizinischen Betreuungsteam tätig. Dort massiere sie eher mit passiven Techniken und sei weniger in die Trainingsplanung involviert, so die Ustermerin.

«Wir sind ein Breitensportverein»

Gabriela Gräff, Präsidentin Reitverein Uster

Seit ihrer Kindheit ist Gabriela Gräff ausserdem Mitglied im Reitverein Uster. Reiten sei kein Elitesport mehr, so Gabriela Gräff. «Wir sind ganz klar ein Breitensportverein.» Diesen führt sie heute als Präsidentin zusammen mit ihren sechs Vorstandskolleginnen.

«Unser Ziel ist die Förderung des gesamten Reitsports, aber auch der Junioren», meint Gräff. Sie erstellt mit ihren Kolleginnen das Jahresprogramm und entscheidet, wann welche Anlässe stattfinden. «Die grossen Anlässe, wie die Pferdesporttage Uster, haben ein eigenes Organisationskomitee. Die kleinen Veranstaltungen organisieren wir als Vorstand selber.» Zusätzlich zu den zahlreichen administrativen Aufgaben leitet Gabriela Gräff zusammen mit einer Kollegin auch die Juniorentrainings des Reitvereins Uster.

Teamwork und Zusammenhalt

Reiten und Eishockey – zwei unterschiedlichere Sportarten sind schwer zu finden. Trotzdem sieht Gabriela Gräff gewisse Parallelen. «Der Sport ist das Eine. Es geht aber auch darum, dass Menschen zusammenkommen, die die gleiche Begeisterung für etwas aufbringen und ihre Energie und Zeit darin investieren wollen», erklärt sie. Zudem könne man beide Sportarten nicht alleine ausüben. «Ein Eishockeyspieler braucht seine Mannschaft. Er ist auf einen guten Zusammenhalt angewiesen.» Das sei beim Reiten mit dem Pferd ähnlich. «Wenn man an ein Turnier gehen will, braucht man das Pferd als Partner. Dann ist man ein Team, sonst geht das nicht.»

Klare Spielregeln

Um das Pferd als Partner zu haben, ist die Beziehung zwischen Reiter und Pferd von grosser Wichtigkeit. Eine solche Beziehung aufzubauen, sei allerdings gar nicht so leicht, erklärt Gabriela Gräff. «Es braucht sehr viel Geduld, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen.» So reiche es nicht, dem Pferd ein paar Leckerli zu geben. Es brauche viel Vertrauen vom Pferd gegenüber dem Menschen. Zudem seien klare Spielregeln wichtig, fährt Gräff fort. «Das Pferd muss wissen, wie der Mensch auf gewisse Situationen reagiert.» Melina Aeschbach
 

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Zürcher Oberlands sind so einzigartig wie die Region. Bei «Mir Oberländer» stellen sie sich in unregelmässigen Abständen vor und geben einen Einblick in ihren Alltag.

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