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Jahresrückblick 2020

Diese Ereignisse bewegten im Bezirk Uster

Eine tote Umfahrungsstrasse in Uster, ein Planungsstopp auf dem Militärflugsplatz, ein renitenter Rapper, arrogante Kulturschaffende – und dazu immer wieder Streit um das liebe Geld: Neben Corona war 2020 einiges los im Bezirk Uster. Ein Überblick.

Thomas
Bacher
Mittwoch, 30. Dezember 2020, 17:00 Uhr Jahresrückblick 2020
Eingemottete Flugzeuge auf dem Flugplatz Dübendorf: Ein Sinnbild für die Auswirkungen des Lockdown während der Corona-Krise.
Christian Merz

In Brüttisellen kommt es zum Blackout

Das Jahr fängt ja gut an! Am 2. Januar kommt es in Brüttisellen am frühen Abend zu einem mehrstündigen Stromausfall. Grund ist ein Kurzschluss in einer Trafostation, der zu einem Brand führt. Die Folgen bleiben überschaubar: Bis auf eine Evakuierung aus einem Lift müssen die Rettungskräfte keine grösseren Aktionen durchführen. Und was machen die Brüttisellerinnen und Brüttiseller ohne Fernseher und Internet? Die meisten bleiben gelassen und gehen einfach früher ins Bett. (Foto: Pixabay)

Benjamin Fischer wird neuer Präsident der kantonalen SVP

Das Präsidium der kantonalen SVP bleibt in der Region. Nachdem der Dübendorfer Patrick Walder (links im Bild) die Zürcher SVP neun Monate interimistisch geführt hat, wird der Volketswiler Kantonsrat Benjamin Fischer am 7. Januar zum Präsidenten der Kantonalpartei gewählt. Fischer ist zum Zeitpunkt seiner Wahl erst 28 Jahre alt.

In seiner Rede vor den Delegierten in Pfäffikon kündigt Fischer an, in den kommenden Jahren vermehrt Referenden ergreifen zu wollen, um den «links-grünen Mist» zu korrigieren, der seit den letzten Wahlen beschlossen worden sei. 2020 muss er immer mal wieder in den Krisenmodus wechseln, etwa wegen der «Ehrencharta» für SVP-Mitglieder, oder weil die Zürcher SVP mit dem Berliner Holocaust-Mahnmal für die Begrenzungsinitiative wirbt. (Foto: Keystone/Walter Bieri)

Das Ustermer Budget-Drama

Die Stadt Uster startet mit einem Notbudget ins neue Jahr – weil SVP und FDP nach der Budget-Sitzung des Gemeinderats einen Stimmrechtsrekurs eingereicht haben. Die Parteien vermuten ein abgekartetes Spiel der SP. Denn die Fraktion der Sozialdemokraten hat erfolgreich eine geheime Abstimmung beantragt und kann sich am Ende dank dem Stichentscheid von Ratspräsidentin Ursula Räuftlin (GLP) über eine Erhöhung des Steuerfusses auf 94 Prozent freuen.

Am 15. Januar dann der Hammer: Der Bezirksrat hebt das Budget und die Festsetzung des Steuerfusses auf. Dies, weil keine geheime Abstimmung hätte stattfinden dürfen. Auch der Stichentscheid Räuftlins war nicht zulässig. Am 20. Januar wird die Abstimmung vor vollen Publikumsrängen wiederholt. Diesmal setzen sich die Gegner einer Steuererhöhung durch, der Steuerfuss bleibt bei 91 Prozent.

An der Budget-Sitzung vom 30. November dann verbucht Links-grün doch noch einen Erfolg. Mit freundlicher Unterstützung der Mitte-Fraktion erhöht der Gemeinderat den Steuerfuss auf 94 Prozent. (Foto: Christian Merz)

Ein knappes Ja zum Dübendorfer Mehrzweckgebäude

Nach einem langen und emotionalen Abstimmungskampf sagen die Dübendorferinnen und Dübendorfer am 29. Februar Ja zum neuen Mehrzweckgebäude beim Kulturzentrum Obere Mühle. Der Entscheid für das 8,5-Millionen-Projekt fällt mit 52,5 Prozent Zustimmung knapp aus. 

Zuerst sieht es gut aus für das Vorhaben: Der Kanton genehmigt den öffentlichen Gestaltungsplan und die angepasste kommunale Nutzungsplanung. Doch gegen die Baubewilligung geht ein Rekurs ein, womit sich die auf Sommer 2022 geplante Eröffnung um mindestens ein halbes Jahr verzögert – sofern das Abenteuer vor dem Baurekursgericht endet und die Stadt Recht bekommt.

Immerhin, das etwas sperrige «Mehrzweckgebäude» bekommt einen neuen Namen. Es heisst jetzt «Speicher». (Visualisierung: PD)

Swiss mottet Jets auf dem Militärflugplatz Dübendorf ein

Es ist eines dieser ikonischen Bilder, die den Menschen auch noch Jahre nach der Corona-Krise in Erinnerung bleiben werden: Die dicht an dicht aufgereihten Flugzeuge von Swiss, Edelweiss und Helvetic Airways auf dem Militärflugplatz Dübendorf während des Lockdown.

Am 18. März landet die erste Maschine in Dübendorf, beobachtet von zahlreichen Schaulustigen. In den folgenden Tagen kommen 22 weitere dazu – und das Interesse des Publikums nimmt nicht ab, weshalb die Polizei die Zufahrtsstrasse abriegelt. Damit an den eingemotteten Fliegern keine teuren Standschäden entstehen, müssen sie aufwendig gewartet werden. 

Am 15. Juni beginnt die Swiss damit, ihre Maschinen zurück zum Flughafen Zürich zu fliegen. (Foto: Christian Merz)

Fällander alt Gemeindepräsident Richard Hirt ist tot

Der Fällander alt Gemeindepräsident Richard Hirt verstirbt am 8. April im Alter von 80 Jahren. Die Menschen trauern um einen volksnahen, umtriebigen Menschen und Politiker, für den Parteigrenzen immer zweitrangig waren. 

Richard Hirt war von 2002 bis 2014 Gemeindepräsident von Fällanden. Von 1989 bis 2007 sass er für die CVP im Zürcher Kantonsrat, den er im Amtsjahr 1999/2000 präsidierte. Ausserdem war er Präsident des Fluglärmforums Süd. (Foto: Archiv)

Gescheiterte Massenschlägerei in Dübendorf

Die Sprayereien von GC-Ultras nehmen in Dübendorf immer mehr zu. Neben zum Teil grossflächigen Reviermarkierungen tauchen wiederholt Symbole aus der rechtsextremen Szene auf. 

Am 30. Mai schliesslich bahnt sich auf dem Fussballplatz Zelgli eine Massenschlägerei an. Dutzende FCZ-Anhänger sind angereist, um ihre territorialen Ansprüche geltend zu machen. Doch die Kontrahenten tauchen nicht auf. Dafür aber die Polizei, die die Personalien der Anwesenden aufnimmt. (Foto: Lukas Elser)

Mit Schul-Provisorium gegen Platzmangel in Egg

Am 3. Juni steht der Rohbau des «Bützi»-Provisoriums. 48 Stunden hat es gedauert, die 40 Module zu einem zweistöckigen Pavillon zusammenzufügen. Das Provisorium umfasst sieben Klassenräume und soll den Platzmangel in der Schule Egg beheben.

Nötig wurde der Bau, weil sich die Stimmberechtigten am 25. November 2018 gegen einen Baukredit von 23 Millionen Franken für die Erweiterung der Schulanlage Bützi ausgesprochen hatten.

Der Pavillon ist dagegen mit Kosten von drei Millionen Franken vergleichsweise günstig, soll aber nach den Plänen des Gemeinderats auch nur maximal zehn Jahre stehen bleiben. Bis dahin wollen die Verantwortlichen ein neues Projekt ausarbeiten, das auch von der Bevölkerung mitgetragen wird.

Keine Pavillon-Erweiterung in Mönchaltorf

Die Pläne für den Ausbau des Pavillons neben der Kirche werden sistiert: das gibt die reformierte Kirchenpflege Mönchaltorf am 21. Juni bekannt. Sie begründet den Entscheid mit einer Umfrage, die nur einen geringen Rücklauf hatte und darüber hinaus kein eindeutige Aussage über den Volkswillen ermöglichte.

Schon der Kauf des Pavillons für 350'000 Franken von der Politischen Gemeinde kam nur dank einer hauchdünnen Mehrheit zustande. Der Ausbau sollte nun nochmals 350‘000 bis 400‘000 Franken kosten.

An der Kirchgemeindeversammlung vom 24. Juni herrscht dann von Anfang an eine konfrontative Stimmung und die Kirchenpflege muss eine ganze Breitseite an Kritik einstecken – allerdings vor allem, weil sie auf einen Versammlungsablauf mit maximalen Redezeiten besteht. (Foto: Dario Aeberli)

Umfahrungsstrasse Uster West ist tot

Die Umfahrungsstrasse «Uster West» wird definitiv nicht gebaut. Am 1. Juli erklären der Kanton Zürich und die Stadt Uster das Projekt aus umweltrechtlicher Sicht als «nicht bewilligungsfähig». Dem Entscheid liegt ein Urteil des Baurekursgerichts zugrunde. Dieses hatte Ende 2018 Naturschützern Recht gegeben, die sich gegen eine neue Moorschutzverordnung gewehrt hatten.

«Uster West» ist kaum zu Grabe getragen, da melden sich schon die Befürworter der Unterführung Winterthurerstrasse zu Wort. Mit einer Einzelinitiative wollen sie erreichen, dass die Kantonsregierung eine entsprechende Vorlage ausarbeitet. Der Kantonsrat überweist die Forderung Mitte November an den Regierungsrat.

Auch der Ustermer Stadtrat wird aktiv und legt am 10. Dezember sein Bahnquerungskonzept vor. Darin enthalten sind Unterführungen an der Winterthurer- und Zürichstrasse sowie – lediglich angedacht – eine Unterführung an der Aathalstrasse. Ausserdem sind weitere Unterführungen nur für den Langsamverkehr vorgesehen. (Foto: David Kündig)

 Mit einer Finte gegen den Quartierladen Pfaffhausen

Am 8. Juli genehmigt die Fällander Gemeindeversammlung 490'000 Franken für die Sanierung und den Umbau eines Quartierladens mit Café in Pfaffhausen. Doch die Gegner des Projekts geben sich nicht geschlagen. Als die meisten Befürworter die Versammlung bereits verlassen haben, stellen sie einen Antrag auf Urnenabstimmung – und kommen damit durch.

Doch zu einer Abstimmung wird es erst einmal nicht kommen. Denn am 9. Dezember hebt der Bezirksrat den Beschluss über den Umbaukredit auf. Er begründet seinen Entscheid damit, dass Gemeinderätin Maia Ernst (GLP) und Gemeinderat Pierre André Schärer (parteilos) die Ausstandspflicht missachtet hätten. Die Fällander Regierung nimmt das Urteil erst «mit Befremden» zur Kenntnis, entzieht Schärer dann aber zwei Tage später das Dossier. (Foto: Thomas Bacher)

Vorläufiges Aus für Schwerzenbacher Grossüberbauung

Die Überbauung Ifang-Park kann nicht realisiert werden. Wie am 14. August bekannt wird, hat das Verwaltungsgericht die Baubewilligung für die Siedlung mit 128 Wohnungen, diversen Ateliers und Gewerberäumen aufgehoben. Das Urteil ist ein Sieg für den Besitzer des Sexclubs Globe, der seit Jahren gegen das Projekt in seiner Nachbarschaft kämpft.

Auf der Gemeindeverwaltung ist man konsterniert über den Entscheid. Er habe es noch nie erlebt, dass die Bewilligung für eine so grosse Überbauung «einfach so» aufgehoben werde, sagt Karl Rütsche, der Leiter Bau und Liegenschaften. (Foto: Christian Brändli)

Volketswiler Durchgangszentrum eröffnet

Knapp sieben Monate nach dem Spatenstich wird das Volketswiler Durchgangszentrum am 15. August eröffnet. Die feierliche Einweihung findet wegen Corona ohne die Bevölkerung statt, als Vertreter des Kantons ist Regierungsrat Mario Fehr (SP) angereist. In ihren Ansprachen sparen die Redner nicht mit Lob für die gute Zusammenarbeit von Gemeinde und Kanton sowie die Einhaltung des strammen Zeitplans.

Das Vorhaben stiess bei einigen Anwohnern anfänglich auf Skepsis. Sie äusserten Sicherheitsbedenken, übten Kritik an der Höhe der Baukosten und kritisierten Projektdetails wie beispielsweise die Anzahl Parkplätze. Die Volketswiler Stimmbürger hiessen den Baukredit in der Höhe von 7,5 Millionen Franken im Mai 2019 aber deutlich gut. (Foto: Christian Merz)

Proteste nach Abgang von Ustermer Chefärztin

Am 18. August wird bekannt, dass sich das Spital Uster von Chefärztin Esther Bächli getrennt hat, die 15 Jahre lang am Spital als Departementsleiterin Medizinische Disziplinen wirkte. Offiziell wird der Schritt damit begründet, dass sich die Vorstellungen Bächlis nicht mit den strategischen Zielen des Spitals hätten in Einklang bringen lassen.

Die Kündigung wirft hohe Wellen. So unterzeichnen 102 ehemalige Ärztinnen und Ärzte des Spitals einen offenen Brief an den Verwaltungsrat und die Leitung des Spitals Uster. Darin stellen sie die Frage, «ob hier eine Entscheidung getroffen wurde, welche die Prinzipien der Wirtschaftlichkeit und politische Interessen höher gewichtet als das Patientenwohl».

Am 26. September beteiligen sich Ustermer Ärzte an einer Demonstration in Bülach, wo sich die Ärzteschaft gegen die Entlassung von Chefarzt Nick Zerkiebel zur Wehr setzt. Anfang Oktober dann nimmt die Uster Stadtpräsidentin und Spital-Verwaltungsrätin Barbara Thalmann (SP) gegenüber dieser Zeitung erstmals Stellung. Sie sagt, Bächli habe das Spital aus freien Stücken verlassen.

Bezirksgericht Uster: Besko muss in den Knast

Es ist der Fall, der dieses Jahr am Bezirksgericht Uster für das grösste Aufsehen sorgt: Am 20. August wird Besijan Kacorraj für seinen Überfall auf eine Post in Dübendorf und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 51 Monaten und zehn Jahren Landesverweis verurteilt

Das Medieninteresse ist deshalb so gross, weil es sich beim Verurteilten um den Rapper Besko handelt. Dieser hat schon bereits 2009 einen Raubüberfall begangen und sich danach öffentlichkeitswirksam gegen die drohende Ausschaffung gewehrt.

Beskos Schicksal sorgte damals landesweit für Aufsehen und Anteilnahme, dennoch wurde er 2016 nach seiner Gefängnisstrafe in den Kosovo ausgeschafft. Die Tat in Dübendorf beging er im Rahmen eines erlaubten Familienbesuchs, weshalb die SVP im Nationalrat einen Vorstoss gegen den «Urlaub für Ausgeschaffte» einreichte. (Foto: Keystone)

Dübendorfer Stadtrat entmachtet Jacqueline Hofer

Der Dübendorfer Sozialbereich sorgt 2020 wiederholt für Schlagzeilen. So kündigt die umstrittene Sozialhilfechefin, die wegen eines fremdenfeindlichen Facebookposts unter Beschuss geraten war. Dann kassiert die Sozialbehörde vom Bezirksrat eine Rüge, weil sie sich bei der Ausschreibung für die Asylbetreuung gesetzeswidrig verhalten hat.

Gerügt wird auch Gemeinderätin Flavia Sutter (Grüne), und zwar vom Stadtrat. Der Grund: Sutter hat den Leiter der Sozialabteilung in den Medien kritisiert. Und schliesslich vermeldet der Ombudsmann auch noch deutlich mehr Beschwerden im Bereich Soziales.

Am 18. September dann der Eklat: Der Stadtrat entzieht Sozialvorsteherin Jacqueline Hofer (SVP) das Sozialhilfe-Dossier und stellt den Leiter der Sozialabteilung per sofort frei. Dies unter anderem wegen erneuten Medienberichten über gravierende Missstände rund um das Sozialamt.

Weiter kündigt der Stadtrat eine umfassende Untersuchung an. Diese wird begleitet von einer Spezialkommission mit Mitgliedern aus dem Gemeinderat, deren Schaffung das Parlament am 2. November einstimmig genehmigt. (Foto: Christian Merz)

Maurmer sagen Ja zu Feuerwehrgebäude

Am 27. September genehmigen die Maurmer Stimmberechtigten 9 Millionen Franken für ein Bevölkerungsschutzgebäude für Feuerwehr, Zivilschutz und Samariterverein. Die Zustimmung fällt mit 71 Prozent ähnlich deutlich aus wie die Ablehnung eines ähnliches Projekts vier Jahre zuvor. Im Vergleich zu damals haben die Planer auf eine Wertstoffsammelstelle verzichtet, was eine Einsparung von rund einer Million Franken mit sich brachte. (Visualisierung: PD)

Greifenseer schicken Erweiterung des Altersheims bachab

«Fremdkörper», «sechsstöckiger Klotz», «Verschandelung des Dorfs»: An der Greifenseer Gemeindeversammlung vom 30. September gehen die Gegner mit den Erweiterungsplänen des Altersheims Zentrum im Hof hart ins Gericht – und verlangen nach einem Alterskonzept. Am Ende sprechen sich mehr als zwei Drittel der Anwesenden gegen eine Unterstützung des Vorhabens durch die Gemeinde aus. Die Stiftung bleibt auf Planungskosten von 300'000 Franken sitzen. (Visualisierung: PD)

Der grosse Planungsstopp auf dem Militärflugplatz

Der Bundesrat teilt am 14. Oktober mit, dass er nun doch keine Privatjets auf dem Militärflugplatz will. Er begründet seinen Entscheid mit dem Widerstand der Anrainergemeinden, aber auch mit einem grösseren Koordinationsbedarf mit dem Flughafen Zürich und Bedenken aufgrund möglicher Klagen privater Grundeigentümer wegen tiefen Überflügen.

Während sich die Anrainer wieder Chancen für ihr Alternativkonzept für einen Historischen Flugplatz mit Werkflügen ausrechnen, ist die Flugplatz Dübendorf AG konsterniert. Die AG war als Betreiberin vorgesehen und will nun vom Bund zehn Millionen Franken für bereits erbrachte Leistungen einfordern. 

Doch auch für den geplanten Innovationspark auf dem Flugplatz sieht es nicht rosig aus, denn das Verwaltungsgericht hebt im Juli den Gestaltungsplan auf. Der Regierungsrat zieht das Urteil Mitte September ans Bundesgericht weiter, präsentiert aber gleichzeitig ein Plan B. Für diesen bräuchte es keinen Gestaltungsplan, dafür aber die Unterstützung der Anrainer – und auf einmal sind die Gemeinden in die Planung involviert. (Visualisierung: PD)

Das Kulturzeughaus Uster nimmt wichtige Hürde

Das Kulturzentrum auf dem Zeughausareal in Uster ist einen Schritt weiter. Der Gemeinderat genehmigt am 9. November 2,3 Millionen Franken für die Projektierung, ein Rückweisungsantrag der SVP bleibt chancenlos. Die Debatte im Rat dreht sich um eine angeblich arrogante Kulturszene, Parkplätze und die Finanzierung. Der Stadtrat rechnet mit Gesamtkosten von 30 Millionen Franken inklusive Tiefgarage. (Visualisierung: PD)

Dübendorfer sagen erneut Nein zu Tagesschule

Am 29. November votieren die Dübendorfer mit 59 Prozent Nein-Stimmen gegen eine Tagesschule. 20 Jahre nach dem Nein zu einer vergleichbaren Initiative erhalten die Pläne von Links-grün damit erneut eine deutliche Abfuhr. Die Abstimmung hat ein juristisches Nachspiel in Form einer Aufsichtsbeschwerde. So monieren die Initianten, dass der Initiativtext in der Abstimmungsbroschüre nicht abgedruckt wurde. Zudem habe der Stadtrat Halbwahrheiten verbreitet. (Foto: Thomas Bacher)

Fusion der Spitäler Uster und Wetzikon gescheitert 

Am 11. Dezember teilen die Spitäler Uster und Wetzikon mit, dass die geplante Fusion geplatzt ist. Das Vorhaben sei mit zu vielen Risiken behaftet, begründen die Verantwortlichen ihren Entscheid. Auch der Zeitdruck spielt eine Rolle, müssen die Bewerbungsunterlagen für die Spitalplanung doch Anfang Juli 2021 eingereicht werden. 

Nach dem Scheitern der Spitalfusion bleibt für den Ustermer Spitalzweckverband die Frage, welche Rechtsform er künftig haben soll. (Foto: Seraina Boner)

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