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Kunst in vier Räumen

Bäretswiler Künstler organisieren Mini-Art-Tour

Während zehn Tagen stellt eine Gruppe von Bäretswiler Künstlern ihre Arbeiten in vier Räumen aus. Eine kleine Open-Air-Festwirtschaft serviert dazu Raclette und Glühwein.

Rico
Steinemann
Freitag, 04. Dezember 2020, 20:00 Uhr Kunst in vier Räumen

Es ist ein kleiner Lichtblick in Zeiten von allenthalben abgesagten Weihnachtsmärkten und sonstigen Anlässen: In Bäretswil hat sich eine Gruppe von Künstlern um Heinz Studer zusammengetan und die kleine Mini-Art-Tour «4xeinzigART» organisiert, die gleichzeitig in vier verschiedenen Ateliers stattfindet. Die Räume werden ab Freitag, 11. Dezember, während zehn Tagen am Stück jeweils von 14 bis 21 Uhr geöffnet.

«Es soll entspannt zu und her gehen und kein Gedränge geben»

Heinz Studer, Bäretswiler Künstler

«Zu Beginn dachten wir an eine Ausstellung in einem Raum und an zwei Wochenenden. Wegen der Corona-Pandemie war das aber schlicht nicht möglich», sagt Studer. So habe man die Ausstellung bewusst auf zehn Tage verteilt. «Es soll entspannt zu und her gehen und kein Gedränge geben», sagt Studer, der mit Gabriela Gründler in seinem Bäretswiler Atelier Schwemmholz, Naturstein und Keramik zu Kunstobjekten verarbeitet.

Idee entstand im Sommer

Die Idee zu dieser Gruppenausstellung sei schon im Sommer entstanden. Als er seinem Bekannten Daniel Flückiger, der seine Kunst aus Holz herstellt, davon erzählte, sei dieser sofort dabei gewesen. Bald darauf waren auch der Hinwiler Fotograf Koni Frey und die Schmuckdesignerin Susanne Däuber mit an Bord. «Meines Wissens hat es so eine gemeinsame Ausstellung in Bäretswil schon lange nicht mehr gegeben», sagt Studer.

In die Hände spielte der Gruppe, dass gegenüber von Studers Atelier eine weitere Räumlichkeit leer steht. Da erst im Januar wieder jemand einzieht, dürfen die Künstler den leeren Raum benützen. Zuletzt seien noch unerwartet die Büroräume eines Kollegen dazugekommen, womit sie nun vier grosse Räume bespielen konnten.

«Anstatt dass nun jeder von uns in einem Raum seine Kunstwerke ausstellt, haben wir uns gefragt, wie man die verschiedenen Objekte harmonisch kombinieren könnte.» Eine solche Idee habe er schon länger im Kopf gehabt, sagt Studer.

Wie lässt sich eine Holzschale mit Schmuck kombinieren? Welches Objekt passt zu einer Landschaftsfotografie? Solche Fragen hätten sie sich beim Einrichten der vier Räume gestellt. «Es ist kein einfaches Unterfangen, denn es treffen vier unterschiedliche Charaktere aufeinander. Aber wir kennen uns und haben uns gefunden.»

Festliche Stimmung

Die vier Ausstellungsräume liegen an der Bettswilerstrasse 2a und alle so nah beieinander, dass man zu Fuss zwischen ihnen wechseln kann. Dabei stellt jeder der ausstellenden Künstler und Künstlerinnen neue Arbeiten aus. Für die Gemütlichkeit gebe es draussen eine kleine Festwirtschaft, sagt Studer. «Es gibt Raclette, Glühwein und Tee. Nachdem die Weihnachtsfenster im Dorf abgesagt worden sind, hoffen wir, dass wir den Gästen so ein bisschen festliche Stimmung bieten können.»

Auch draussen gelten die üblichen Corona-Abstandsregeln, hält Studer fest. Und fügt gleich an: «Es ist nicht so, dass wir diesen Anlass auf Teufel komm raus durchführen. Wir haben bei der Gemeinde ein Pandemiekonzept abgegeben, das abgenommen wurde. Und wir werden natürlich laufend beobachten, wie sich die Situation entwickelt.» Falls der Bundesrat beispielsweise entscheiden würde, dass nur noch 20 Personen für solche Anlässe zugelassen seien, könnten sie das jederzeit anpassen.

Die «4xeinzigART»-Ausstellung beginnt am Freitag, 11. Dezember und ist bis am 20. Dezember täglich von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Weitere Infos auf Heinz Studers Website.

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