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Der Altherr-Turm in Uster wird vorläufig nicht wieder aufgebaut

Die Reparatur des Altherr-Turms wäre relativ kostspielig. Die Stadt Uster will das Kunstwerk deshalb vorläufig nicht mehr aufstellen.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 03. Dezember 2020, 15:17 Uhr
Der Altherr-Turm wird sein Dasein vorläufig weiter in der Horizontalen fristen.
Foto: Archiv

Das Kunstwerk «Turm» des 2018 verstorbenen Künstlers Jürg Altherr wird vorerst nicht wieder montiert. Das 18 Meter hohe Werk weist einen gravierenden Konstruktionsmangel auf, dessen Behebung mehrere zehntausend Franken kosten würde. Die Stadt Uster als Eigentümerin will das nicht bezahlen.

Zwei Experten hätten den Konstruktionsmangel bestätigt, teilte die Stadt Uster am Donnerstag mit. Diese hatten die Konstruktion begutachtet, nachdem sich nach der Einweihung am 29. Juni 2019 zwei der 120 Seile gelöst hatten, die den Turm mit ihrem Gewicht in der Balance halten sollen.

Die Klemmplatten, welche die Seile zusammenhalten, erfüllten ihre Funktion nur ungenügend. Deshalb bestehe besonders bei Temperaturwechsel die Gefahr, dass einzelne Seile sich lösen könnten.

Der Turm wurde damals aus Sicherheitsgründen unverzüglich demontiert. Die Staatsanwaltschaft verurteilte im April 2020 zwei Personen zu Geldstrafen wegen «Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunst».

Private sollen Reparatur finanzieren

Um den Mangel zu beheben, müssten die Klemmplatten ersetzt werden. Dafür dürften Kosten in der Höhe von mehreren zehntausend Franken entstehen. Zuviel für die Stadt Uster.

«Angesichts der wegen Corona angespannten Finanzlage verzichtet der Stadtrat vorläufig auf eine Reparatur und Montage des Kunstwerks», heisst es in der Mitteilung. Man anerkenne aber die Bedeutung des Werks weiterhin. Der Stadtrat sei deshalb offen, allfällige private Initiativen zu unterstützen, die das Kunstwerk an einem geeigneten Ort aufrichten möchten.

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