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Oberländer Lernende zeigen, was sie können

Der diesjährige Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland ging am Sonntag, 8. November, mit der Preisverleihung zu Ende. Trotz Mehraufwand zeigten sich alle Beteiligten mit der kurzfristigen Umstellung auf einen Online-Event zufrieden.

Sebastian
Schuler
Samstag, 14. November 2020, 08:00 Uhr

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland erstellt. 

Statt in der Wetziker Turnhalle Widum fand der Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland (LWZO) in diesem Jahr online statt. Wie die Präsentation der Projekte fand auch die Preisverleihung am Sonntagnachmittag virtuell statt. Aus den 42 Projekten, die aus Einzel- und Gruppenarbeiten bestanden, wählte die Jury fünf Arbeiten aus, die jeweils mit 500 Franken prämiert wurden.

Überraschender Sieg

Zu den Siegerinnen und Siegern gehört Alexandra Gautschi, die eine Lehre zur Bäckerin-Konditorin-Confiseurin bei der Firma Voland in Steg macht. Bei ihrem Projekt kreierte sie ein achtbeiniges Schokoladenpferd und überzeugte die Jury auch mit einer ausführlichen Dokumentation. Mit dem Sieg rechnete Gautschi überhaupt nicht. «Viele meiner Pläne waren so nicht umzusetzen. Deshalb musste ich mich mit einigen Zwischenlösungen zufrieden geben.»

Aus dem Berufsfeld der Schreiner wurde Sebastian Kuhn prämiert. Er absolviert bei der Firma Ebinger Schreinerei in Uster die Ausbildung zum Schreiner EFZ und hat ein Sideboard hergestellt. «Ein schlichtes Möbel, das eine aussergewöhnlich formale Sprache spricht», lobt die Jury sein Projekt. Das dritte ausgezeichnete Einzelprojekt ist von Lianne Appenzeller, die eine Lehre zur Raumausstatterin EFZ bei der Firma Wälty Wohnhandwerk in Bäretswil absolviert. Sie restaurierte ein altes Bett und überzeugte die Jury mit viel handwerklicher Qualität.

Projekte voller Kreativität

Nebst den drei Einzelprojekten wurden zwei Gruppenprojekte ausgezeichnet. Lara Montano, Flurina Schmidlin und Severin Hossmann, die alle drei die Konstrukteur-Lehre bei der Firma Ferag AG in Hinwil absolvieren, konstruierten eine Hebebühne für ein Motorrad. Beim zweiten prämierten Gruppenprojekt handelt es sich um einen umgebauten, verunfallten LKW. Dahinter stecken Nico Hess, Alain Bossert, Maik Jenni, Yanick Schmid, Silvan Kech und Fabio Ugoletti, allesamt Lehrlinge beim Armeelogistikcenter Hinwil und in der Ausbildung zum Automobil-Mechatroniker EFZ.

Jury-Mitglied Michael Schmieder betonte in der Schlussrede, dass auch bei den nichtprämierten Projekten ersichtlich war, dass viel Herzblut, Kreativität und Freude in die Arbeit gesteckt wurde. «Die Jugendlichen hatten Interesse, zu zeigen, was sie können.», sagt Schmieder. Besonders beeindruckt war er davon, wie rasch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Projekte für die Online-Durchführung umrüsteten. «Für die kurze Zeit, die Ihnen zur Verfügung stand, haben sie es irrsinnig gut gelöst.»

Alle Projekte finden Sie unter: www.lwzo.ch/online