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Ausstellung «Singen im Tösstal»

Auf den Spuren der Tösstaler Singtradition

Das diesjährige Thema für die Ausstellung im Ortsmuseum Wila lautet «Singen im Tösstal». Aus Anlass des Jubiläums «175 Jahre Männerchor Wila» hat sich die Museumkommission ganz der Geschichte der Tösstaler Singvereine gewidmet.

Redaktion
Züriost
Montag, 09. November 2020, 09:31 Uhr Ausstellung «Singen im Tösstal»

Das Singen im Tösstal hat eine lange Tradition. Und 175 Jahre Chorgeschichte sind ein guter Grund zum Feiern.  Im Jubiläumsjahr des Männerchors Wila ist aber vieles anders als gewohnt. So musste aufgrund der Coronapandemie auch das geplante Sängertreffen im Juni ausfallen . Dafür bietet das Ortsmuseum Wila in Zusammenarbeit mit dem Ortsmuseum Turbenthal den Chören in diesem Jahr eine Bühne – in anderer Art und Weise.

Sachfilm «Singen im Tösstal»

Vorgestellt werden in der Ausstellung «Singen im Tösstal» 18 Chöre aus dem Tösstal. Das Hauptaugenmerk liegt erwartungsgemäss auf dem Jubilar – dem Männerchor Wila, welcher heute Teil der Chorgemeinschaft Landenberg ist.

Wolfgang Wahl, Historiker und Präsident der Museumskommission, hat die Protokolle aus 175 Jahren Chorgeschichte und viele weitere Quellen aus unzähligen anderen Vereinen gelesen. Anschliessend hat er zusammen mit den weiteren Kommissionsmitgliedern die interessantesten Punkte herausgearbeitet.

«Singen hat eine Riesentradition, die Vereine sorgen für Zusammenhalt.»

Wolfgang Wahl, Historiker und Präsident Museumskommission

Zahlreiche Objekte aus der Vereinsgeschichte sind auf der Ausstellungsfläche des Wilemer Ortsmuseums zu besichtigen. Mehrere Hörstationen bieten die Möglichkeit, einen musikalischen Eindruck zu erhalten.

Enthalten sind ausserdem Interviews von Sängerinnen und Sängern, die über die Chorgeschichte, die persönliche Bedeutung des Singens und ihren persönlichen Blick in die Zukunft reden. Zudem informiert ein Sachfilm über das Singen im Tösstal – kurzweilig, informativ und mit Luftaufnahmen aus der Region.

Viele Stunde Arbeit

«Die Ausstellung soll verbinden, deshalb stellen wir insgesamt 18 Vereine vor. Wir betrachten Wila als lokalen Verein, eingebettet in die Region. Singen hat eine Riesentradition, die Vereine sorgen für Zusammenhalt», sagt Wolfgang Wahl. So wird auch besonders dem gesellschaftlichen Aspekt, der Gemeinschaft die wichtig ist für die Sänger, Rechnung getragen.

Hunderte Stunden Arbeit wurden investiert um einen umfassenden Blick auf die Geschichte zu werfen. Entstanden ist ein sehenswertes Gesamtbild, im Wissen darum, nicht jeden Verein erfasst zu haben. Dafür sei die Singtradition im Tösstal zu umfangreich, die Vereine zu zahlreich, so Wahl.

Am Samstag wurde die Ausstellung mit geladenen Gästen eröffnet: «Wir wollten vermeiden, dass wir interessierte Besucher am Sonntag nach Hause schicken müssen», erklärt Wahl. «Wegen Corona begrenzen wir die Besucherzahl auf 20 Personen, auch wenn auf der Gesamtfläche durchaus mehr zugelassen wären.» Das Ortsmuseum hat sich vorbereitet und ein umfassendes Schutzkonzept ausgearbeitet. (Melanie Henne-Issing)
 

Ausstellung im Ortsmuseum

Bis Ende April, jeweils zweimal im Monat, bietet sich noch die Gelegenheit, die Ausstellung «Singen im Tösstal» im Ortsmuseum Wila zu besuchen. Eine weitere Möglichkeit gibt es im Juni 2021 in Turbenthal. Ein Ausstellungskatalog mit umfangreichen Informationen sowie die DVD mit dem Sachfilm sind im Ortsmuseum erhältlich. Die Geschichte des Männerchors Wila ist zudem in einer Festschrift festgehalten.

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