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«Der Online-Wettbewerb hat erfolgreich gestartet»

Der Lehrlingswettbewerb Züri Oberland eröffnete am Mittwoch, 4. November, seine virtuellen Türen. Zum ersten Mal präsentieren die Lernenden ihre Projekte online. Eine Herausforderung - doch Lernende und Schüler haben sich gut damit arrangiert.

Tanja
Frei
Samstag, 07. November 2020, 14:00 Uhr

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland erstellt. 

Viele Lernende waren überrascht, als sie von der Online-Durchführung des Lehrlingswettbewerbs Züri Oberland (LWZO) hörten. «Zuerst waren wir etwas frustriert, haben aber schnell gemerkt, dass der Online-Wettbewerb viele Vorteile für uns hat», erzählen die angehenden Zeichnerinnen Delia Rüegg und Valérie Kündig. Ihr Projekt «Planen von morgen», bei welchem sie mit einer neuen Modellierungs-Methode ein Wohngemeinschaftshaus planten, bestand bereits digital, was vieles vereinfachte.

Auch die Lernende Raumausstatterin Lianne Appenzeller sieht die kurzfristige Umstellung positiv: «Natürlich ist es nicht dasselbe, die Personen online und nicht persönlich zu sehen. Ich denke aber, dass die Videokonferenzen eine gute Lösung sind.» Ihren Stand durfte sie trotzdem in der Werkstatt, in der sie arbeitet, aufstellen. «Für die Zukunft nehme ich mit, weiterhin spontan zu bleiben, denn kurzfristige Änderungen können immer vorkommen. Da können auch die Veranstalter nichts dafür.»

Eine neue Erfahrung ist der Online-Event auch für die Schülerinnen Shkurtesa und Romina vom Schulhaus Bachtel in Wetzikon. Sie hätten den LWZO am Donnerstag mir der Klasse besucht, verfolgen ihn nun aber online. «Wir können uns die Projekte ansehen und unsere Fragen stellen. Es ist schön, dass der Event trotz dieser besonderen Umstände stattfinden kann», so die Schülerinnen.

Grosse Selbstständigkeit und viel Herzblut

Ein Projekt ganz selbstständig umzusetzen war für die Auszubildenden ein wichtiger Schritt. «Ich finde es toll, diese Verantwortung tragen zu dürfen und konnte durch die grosse Selbstständigkeit viel lernen – auch aus Fehlern», erklärt Nina Hüppi, die sich zur Elektroinstallateurin ausbilden lässt. Sie hatte sich sehr darauf gefreut, am Stand zu stehen und ihr Projekt, eine selbst entworfene LED-Leuchte, die auch installiert wurde, zu präsentieren. «Die Website des LWZO war gut vorbereitet, was die Umstellung für mich erleichterte», so Hüppi.

Sogar bei einem der optisch grössten Projekte gelang die Komplettumstellung innert Kürze. Das Team von sechs angehenden Automobil-Mechatronikern, die ihre Ausbildung im Armeelogistikcenter in Hinwil absolvieren, präsentieren ihren LWK «Black Lander 410» nun im selbst eingerichteten Livestream-Raum. «Es war eine grosse Sache dieses Projekt durchzuführen», erzählt Projektleiter Yanick Schmid. Die Berufsschule ist auf die sechs Jungs zugekommen, wies sie ins Projekt ein und stellte ihre Anforderungen. «Die Umsetzung war sehr aufwändig und es steckt viel Herzblut drin. Dieses Projekt ist nichts Alltägliches», freut sich Schmid.

Alle Projekte finden Sie unter www.lwzo.ch/online