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Das Neuste zur Coronakrise

Zum Nachlesen: Die Medienkonferenz des Bundesrats am 21. Oktober

Nachdem der Bundesrat die Massnahmen zur Coronabekämpfung verstärkt und das Zepter wieder in die Hand genommen hat, diskutieren Experten über einen möglichen kurzen Lockdown. Der Bundesrat informiert hier live.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 21. Oktober 2020, 12:18 Uhr Das Neuste zur Coronakrise

Das Wichtigste in Kürze

  • Experten halten einen Mini-Lockdown von bis zu zwei Wochen für möglich
  • Die Pandemie-Lage in der Schweiz ist schlecht, sagt Bundesrat Alain Berset
  • Sollten die neusten beschlossenen Massnahmen nicht greifen, behält sich die Regierung weitere Schritte vor -wahrscheinlich schon am kommenden Mittwoch
  • Ob es zu einem Mini-Lockdown kommt, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden
  • Der Bundesrat informiert live

Ticker

15.46: Der Schluss

Die Pressekonferenz ist beendet. 

15.36 Uhr: Reise-Quarantäne soll diskutiert werden

Die Situation bezüglich der Reisequarantäne sei momentan nicht haltbar. Länder mit einer Inzidenz von 90 seien auf der Liste, weil der Grenzwert bei 60 liege. «Wir selber haben eine Inzidenz von 400. Das kann es nicht sein.»

15.34 Uhr: Wie lange dauert die zweite Welle?

Bleibt die Situation bis im Frühling so, oder gibt es ein Szenario, in dem die zweite Welle schnell überwunden werden kann? Das sei schwierig zu sagen, so Berset. Er schätzt, dass die Situation länger dauert, je weniger einschneidend die Massnahmen sind. Der Gesundheitsminister erinnert daran, dass der R-Wert unter 1 sinken müsste, damit die Ansteckungszahlen zurückgehen. Zurzeit liege der Wert bei 1.6 – zehn Personen stecken demnach 16 weitere an.

15.31 Uhr: Wirklich kein Lockdown

Verschlechtere sich die Situation nicht total unerwartet, werde man nächste Woche versuchen, einen Lockdown zu verhindern. Das sei auch das Ziel der bisherigen Massnahmen.

15.25 Uhr: Schulen sind Sache der Kantone

Der Bundesrat sieht schweizweiten Massnahmen in Schulen ab. Die Handhabung dortiger Schutzkonzepten liege bei den Kantonen. 

15.22 Uhr: Leute sollen nicht eingesperrt werden

Man wolle bei den Massnahmen nicht innerhalb der Altersgruppen unterscheiden. Berset weist darauf hin, dass ältere Personen eher gefährdet sind, was einen schweren Krankheitsverlauf angeht. Aus ethischen und gesellschaftlichen Gründen werde es aber kein Kontaktverbot geben. «Die Leute sollen nicht eingesperrt werden.»

15.16 Uhr: Zwei Optionen ausgeschlossen

Der Bundesrat versuche, so wenig Schaden wie möglich anzurichten. Was die Massnahmen angeht, schliesst er aber nur zwei Optionen aus: Einen monatelangen Lockdown oder nichts zu tun. Dazwischen sei jedoch alles offen. «Wir versuchen alles im richtigen Moment entscheiden, bevor es zu spät ist und nur noch eine Möglichkeit bleibt.» Man sei seit Monaten im Krisenmodus. In diesem müsse man ständig handeln, beobachten. «Die Situation ist so unbekannt und lässt sich nicht einschätzen.» Nach Automatismen könne man deshalb nicht gehen. 

15.12 Uhr: Kantone sollen reagieren

Stefan Kuster vom BAG hat das Wort. Die Verdopplung der Fallzahlen passiere nicht in jedem Kanton in der gleichen Geschwindigkeit. Jene Kantone, die eine schnelle Verdopplung verzeichnen, werden aufgefordert, schnellstmöglich zu reagieren. 

15.09 Uhr: In diese Richtung denkt der Bundesrat

«Wo landen wir, wenn wir nichts tun?» Das sei die Perspektive des Bundesrats. In der Politik passiere normalerweise nichts, wenn man untätig sei. «Wenn wir hier untätig sind, verschlechtert sich die Situation aber.» Es sei wichtig, im richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung zu treffen. Er weist noch einmal darauf hin, dass wenn die Kurve bis in einer Woche nicht abflacht, verstärkte Massnahmen ergriffen werden. 

15.04 Uhr: Wo steckt man sich an?

Ein Journalist merkt an, dass es in einigen Kantonen mehr Ansteckungen im öffentlichen Bereich als im privaten gibt. «Hat der Bundesrat mit den Massnahmen vom Sonntag das Ziel also verfehlt?» Berset verneint, der Bundesrat habe ja eingegriffen in den privaten Bereich. Damit spielt er auf die 15er-Regel an. Häufig vermischen sich privat und öffentlich, zum Beispiel wenn man nach einer öffentlichen Veranstaltung im privaten Rahmen eine Bar besucht. «Übertragungen finden überall dort statt, wo sich Menschen treffen ohne die Schtzmassnahmen einzuhalten», fügt Stefan Kuster vom BAG an

14.59 Uhr: «Alle Massnahmen sind möglich»

Ein weiterer Journalist will wissen, ob auch härtere Massnahmen als ein Mini-Lockdown möglich seien, zum Beispiel eine Ausgangssperre. Berset bejaht, appelliert aber an die Eigenverantwortung. «Hoffe nicht, in diese Richtung entscheiden zu müssen.»

14.57 Uhr: Kurze Lockdowns sind Option

Ein Journalist fragt, ob jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für einen kurzen Lockdown sei. Berset sagt, man habe darüber gesprochen und das sei durchaus eine Option - die nächsten Wochen würden zeigen, ob das nötig ist. Die Frage müsse man sich stellen, je nach Entwicklung der Lage. «Wir haben den Wunsch, schneller zu reagieren und bitten auch die Kantone, dies zu tun.»

14.56 Uhr: «Das ist die zweite Welle»

Die nächsten zwei bis drei Wochen seien entscheidend, was den weiteren Weg der Virusbekämpfung angehe. Berset ruft eindringlich dazu auf, sich an die Massnahmen zu halten. «Das ist die zweite Welle. Und sie ist nicht kleiner als die erste». 

14.55 Uhr: Lockdown soll verhindert werden

Berset weist darauf hin, dass ein Lockdown unbedingt verhindert werden soll. Um das zu erreichen, müsse man sich aber an die Regeln halten. Wenn man das Virus in den Griff bekommen möchte, müsse man das zusammen machen. 

14.50 Uhr: Homeoffice nicht nur ein Slogan

Alain Berset richtet sich an die Bevölkerung und ruft dazu auf, sich an die Regeln zu halten. Man solle auf private Feiern verzichten und wo möglich im Homeoffice arbeiten. Denn die Bekämpfung des Virus hänge nicht nur von politischen Massnahmen, sondern von der Ausführung jedes einzelnen ab. Gehe das Wachstum der Fallzahlen so weiter, gerate man irgendwann an die Grenze, was Hospitalisationen angehe. 

14.49 Uhr: Appell an die Kantone

Die Situation ist je nach Kanton unterschiedlich. Alain Berset appelliert deshalb an die Kantone, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und Massnahmen ergreifen, wenn nötig. 

14.46 Uhr: «Die Lage muss uns beunruhigen»

Die Lage sei ernst und beunruhige den Bundesrat. Aus diesem Grund habe man am Sonntag auch sehr schnell reagiert und Massnahmen ergriffen. Man sei sich bewusst, dass es circa zehn Tage dauere, bis man sieht, wie sich diese auswirken würden. 

Wirken diese aber nicht so wie gewünscht - also sinken die Fallzahlen nicht - werden neue Massnahmen im öffentlichen Bereich sowie bei Veranstaltungen ergriffen. «Es ist möglich, meiner Meinung nach sogar sehr wahrscheinlich, dass der Bundesrat nächsten Mittwoch diesen Schritt macht.»

14.45 Uhr: Fallzahlen verdoppeln sich

Das BAG mache sich sorgen, da sich die Fallzahlen von Woche zu Woche verdoppeln. «Spreche ich von Fallzahlen, meine ich die positiven Tests», sagt Berset. Dabei sei noch nicht klar, welche Folgen diese hätten. So wie sich die Fälle jetzt entwickeln, könne es schnell problematisch werden. Die steigende Zahl an Hospitalisierungen beunruhige den Bundesrat. «Noch vor drei Wochen hatten wir in Europa eine der besten Situationen. Drei Wochen später gehört die Lage in der Schweiz zu den schlechtesten», sagt Berset.

14.30 Uhr: Das Coronavirus

Nach den Krankenkassenprämien ist nun das Virus Thema. «Die Lage müssen wir sehr ernst nehmen», sagt Alain Berset. Der Bundesrat habe sich heute Morgen mit der Taskforce getroffen und Optionen besprochen. 

14.30 Uhr: Die Pressekonferenz geht los

Nach der Bundesratssitzung heute Morgen tritt Gesundheitsminister Alain Berset nun vor die Medien. Bevor das Corona-Virus Thema wird, geht es um den indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Maximal 10 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien». 

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