×
Coronavirus in Wetziker Altersheim

Zahl der Infizierten steigt

Exakt die Hälfte einer Abteilung im Alterswohnheim «Am Wildbach» hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Mitarbeiter sind zu Hause in Quarantäne, die Patienten dürfen keine Besucher empfangen.

Tanja
Bircher
Mittwoch, 21. Oktober 2020, 14:15 Uhr Coronavirus in Wetziker Altersheim
Im Wetziker Altersheim «Am Wildbach» haben sich fünf Patienten und vier Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt.
Foto: Seraina Boner

Nun ist es klar: Im Wetziker Alterswohnheim «Am Wildbach» haben sich insgesamt neun Personen mit dem Coronavirus infiziert. Bereits vergangene Woche hatte das Heim drei Fälle vermeldet. Jetzt liegen die Testergebnisse aller Mitarbeitenden sowie Patientinnen und Patienten vor, wie die Stadt mitteilt. 

Betroffen ist nur die Akut- und Übergangspflege, die vom restlichen Heim isoliert ist. 18 Personen wurden getestet; die Hälfte ist positiv, die andere Hälfte negativ. 

Abteilung für Besucher bleibt zu

Von den Infizierten seien fünf Patienten und vier Mitarbeitende. Es gehe allen Personen den Umständen entsprechend gut, heisst es in der Mitteilung weiter. Die positiv getesteten Mitarbeitenden befänden sich zu Hause in Isolation.

In Absprache mit dem Kantonsärztlichen Dienst der Gesundheitsdirektion bleibt die Abteilung für externe und interne Besucher weiterhin geschlossen. «Mit diesen Massnahmen soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden können.»

Nur auf Abteilung tätig

Laut Heimleiterin Brigitte Riederer besteht kein Kontakt zwischen der betroffenen Abteilung und dem Rest des Heimes. «Dass andere Bewohner oder Bewohnerinnen angesteckt wurden, ist daher eigentlich auszuschliessen.» 

«Erst wenn sie 48 Stunden symptomfrei sind, dürfen sie zur Arbeit zurückkehren.»

Brigitte Riederer, Leiterin Alterswohnheim «Am Wildbach» 

Auch die Mitarbeitenden seien einzig auf der Akut- und Übergangspflege tätig und auf keiner weiteren Abteilung im Einsatz. Getestet würden Personen, die allfällige Symptome hätten.

Die infizierten Mitarbeitende bleiben nun zehn Tage in Quarantäne. «Erst wenn sie 48 Stunden symptomfrei sind, dürfen sie zur Arbeit zurückkehren», sagt Riederer.  Unterdessen müsse das Heim temporäre Mitarbeitende einsetzen. Diese zu finden, stelle bisher noch kein Problem dar. 

Keine Erklärung

Dass keiner der fünf Patienten und Patientinnen, die allesamt zur Risikogruppe gehörten, einen schweren Krankheitsverlauf zeige, freue sie sehr, sagt Riederer.

Eine Erklärung könne sie dafür nicht liefern; man lese aber immer wieder, dass das Virus mutiert sei und sich nun in einer abgeschwächteren Form zeige.

Kommentar schreiben

Kommentar senden