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Dressurtage in Turbenthal

Tiggy Lenherr doppelt nach

Während dreier Tage standen Dressurpaare aller Kategorien im Gmeiwerch in Turbenthal im Einsatz. Der Sieg im Grand-Prix ging an Tiggy Lenherr mit Sir Stanley.

Redaktion
Züriost
Montag, 12. Oktober 2020, 10:26 Uhr Dressurtage in Turbenthal

Der Turnierhöhepunkt der Dressurtage vom Wochenende in Turbenthal war der Grand-Prix, den der Reitverein Tösstal zum ersten Mal durchgeführt hatte. Die Bedingungen liessen keinen Wunsch offen: eine top Infrastruktur, ideale Temperaturen bei Sonnenschein und eine rundum perfekte Organisation vorneweg.

Dies wurde von Reiterinnen und Reitern, von Richtern und auch von Zuschauern geschätzt, was sich sowohl in den ausgebuchten Teilnehmerfeldern, wie auch in den gut belegten Zuschauerplätzen widerspiegelte.

Imposante Stute

15 Paare traten zum Grand-Prix an. Melanie Hofmann und die imposante Westfalenstute So Wie Du legten als dritte Starter ein harmonisches Programm vor und erreichten eine Wertung von 70.8 Prozent. War das bereits der Sieg? Die Antwort liess nicht lange auf sich warten. Tiggy Lenherr mit Sir Stanley W doppelten auf ihren Grand-Prix Sieg in Winterthur und einem zweiten Rang in Deitingen nach und holten fantastische 72.13 Prozent.

«Das Pferd war sehr leistungsbereit.»

Richtergremium

Der erst zehnjährige Oldenburger knackte damit auch seine bisherige Bestleistung. «Das Pferd war sehr leistungsbereit und machte beinahe keine Fehler. Insbesondere die Kopfhaltung ist auffallend konstant, wodurch es sich von den anderen etwas abheben konnte», meinte das erfahrene Richtergremium, welches aus Barbara Gorsler, Hans Voser und Bernhard Scheu bestand.

Auf den Rängen zwei und drei platzierten sich Melanie Hofmann mit So Wie Du und Hansruedi Geissmann mit Ripasso. «Schön zu sehen, wie wir in der Schweiz wieder einige vielversprechende Paare haben», fasste der international richtende Hans Voser den Grand-Prix zusammen.

Graf, Suter und junge Pferde

In den M-Prüfungen am Freitag dominierten bekannte Namen. So wechselten sich Markus Graf mit Franklin Benjamin und Andrina Suter mit Del Curto mit den Plätzen eins und zwei ab. In beiden Prüfungen wurden die ersten vier Ränge von jungen Pferden belegt, welche allesamt nicht älter als acht jährig waren.

Am Samstag standen drei L-Prüfungen an. Beim Amateurprogramm teilten sich gleich zwei Paare den Siegerstrauss: Cornelia Doffey und d’Extra gewannen die Prüfung zusammen mit Christa Bächer und Fun Time II.

OK-Präsidentin Conny Kägi-Ruppli im Sattel von Goliath de Jeu. (Foto: PD)

Parallel dazu wurde das Programm L12 ausgetragen. Hier gab es für Andrina Suter einen Doppelsieg. Sie gewann mit Zan Amour und holte sich mit Qumaira trotz Fehlern den zweiten Rang.

Im L14 zeigte sich Qumaira konzentriert und holte sich wiederum den Sieg. Auch OK-Präsidentin Conny Kägi-Ruppli stieg in dieser Prüfung selbst in den Sattel und zeigte mit Goliath de Jeu eine gelungene Vorstellung, wofür sie mit dem Platz 4 belohnt wurden.

Sieg für Guerra

Der Sonntag war vormittags der Grundausbildung gewidmet, an welchem ein GA05 und ein GA06 ausgetragen wurde. Carmen Johanna Grill konnte mit Zimona von Worrenberg das GA05 und Hildegard Brändle mit Relaska JS das GA05 gewinnen.

Am Nachmittag stand ein weiterer Höhepunkt an. Hier führte lange Andrina Suter mit Unikat II, bevor Léonie Guerra mit dem Fuchs Luciano IV sie noch vom Siegertreppchen verdrängte.

Der Reitverein Tösstal zeigt eine Quadrille. (Foto: PD)

Ebenfalls zum ersten Mal war Turbenthal Austragungsort der Verkaufstage Norddeutscher Dressureliten. Zwölf auserlesene und vielversprechende Pferde wurden bereits am Donnerstag vorgestellt. Sie zeigten sich allesamt von ihrer besten Seite, obwohl sie am Tag zuvor eine mehrstündige Fahrt von Deutschland hinter sich hatten und am Zoll noch weitere drei Stunden aufgehalten wurden.

«So gut wie dieses Jahr ist es noch kaum gelaufen», meinte Ansprechsperson Theres Meier und ergänzte: «Bereits nach der ersten Präsentation konnten wir rund die Hälfte der Pferde verkaufen.» So wurden am Freitag nur noch vier Pferde vorgestellt, welche aber bis Sonntag allesamt den Besitzer wechseln durften. Die Pferde gehen nebst der Schweiz auch nach Holland oder Frankreich. (Corin Koch)

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