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Moderne Beleuchtung

Dem Illnau-Effretiker Stadtrat geht ein Licht auf

Die Stadt Illnau-Effretikon will ihre Verwaltung auf LED-Technologie umrüsten. Davon erhofft man sich nicht zuletzt auch Subventionen.

Redaktion
Züriost
Montag, 28. September 2020, 17:10 Uhr Moderne Beleuchtung
Geht es nach dem Stadtrat, dann sollen im Illnau-Effretiker Stadthaus künftig LED-Lämpchen leuchten.
Archivfoto: Seraina Boner

Als Energiestadt will Illnau-Effretikon auch bei der Beleuchtung einen nachhaltigen Kurs einschlagen. Schon seit einiger Zeit plant die Stadt sowohl die Steuerung der Gebäudetechnik als auch die Beleuchtung des Stadthauses zu erneuern. Ein Unterfangen, das sich Illnau-Effretikon über 1 Million Franken kosten lässt.

Alleine für die neue Beleuchtung hat der Stadtrat nun einen Kredit von 404'000 Franken bewilligt – so viel wie fünf topmoderne Elektro-SUVs kosten. 

Die Ausgabe entfällt zu Lasten der Investitionsrechnung 2021. Installiert werden sollen Spezialleuchten, die in Büros und Gewerbe zum Einsatz kommen. Betriebswirtschaftliche und energetische Überlegungen sprächen dafür, heisst es in einer Mitteilung.

Im Mai hat der Stadtrat den gebundenen Teil der Gesamtausgaben für den Ersatz der Storen-, Beleuchtungs und Heizungssteuerung bereits ausgelöst. Den Rest qualifiziert er nun als neue Ausgaben.

Sinkender Stromverbrauch

Viele der bestehenden Lampen sind direkt in die Akustikdecke eingebaut. Diese verursachen laut Stadtrat derzeit hohe Energie- und Wartungskosten. Neu läge die Anzahl an Leuchten deutlich tiefer. Rund 300 Leuchten könnten ersatzlos zurückgebaut werden. Die Stadt verspricht sich von der Massnahme zudem mit tieferen Wartungs- und Betriebskosten, eine bessere Farbwiedergabe und dass die Arbeitsplätze weniger stark geblendet werden wie bisher.

Mit dem Leuchtenersatz können nach Berechnungen der Stadt jährlich im Stromverbrauch bis ca. 180 Megawattstunden respektive 20'000 Franken eingespart werden. Die bereits bewilligten Projektierungskosten von 50'000 Franken vom Dezember 2019 sind im Kredit nicht enthalten und werden separat abgerechnet.

Geplanter Baubeginn wäre März 2021. Vorerst muss das Stadtparlament den Antrag des Stadtrats jedoch noch genehmigen. Die Behandlung ist auf die Sitzung von Donnerstag, 1. Oktober, angesetzt. Die Rechnungsprüfungskommission steht geschlossen hinter dem Vorhaben. In ihrem Abschied hält sie fest, dass die Investition in die neue Beleuchtung sowohl finanziell als auch sachlich angemessen sei. Speziell hervor hebt die vorberatende Kommission die Reduktion des Stromverbrauchs und der jährlichen Stromkosten. So habe sich die Investition nach rund 20 Jahren selbst finanziert.

Stadthaussaal muss warten

Beleuchtungstechnisch noch nicht aufgerüstet wird der Stadthaussaal. Zwar könnten dort mit dem Umstieg auf die Led-Technologie ebenfalls einige Leuchten ersatzlos aufgehoben werden. Der Beleuchtungsersatz in der bestehenden Akustik-Holz-Decke würde jedoch einen verhältnismässig grossen Zusatzaufwand auslösen. Zudem konnte bisher keine optisch zufriedenstellende Lösung gefunden werden, schreibt der Stadtrat.

Daher will die Behörde in einem separaten Projekt die Expertise eines Innenarchitekten beiziehen und im Budget 2021 einen Projektierungskredit einkalkulieren. Die Beleuchtung der Stadtbibliothek wird im Zusammenhang mit der neuen Möblierung ausgewechselt. Diese Ausgabe liegt in der Kompetenz des Ressortvorstehers Hochbau.

Für das Auswechseln der Beleuchtung kann die Stadt mit Subventionen rechnen. Aus je einem Förderprogramm des Fachverbandes der Beleuchtungsindustrie und der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich kann die Stadt Beiträge bis zu 70'000 Franken beantragen.

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