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Trotz Busbahnhof-Gedränge

Ruftaxis stossen bei der Stadt Uster auf Zustimmung

Der Ustermer Stadtrat will die Idee der Ruftaxis weiterverfolgen, die ein Parlamentarier lanciert hat. Schwierig erachtet er allerdings den Kapazitätsengpass beim Bahnhof Uster.

David
Marti
Mittwoch, 09. September 2020, 08:29 Uhr Trotz Busbahnhof-Gedränge
Auch das Trümplerareal soll mit Ruftaxis erschlossen werden.
Archiv

Der Grüne Gemeinderat Patricio Frei will mit Ruftaxis das ÖV-Netz erweitern. Abgelegene Ustermer Gebiete wie Werrikon, das Altersheim Dietenrain oder das Industrieareal Trümpler sollen mit diesem Angebot besser erschlossen werden.

Nun hat der Stadtrat in einer ersten Stellungnahme Freis Postulat unterstützt. Darin beruft sich die Ustermer Exekutive auf das Stadtentwicklungskonzept und das darin formulierte Mobilitätsziel «Uster steigt um!». Rufbusse und Ruftaxis könnten den Fuss- und Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr fördern, heisst es in der Antwort.

Busbahnof am Kapazitätslimit

Es gebe bereits verschiedene Beispiele von Gemeinden, welche dieses Angebot erfolgreich mit «angemessenem» Kosten-/Nutzenverhältnis einsetzten. «Der Stadtrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen und all die Fragen sogfältig zu prüfen», schreibt die Exekutive. Sorgen bereitet ihr «die räumlichen Möglichkeiten am Bahnhof Uster», die es zu beachten gelte. «Der Bushof ist bis zu seinem geplanten Ausbau am Kapazitätslimit.»

Patricio Frei nimmt die Absicht des Stadtrates wohlwollend zu Kenntnis. Einige Ustermer Gebiete seien heute schlecht angebunden. «Und ich wünsche mir, dass künftig nicht mehr alle Arbeiterinnen und Arbeiter des Trümplerareals mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen.» 

Über die Überweisung des Postulat an den Stadtrat entscheidet das Parlament an seiner Sitzung am 21. September.  

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