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Ustertag-Schiessen

Dieses Jahr stehen die Waffen still

Nachdem der Ustertag abgesagt wurde, fällt nun auch das traditionelle Schiessen im Vorfeld aus.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 01. September 2020, 19:12 Uhr Ustertag-Schiessen

Das diesjährige Ustertag-Schiessen am 14., 15. und 21. November findet nicht statt. «Das OK Ustertag-Schiessen hat die allgemeine Lage bezüglich des Coronavirus und die gegebenen Örtlichkeiten in der Schiessanlage Mühleholz in mehreren Sitzungen ausführlich diskutiert», teilten die Organisatoren heute Nachmittag mit.

Zu wenig Platz

Die Platzverhältnisse in den beiden Schützenhäusern Gewehr 300 Meter und Pistole 50 Meter respektive 25 Meter würden «keinen gesundheitlich sicheren Schiessbetrieb erlauben».

Die bestehenden Auflagen würden einen Wirtschaftsbetrieb verhindern, der gleichzeitig den gesetzlichen Normen entsprechen und die Bedürfnisse der Gäste abdecken könne. «Selbst mit hohem finanziellen und personellen Aufwand lassen sich die Schwierigkeiten nicht vollständig beheben.» Zudem sei eine Verbesserung der allgemeinen Lage in den nächsten drei Monaten nicht absehbar, heisst es weiter.

Aus diesen Gründen habe das Organisationskomitee beschlossen, den diesjährigen Anlass abzusagen. Das Schiessen findet traditionsgemäss im Vorfeld des Ustertags an drei verschiedenen Tagen statt.

Es kommt nicht aus dem Blauen Himmel

Der Entscheid kommt nicht überraschend. Bereits Mitte August haben die Organisatoren beschlossen, dass der diesjährige Ustertag wegen Covid-19 nicht stattfinden wird. Das Ustermer Fest auf dem Zimikerhügel soll an die Volksversammlung vom 22. November 1830 erinnern. Auf dem Hügel gegenüber der Burg kamen damals 10‘000 bis 12‘000 Männer aus der Zürcher Landschaft zusammen und stellten ihre Forderungen gegenüber der Stadt Zürich auf.

Damit die Erinnerungskultur an diesem Tag nicht ganz vergessen geht, findet um 10.30 Uhr eine spontane «Zusammenkunft» für alle Interessierten auf dem Hügel statt.

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