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Bier und Schokolade statt Millionensalär

FC Bauma will bei Messi-Poker mitbieten

Lionel Messi will den FC Barcelona verlassen. Der FC Bauma hätte Interesse und macht schon Mal ein inoffizielles Angebot.

Marco
Huber
Sonntag, 30. August 2020, 19:17 Uhr Bier und Schokolade statt Millionensalär
Die Zeichen stehen auf Abschied: Lionel Messi will den FC Barcelona verlassen.
EPA

Wohin wechselt Lionel Messi? Diese Frage beschäftigt aktuell die Fussballwelt. Die Liste der Interessenten wird immer länger: Manchester City, Inter Mailand, Paris St. Germain. Der Superstar will den Vertrag beim FC Barcelona nach 20 Jahren auflösen und diesen verlassen.

Ein Verein im tiefen Tösstal hätte grosse Freude, wenn der Argentinier auch in Zukunft für einen FCB auflaufen würde. Damit ist nicht eine provinzielle Fangemeinschaft des Champions-League-Siegers Bayern München gemeint, sondern der FC Bauma.

Nachdem SRF Sport seine Community auf Instagram fragte, bei welchem Club der sechsfache Weltfussballer am besten aufgehoben wäre, meldete der FC Bauma sogleich Interesse an. «Messi wäre bei uns sehr willkommen um das Ziel Aufstieg in Angriff zu nehmen», wird Präsident Werner Berger im Kommentar zitiert.

Segen für Baumer Offensive

Von Katalonien ins Tösstal? Vom Camp Nou auf die Schwendi? Jedenfalls wäre ein Messi ein Segen für die Offensive des FC Bauma, der seit Jahren versucht, wieder in die 3. Liga aufzusteigen.

Am Engagement der Baumer Fussballfunktionäre würde der Messi-Coup nicht scheitern. Und wenn dieser ablösefrei geht, könnte sich sogar der FC Bauma diesen Transfer leisten und hätte die fetten Schlagzeilen auf sicher.

Hier meldet der FC Bauma Interesse an Messi an, wenn auch nicht ganz ernsthaft.

Ein Problem werden könnten einzig die Personalkosten. Die Lohnsumme von rund 50 Millionen Franken könne man leider nicht stemmen, heisst es im Beitrag des FC Bauma weiter. Der Dorfverein würde deswegen auf eine Entschädigung in Naturalien zurückgreifen und Messi «nach dem Training ein Bier oder eine kalte Schoggi in der Schwendi offerieren», so Präsident Berger weiter.

Auch wenn der Sensationstransfer das bescheidene Budget des FC Bauma um ein x-faches sprengen würde, gäbe es eine Lösung: ein Crowdfunding. Dafür wäre auf Instagram eine Basis vorhanden. Über 400 Personen gefällt nämlich der Beitrag des FC Bauma. Würde jeder «Likende» nun 110'000 Franken lockermachen, könnte man Messis Salär bezahlen und ihn im beschaulichen Tösstal kicken sehen. Und wer weiss, vielleicht könnte es der kleine FCB sogar schaffen, Messi mit den Einnahmen aus Ticket- und Trikotverkauf, länger als ein Jahr zu verpflichten.

Aufgebrachte Fans

Während der möglichen Messi-Abgang in den sozialen Medien beschäftigt,hat diese Ankündigung in Barcelona erst recht einen riesigen Wirbel ausgelöst. Der Verein hat den Wechselwunsch kürzlich bestätigt. Anscheinend soll der neue Coach Ronald Koeman den Sonderstatus des Superstars in Frage gestellt haben.

Messi beruft sich auf eine Klausel, die es ihm erlauben soll ablösefrei zu gehen, was der Club allerdings bestreitet. Mittlerweile herrschen in der katalanischen Hauptstadt beinahe schon bürgerkriegsähnliche Zustände. Aufgebrachte Fans protestierten, forderten wiederholt den Rücktritt des Vereinspräsidenten. Diese Woche stürmte ein Mob von «Barça»-Anhängern das Stadion Camp Nou. Die Polizei musste einschreiten und für Ordnung sorgen.

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