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Nach der Stille im Lockdown der Ansturm

Im Mai meldeten sich ungewöhnlich wenige Gewaltopfer beim Frauenhaus Zürcher Oberland in Uster. Seit den Lockerungen des Corona-Lockdown sind die Anfragen aber massiv angestiegen. Das Frauenhaus ist auf zusätzliche Kapazitäten angewiesen.

Laura
Hertel
Frauenhaus in Uster an der Kapazitätsgrenze
Seit Anfang Juni verzeichnet das Frauenhaus Zürcher Oberland massiv mehr Anrufe als noch im Mai.
Symbolbild: Mirjam Müller

Während des Corona-Lockdown war es in den Frauenhäusern der Schweiz aussergewöhnlich still: Im Mai verzeichneten die Anlauftellen so wenige Anrufe von gewaltbetroffenen Personen wie noch nie – obwohl Experten eigentlich von einer Zunahme an häuslicher Gewalt ausgingen. Die Stiftung Frauenhaus Zürich sprach in einer Medienmitteilung von einem «gespenstischen Phänomen» und warf die Frage auf: «Wo sind die von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder, und wie geht es ihnen?»