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Bauernhaus in Flammen

Brand in Fischenthal – keine Personen und Tiere verletzt

Nahe der Grenze zum Kanton St. Gallen ist am Mittwoch ein Haus in Brand geraten. Die Feuerwehr hat die Flammen in Steg in der Gemeinde Fischenthal unter Kontrolle bekommen. Doch die Bauernfamilie muss ausziehen.

Tanja
Bircher
Mittwoch, 26. August 2020, 14:46 Uhr Bauernhaus in Flammen

Auf der Grossegg oberhalb von Steg auf Fischenthaler Gemeindegebiet brennt am Mittwochnachmittag ein Haus. Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, sagt, die Meldung sei kurz vor 14 Uhr eingegangen.

Die Feuerwehr befinde sich vor Ort und bekämpfe momentan das Feuer. Die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass es sich beim betroffenen Gebäude um ein Bauernhaus handle, sagt Oberlin. «Sicher ist ausserdem, dass sich keine Personen im Haus aufhalten.»

Kommandant bestätigt Grossbrand

Jacob Ackermann, Kommandant der Feuerwehr Fischenthal, brüllt zunächst laut ins Telefon und hängt wieder auf. Im Hintergrund sind die Löscharbeiten zu hören. Wenig später meldet er sich erneut. «Ich mache gerade den Flaschenwechsel, dann gehe ich wieder rein», sagt er kurz angebunden.

Er bestätigt: Ein Bauernhaus stehe in Brand. Ja, es handle sich um einen Grossbrand. «Wir haben das Feuer unter Kontrolle. Personen sind keine in Gefahr.» Die Feuerwehr sei mit einem Grossaufgebot vor Ort. Wie viele Personen im Einsatz seien, wisse er nicht.

Gebäude nahe am Wald

Konkret habe eine Fassade und das Obergeschoss des Hauses gebrannt, so Ackermann. Mittlerweile seien nur noch Glutnester vorhanden. «Die Löscharbeiten dauern aber sicher noch einen Moment.» 

Grossbrand auf der Grossegg in Fischenthal: Auch ein Helikopter ist im Einsatz. (Video: David Kilchör)

Nebst der Feuerwehr Fischenthal stehen auch die Feuerwehren Bauma-Sternenberg und Turbenthal-Wila-Wildberg im Einsatz, wie der Reporter vor Ort bestätigt. Es winde stark und das Gebäude stehe sehr nahe am Wald, berichtet er. Die Feuerwehr musste den Schlauch für die Löscharbeiten zudem rund einen Kilometer vom Bärloch her zum Bauernhof verlegen. 

Die Feuerwehr Fischenthal musste am Mittwochnachmittag wegen eines Brands oberhalb von Steg ausrücken. (Foto: David Kilchör)

Anwesende vor Ort bestätigen gegenüber dem Reporter, dass es sich beim betroffenen Haus um das einer Familie mit drei Söhnen handelt, sie ist die einzige, die auf dem Biobauernhof lebt. 

Es handelt sich um ein 200-jähriges Schindelhaus rund 1000 Meter über Meer. Auf dem Hof leben Kühe, Kälber, Hühner und Geissen. Das Land, auf dem der Hof steht, gehört allerdings dem Kanton Zürich. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt.

Solidarität aus dem Dorf

Dass die Familie das Haus nicht mehr bewohnen kann, ist offensichtlich. Gemeindepräsidentin Barbara Dillier (parteilos) sagt, aus dem Dorf seien bereits zwei Angebote für eine Unterbringung eingegangen. Neben dem Gebäude befinde sich zudem ein Ferienheim, das die fünf Personen ebenfalls beziehen könnten. «Momentan sieht es danach, dass sie eher diese Variante wählen werden, um nahe beim Hof und den Tieren zu sein.»

Dillier schaut den Löscharbeiten aus der Distanz zu. «Ich drücke der Bauernfamilie mein Mitleid aus», sagt die Präsidentin. Sie sei durch den Feuerwehr-Grosseinsatz alarmiert worden und sofort losgefahren. «Ich bin sehr betroffen über den Vorfall.»

Fischenthals Gemeindepräsidentin, Barbara Dillier (parteilos), ist betroffen über den Brand oberhalb von Steg. (Video: kö)

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