×
Die Pressekonferenz zum Nachlesen

Grossveranstaltungen ab Oktober wieder möglich

In der Schweiz sind ab Oktober Grossanlässe mit mehr als tausend Menschen wieder erlaubt. Der Bundesrat hat entsprechende Lockerungen der Corona-Massnahmen beschlossen.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 12. August 2020, 14:58 Uhr Die Pressekonferenz zum Nachlesen

Das sind die Beschlüsse des Bundesrats

  • Ab 1. Oktober sind Grossanlässe mit mehr als 1000 Personen wieder erlaubt
  • Der Bund unterstützt die Arbeitslosenversicherung mit bis zu 14,2 Milliarden Franken
  • Der Bund unterstützt den ÖV mit 700 Millionen Franken
  • Die Flugsicherung Skyguide erhält bis zu 400 Millionen Franken Bundeshilfe
  • Ab 15. August gilt eine Maskenpflicht für alle Flüge, die in der Schweiz landen und starten

Ticker

12. August, 16.07 Uhr: Die Pressekonfernez ist beendet

Nach einer Stunde und sieben Minuten endet die Pressekonferenz.

12. August, 16.03 Uhr: Soll es für Skigebiete internationale Lösungen geben?

Er wolle nicht sehen, dass sich Grenzländer einen Vorteil im Wettbewerb schaffen, sagt Berst. Er glaube, es wäre von Vorteil, wenn sich die Länder absprechen würden. Er selbst habe schon mit Österreich und Frankreich gesprochen. Die würden das ebenfalls so sehen.

12. August, 16.01 Uhr: Wird jede Veranstaltung einzeln bewilligt?

Ja, sagt Berset. Daher könne es auch sein, dass eine Bewilligung plötzlich wieder zurückgezogen werde. (Foto: Keystone)

12. August, 15.54 Uhr: Die Veranstalter wollten eine klare Ansage. Ist nun alles sehr vage?

Einfacher wäre es, alles zu schliessen und zu verbieten, sagt Berset. Es gebe keine andere Variante. Man wolle die Öffnung, doch man dürfe das Virus nicht vergessen und man könne nicht in die Zukunft schauen.

12. August, 15.53 Uhr: Können die Kantone entscheiden, dass es keine Grossanlässe gibt?

Die Bewilligung bleibe bei den Kantonen, so Sommaruga. Es gebe keine Rahmenbewilligung.

12. August, 15.51 Uhr: Was spricht für die Grossanlässe?

Man müsse lernen, mit dem Virus zu leben, sagt Berset. Man habe seit Februar viel gelernt. Es betreffe ja nicht nur den Sport, sondern diverse Anlässe. (Foto: Keystone)

12. August, 15.49 Uhr: Stoffmasken: Ja oder Nein?

Bei Sportveranstaltungen seien Stoffmasken sehr beliebt. Berst entgegnet, dass ob die Masken genügend gut seien, habe bei den Entscheidungen des Bundesrats keine Rolle gespielt. Wichtiger seien die Gesamtschutzkonzepte, die jetzt erarbeitet werden. 

12. August, 15.43 Uhr: Was entscheidet, dass eine Veranstaltung stattfinden kann?

Man könne die Kantone nicht vergleichen, so Berset. Deshalb könne man momentan auch nicht konkrete Empfehlungen vorlegen. 

12. August, 15.40 Uhr: Mehrheit der Kantone waren dagegen

Eine Mehrheit der Kantone habe das Verbot von Grossveranstaltungen bis Ende Jahr verlängern wollen. Man habe einen Mittelweg finden müssen, so Sommaruga. Die Vorbereitungszeit von sechs Wochen reiche, um ein Schutzkonzept zu erarbeiten. Davon sei sie überzeugt. (Foto: Keystone)

12. August, 15.35 Uhr: Zum ÖV: Der Bundesrat verzichtet darauf auf die lokalen Betriebe zu unterstützen.

Man muss unterscheiden, was im Bereich des Bundesrates liege, sagt Sommaruga. Die Zuständigkeit für lokale ÖV-Betriebe liege bei den Gemeinden. Der Bundesrat müsse aufpassen, dass er sich da nicht einmischt.

12. August, 15.34 Uhr: Der neue Chef der Taskforce kritisert Grossanlässe solange es keinen Impfstoff gibt.

Nun die Politik müsse einen Weg finden, so Berset. Die Taskforce spiele nach wie vor eine wichtige Rolle. Man höre sie sich an, doch am Ende entscheide der Bundesrat. Man müsse sich immer alle Experten anhören und vorsichtig sein. Seit Februar gebe es unterschiedliche Meinungen und Haltungen. 

12. August, 15.30 Uhr: Sind Indoor-Anlässe erlaubt?

Grossevents in Hallen seien ebenfalls erlaubt, sagt Berset. Allerdings würden andere Kriterien gelten. (Foto: Keystone)

12. August, 15.28 Uhr: Meisterschaften beginnen vor dem 1. Oktober. Wieso erlaubt man Grossanlässe nicht auch vorher?

Berset sagt, dass es wichtig sei, dass die Schutzkonzepte gut ausarbeite. «Wir müssen auch sicherstellen, dass die Kantone genügend Contact-Tracer haben.»

12. August, 15.27 Uhr: Die Fragerunde ist eröffnet

Die drei anwesenden Bundesräte haben berichtet, was sie zu berichten hatten. Nun sind die Journalisten mit ihren Fragen an der Reihe.

12. August, 15.25 Uhr: 14,2 Milliarden für Arbeitslosenkassen

Der Bundesrat unterstütze die Arbeitslosenkassen mit 14,2 Milliarden Franken. Dafür werde das Arbeitslosenversicherungsgesetz angepasst, so Parmelin.

12. August, 15.23 Uhr: Neue Regeln bei Verordnung

Der Bundesrat habe heute Änderungen der Covid-19-Verordnung ALV beschlossen, so Parmelin. Diie Rahmenfristen von Versicherten sollen um bis zu sechs Monaten verlängert werden. Zudem sollen die Abrechnungsperioden mit einem Arbeitsausfall über 85 Prozent zwischen dem 1. März und dem 31. August im Rahmen der Kurzarbeit nicht berücksichtigt werden. 

Zudem sollen Berufsbildner, die für die Ausbildung von Lernenden zuständig sind, auf Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben. Zudem soll die Verordnung das summarische Verfahren bei Kurzarbeit regeln. 

Diese Verordnung trete nur in Kraft, wenn die Bundesversammlung dieser zustimme.(Foto: Nicolas Zonvi)

12. August, 15.18 Uhr: 50'000 Arbeitslose mehr

Nun spricht Wirtschaftsminister Guy Parmelin. 50'000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr habe die Schweiz momentan. Die Kurzarbeitsentschädigung sei das Hauptmittel, um den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Bis jetzt funktioniere das gut. 

12. August, 15.17 Uhr: Aufhebung ist ein Risiko

Das Verbot der Grossanlässe sei mit Risiken verbunden, sagt Berset. Deshalb sei auch die Zusammenarbeit mit den Kantonen so wichtig.

12. August, 15.15 Uhr: Maskenpflicht im Flieger

Nach der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr weite man diese nun auch auf Flugzeuge auf, sagt Berset. (Foto: Keystone)

12. August, 15.14 Uhr: Fussballspiel ist kein Konzert

«Ein Rockkonzert kann nicht mit einem Fussballspiel verglichen werden», sagt Berset. Grossanlässe sollen unter gewissen Umständen stattfinden können. Doch man müsse immer die epidemiologischen Faktoren beachten. Man dürfe das nicht vergessen und auch die Abstandsregeln noch immer einhalten und Eigenverantwortung an den Tag legen. «Mehr denn je sogar.»

12. August, 15.12 Uhr: Unterschiedliche Grossanlässe

Zu den Grossanlässen sagt er, dass man aufpassen müsse, dass es keine Superspreader-Events geben werde. Es könne nicht jeder Grossanlass bewilligt werden. Doch dem Bundesrat sei es wichtig, dass das sportliche und kulturelle Leben wieder aufgenommen werden könne. 

12. August, 15.12 Uhr: Hohe Ansteckungen

Alain Berset, der nun spricht, sagt, dass eine seit Monaten eine grosse Unsicherheit herrscht. «Was heute gilt, kann morgen schon wieder anders aussehen.» Er thematisiert mit den hohen Ansteckungszahl von heute. Solche Schwankungen habe man beobachten können. Doch die Schweiz sei nicht alleine mit diesen Zahlen. (Foto: Keystone)

12. August, 15.08 Uhr: 700 Mio. für Verkehr

Die Coronakrise habe den Personen- und Güterverkehr hart getroffen, sagt Sommaruga. Deshalb beantrage der Bundesrat dem Parlament, 700 Millionen Franken zu sprechen.

12. August, 15.06 Uhr: Zusammenarbeit mit Kantonen

Die Massnahmen und Auflagen für die Wiederaufnahme der Durchführung von Grossanlässen erarbeite man gemeinsam mit den Kanton. Ein enger Austausch zwischen Bund und Kanton sei sehr relevant, so Sommaruga. «Nur gemeinsam können wir die Verbreitung des Virus stoppen. Jede neue Lockerung bringt neue Verantwortungen.» 

12. August, 15.03 Uhr: Zahlen steigen wieder

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eröffnet die Pressekonferenz. Die Zahlen der Neuansteckungen seien noch nicht wieder auf Höchstniveau. Trotzdem steigen sie wieder, so Sommaruga. Der Bundesrat habe heute Morgen über die Grossanlässe gesprochen. Bis Ende August sind diese sowieso verboten. Der Bundesrat habe sich entschieden, dieses Verbot um einen Monat verlängert. (Bild: Keystone)

12. August, 15.01 Uhr: Grossveranstaltungen ab Oktober wieder erlaubt

Der Bundesrat wird die 1000er-Grenze per Anfang Oktober kippen. Die Hintergründe zum Entscheid erläutert der Bundesrat jetzt.

12. August, 15 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt

An der Medienkonferenz vom Mittwochnachmittag sprechen Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Innenminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin.

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Alllgemein herrscht die Meinung vor, dass die Menschen lernfähig sind. Das lässt sich nun aber beim Entscheid des Bundesrates, Grossveranstaltungen wieder zu gestatten, nicht nachvollziehen. Er hat einfach dem offenbar gewaltigen Druck aus Sport und Kultur nachgegeben. Und die Verantwortung für die Ausführung (von wahrscheinlich 26 unterschiedlichen Regelungen in der kleinen Schweiz) wird wieder den Kantonen zugeschoben. Bald werden wir dafür wieder die Zeche zahlen müssen.

Es ist kaum zu glauben, dass der Bundesrat bei solch steigenden Ansteckungsraten derart starke Lockerungen für Grossveranstaltungen beschliesst. Daraus kann man wohl nur ablesen, dass die Absicht besteht, das "Schweden-Modell" einzuführen ohne es beim Namen zu nennen. Es ist sträflich, wie der Bundesrat die Risikogruppen dem sich wieder stark verbreitenden Virus aussetzt. Ein Schelm wer Böses denkt, aber man könnte versucht sein anzunehmen, dass es dem Bundesrat recht ist, die AHV-Kasse dadurch etwas entlasten zu können.