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Einsatz in Turbenthal

Feuerwehr entfernt riesiges Wespennest

Am Montagabend ist die Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg zu einem Einsatz ausgerückt. Es galt, ein Wespennest zu entfernen. Dieses hatte ungeahnte Ausmasse.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 12. August 2020, 16:00 Uhr Einsatz in Turbenthal
Tausende Tiere haben sich im Dachstock eines Einfamilienhauses angesiedelt.
Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg

Da staunten die beiden Angehörigen der Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg wohl nicht schlecht, als sie am Montagabend zu einem Einsatz in Turbenthal ausgerückt sind. Der Auftrag lautete, ein Wespennest aus einer Dachstock-Nische eines Einfamilienhauses zu entfernen. Es erwartete sie ein Nest in riesigen Dimensionen.

Umsiedlung nicht möglich

Feuerwehrkommandant Urs König geht von einigen Tausend Tieren aus. Eine genaue Zahl sei aber schwer zu sagen. «Die Wespen mussten vergiftet und das Nest zerstört werden», erklärt er weiter. Denn es sei nicht möglich, Nester von dieser Grössenordnung umzusiedeln. Sie würden schon beim Versuch, entfernt zu werden, kaputt gehen. Wenn immer möglich, werde aber versucht, Wespennester umzusiedeln – ohne Gift und umweltschonend.

Die Arbeit verlangte von den Feuerwehrleuten höchste Konzentration. Denn sie ist nicht ganz ungefährlich. «Die Tiere beschützen ihr Nest», sagt König. «Trotz Schutzanzug kann es sein, dass vereinzelte Tiere unter diesen gelangen.» Nach eineinhalb Stunden war der Einsatz in Turbenthal zu Ende.
 

Viele Wespeneinsätze

2020 ist ein rekordverdächtiges Jahr, was Wespen anbelangt. Gemäss Schutz und Rettung Zürich waren die Rettungsdiensteinsätze wegen Wespenstichen im Juli «aussergewöhnlich» zahlreich. 139 Einsätze hätten wegen allergischer Reaktionen durchgeführt werden müssen. Im Vergleich dazu seien es in den beiden Vorjahren zum selben Zeitraum nur 83 (2018) und 79 (2019) gewesen. Kantonsweit haben die Ortsfeuerwehren des Kantons in diesem Juli 249 Wespen- und Hornisseneinsätze durchgeführt. In diesem Bereich haben sich die Zahlen im Vergleich zu den beiden Vorjahren, als jeweils unter 100 Einsätze gezählt wurden, mehr als verdoppelt.

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