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Podiumsdiskussion zur Begrenzungsinitiative in Rikon

SVP sucht vergeblich nach einem Gegner für Roger Köppel

Lokale SVP-Sektionen holen Roger Köppel ins Tösstal. Der SVP-Nationalrat wird am 28. August in Rikon über die Begrenzungsinitiative reden, möglicherweise auch ohne einen politischen Gegner.

Redaktion
Züriost
Freitag, 07. August 2020, 18:04 Uhr Podiumsdiskussion zur Begrenzungsinitiative in Rikon
Kommt ins Tösstal: SVP-Nationalrat Roger Köppel.
André Gutzwiller

Im Engelburgsaal in Rikon ist für den 28. August eigentlich ein grosses politisches Streitgespräch geplant. Thema: Die Begrenzungsinitiative, über die die Schweizer Stimmbürger Ende September abstimmen werden.

«Ich denke, dass die SP sowie auch die weiteren Parteien Köppel und der SVP keine Plattform bieten möchten.»

Martin Furrer, Präsident der SVP-Wila

Als Protagonisten vorgesehen sind SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel sowie ein politischer Gegner. Ob es jedoch zur Debatte kommt, steht noch in den Sternen, wie die SVP-Sektionen Turbenthal, Wila und Zell in einer Medienmitteilung schreiben. Seit Wochen suchen sie vergeblich einen Podiumsteilnehmer, der gegen Köppel antreten soll. «Wir haben mehrere SP-Politiker angefragt. Bis jetzt jedoch umsonst», erklärt Martin Furrer, Präsident der SVP Wila auf Anfrage.

Jositsch sagte ab  

Angefragt wurden unter anderem Daniel Jositsch, Mattea Meyer, Cédric Wermuth, Fabian Molina sowie auch Corrado Pardini. Möglich ist nun, dass Köppel bloss ein Referat halten wird. Dass es schwierig ist, einen Gegner für Köppel zu finden, überrascht Furrer nicht sonderlich. «Ich denke, dass die SP sowie auch die weiteren Parteien Köppel und der SVP keine Plattform bieten möchten.»

Anders könne er sich die vielen Absagen nicht erklären. «Man muss doch sehen: Bei einer Podiumsdiskussion kommen viel mehr Leute aus unterschiedlichen politischen Lagern», so Furrer. Und weiter: «Sollte Köppel ein Referat halten, dann taucht ja bloss noch die SVP auf.» Aufgegeben hat man die Suche allerdings noch nicht.

Gesucht wird nach wie vor nach einem politischen Gegner. Neben der SVP Wila hält auch Eliane Curiger, Präsidentin der SVP Turbenthal, und das Sekretariat der «Weltwoche» weiterhin Ausschau nach einem Gesprächskandidaten. «Vielleicht finden wir ja doch noch jemand», so Furrer. 

Initiative wurde verschoben 

Am 27. September werden die Schweizer Stimmberechtigten über die Begrenzungsinitiative der SVP abstimmen. Die Volksinitiative verlangt, dass die Schweiz die Zuwanderung von Ausländern aus der EU wieder eigenständig und ohne Personenfreizügigkeit regelt. Eigentlich hätte bereits am 17. Mai darüber abgestimmt werden sollen, aufgrund der Corona-Pandemie verschob sich die Abstimmung jedoch.

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