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Nachruf auf Dübendorfer Alt-Gemeinderat

Hans Peter «Steppi» Stettbacher ist gestorben

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 06. August 2020, 19:10 Uhr Nachruf auf Dübendorfer Alt-Gemeinderat
Hans Peter Stettbacher bei einem Feuerwehreinsatz.
PD

Am 1. November 1942 kam «Steppi» zur Welt und wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern im Sonnenberg auf. Seine Schulzeit verbrachte er in Dübendorf, zuerst in der Gesamtschule im Schulhaus Gfenn und die höheren Klassen im Schulhaus Grüze.

Die Lehre als Schmied absolvierte «Steppi» in der Schmiede, Schlosserei und Leitungsbau bei Heinrich Wuhrmann Dübendorf. Diesem Beruf blieb er sein ganzes Leben lang treu.

«Steppi» bestand die militärische Aushebung und wurde stolzer Kanonier bei der Schw. Füs. Kp. IV/70 und schon bald verantwortungsvoller Munitionschef.

Zwei interessante Arbeitsangebote, eines nach Afrika und eines in die Westschweiz, nahm er nicht an.

Lilli war ihm viel wichtiger. Sie heirateten und schon bald waren sie mit den Töchtern Cornelia und Denise eine richtige Familie. Bis zuletzt war die Familie das Wichtigste im Leben von «Steppi».

Im elterlichen Bauernhof richtete er sich eine eigene Schmiede mit Schlosserei ein. Das Tätigkeitsgebiet verlagerte sich immer mehr in den Metallbaubereich. Mit seinem Geschäft hatte er Erfolg. Vor allem seine Kunstschlosserarbeiten wurden sehr geschätzt. Der Berufsnachwuchs war ihm ein grosses Anliegen, deshalb gab er seine Fertigkeiten an einige Lehrlinge weiter.

Während 20 Jahren, von 1978 bis 1998, war er ein begeistertes Mitglied im Feuerwehr Pikett der Stadt Dübendorf. Als Unteroffizier und später als Zugchef-Stellvertreter erfüllte er Tag und Nacht seinen Dienst für das Gemeinwohl, dies meist in harten Einsätzen an vorderster Front.

Für zwei Amtsperioden, von 1998 bis 2006, war «Steppi» Gemeinderat für die SVP. Er arbeitete engagiert in der Bürgerrechtskommission mit und brachte sein Wissen ein.

Wasser und Schiffe waren von klein auf seine grosse Leidenschaft. Anfänglich steuerte er kleine, später mittlere und grössere Segelboote. Die Krönung waren mehrere Törns auf dem Mittelmeer und in der Karibik, wo er jeweils als Skipper eine Hochsee-Segeljacht selbst steuerte.

«Steppi» gehörte dem Team der freiwilligen Mitarbeiter der JU-AIR an. Er leistete 15 Jahre, von 2002 bis 2017, Fronarbeit bei der Bereitstellung der JU-52 Flugzeuge.

Die letzten drei Jahre kämpfte «Steppi» gegen seine Krankheit. Am Ende war der Krebs stärker.

Eine markante Persönlichkeit ist am 8. Juli 2020 für immer abgetreten. Was uns bleibt, ist die Erinnerung. Danke «Steppi»! (Albert Brunner)

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