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138 Neuinfektionen innert 24 Stunden

Belgien verbietet Reisen in die Kantone Waadt, Wallis und Genf

Am Sonntag meldete des BAG 138 neue positive Fälle mit dem Coronavirus. In den Westschweizer Kantonen hat sich die Situation so sehr zugesptitzt, dass Belgien drei von ihnen auf die rote Liste gesetzt hat.

Agentur
sda
Sonntag, 02. August 2020, 15:01 Uhr 138 Neuinfektionen innert 24 Stunden
Das BAG meldete am Sonntag 138 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Für die drei Kantone gab es schlechte Nachrichten.
Symbolfoto: Seraina Boner

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag 138 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Das sind weniger als am Vortag mit 180 neuen Covid-19-Infizierten.

In den vergangenen sieben Tagen belief sich die Zahl damit auf 1084. Am Donnerstag und Freitag waren dem BAG jeweils über 200 neue Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Reisen in die Westschweiz für Belgier verboten

Belgien hat zudem Reisen in die Kantone Waadt, Wallis und Genf verboten. Die Kantone figurieren neu auf der roten Liste des Aussenministeriums Belgiens, wie Radio SRF am Sonntagmorgen berichtete.

Auf der Webseite des belgischen Aussenministeriums heisst es, dass Reisen in diese Kantone «nicht möglich oder nicht erlaubt» sind. Wer umgekehrt aus diesen Kantonen in Belgien einreisen will, wird zu Quarantäne und einem Covid-19-Test verpflichtet.

Der Entscheid sei unverständlich und schockierend, erklärte der Walliser Volkswirtschaftsdirektor Christoph Darbellay dazu am Sonntag gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS. Der Kanton Wallis handhabe Covid-19 gut. Die Situation in Genf sei um einiges alarmierender.

Darbellay erklärte weiter, er habe in der Sache bereits am Samstagabend beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) interveniert. Er sei guter Hoffnung, dass die Situation rasch geregelt werden könne.

Der Walliser CVP-Nationalrat Matthias Philipp Bregy twitterte seinerseits, der Entscheid sei sachlich nicht nachvollziehbar. Er appellierte an das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA): es bestehe dringender Handlungsbedarf.

EDA in Kontakt mit Belgien

Das EDA bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die belgischen Behörden entschieden hätten, diese drei Westschweizer Kantone ab dem 1. August auf eine rote Liste zu setzen.

Das EDA sei bereits vor dem Inkrafttreten dieser Massnahme mit dem belgischen Aussenminister in Kontakt getreten, auch um detaillierte Informationen darüber zu erhalten, welche epidemiologische Kriterien angewendet würden.

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