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Gegenläufige Entwicklung zum Kanton

Spital Uster hat die höchsten Fallkosten

Die durchschnittlichen Fallkosten der Zürcher Spitäler sind im 2019 um 1,8 Prozent gesunken. Schlecht steht es jedoch um das Spital Uster, das die unrühmliche Kostentabelle anführt.

Christian
Brändli
Dienstag, 21. Juli 2020, 13:00 Uhr Gegenläufige Entwicklung zum Kanton
Spital Uster Notfall
Das Spital Uster –​​​​​​​ hier ein Foto von 2018 in der Notfallstation – verzeichnet 2019 die höchsten Fallkosten im Kanton.
Nathalie Guinand

Jahr für Jahr veröffentlicht der Kanton Zürich die Fallkosten für stationäre Spitalbehandlungen. Fürs 2019 nun weist das Spital Uster mit 10‘771 Franken pro Fall die höchsten Kosten aller 19 miteinander verglichenen Zürcher Spitäler aus, wie der vor wenigen Tagen publizierten Liste entnommen werden kann. Um einen Vergleich zu gewährleisten, werden die Fallkosten  jeweils nach Schweregrad bereinigt.

Sinkende Fallzahlen in Uster

Als Grund für die schlechte Entwicklung wird von der Zürcher Gesundheitsdirektion angegeben, dass in Uster die Totalkosten gemäss Krankenversicherungsgesetz gestiegen seien, gleichzeitig aber die Fallzahl gesunken sei. Das führt unter dem Strich zu den hohen Fallkosten. Noch im Vorjahr lag das Spital Uster in dieser Tabelle im Mittelfeld. Im 2017 waren die Fallkosten zwar ähnlich hoch, doch gab es noch einige andere Spitäler, die noch teurer waren.    

Genau umgekehrt verhält es sich beim zweiten Oberländer Spital, dem GZO in Wetzikon. 2019 hat es als sechst günstigstes Spital abgeschlossen, noch besser als 2017. Nur im 2018 musste das Wetziker Krankenhaus mit einem Platz im teuersten Drittel vorlieb nehmen.

Fallschwere bleibt konstant

Während die durchschnittlichen Fallkosten 2019 kantonsweit gesunken sind, ist die Anzahl stationär behandelter Fälle im Bereich des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) gestiegen. Nach einer Abnahme der Anzahl Fälle im Jahr 2018 beträgt 2019 die Zunahme 1,1 Prozent. Die Totalkosten sind in diesem Zeitraum um knapp ein Prozent zurückgegangen, wie die Gesundheitsdirektion festhält. Die durchschnittliche Fallschwere halte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau.

Die Annäherung der Fallkosten der Spitäler untereinander ist laut Mitteilung darauf zurückzuführen, dass Spitäler mit relativ hohen Fallkosten diese reduzieren konnten. Gleichzeitig sind die Fallkosten jener Spitäler gestiegen, die früher relativ tiefe Fallkosten ausgewiesen hatten. Der Fallkostenvergleich umfasst Spitäler mit jeweils mindestens 200 wegen akuten körperlichen Problemen behandelten Patientinnen und Patienten. Wegen ihres anderen Anforderungsprofils werden das Universitätsspital oder auch das Kinderspital nicht in dieser Liste aufgeführt.

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