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Halbzeit bei den Legislaturzielen

Der Gemeinderat Turbenthal zieht Zwischenbilanz

Der Gemeinderat Turbenthal zieht eine Halbzeitbilanz zu seinen Legislaturzielen. Nicht überall ist er mit dem Fortschritt zufrieden

Redaktion
Züriost
Dienstag, 14. Juli 2020, 08:33 Uhr Halbzeit bei den Legislaturzielen
Der Turbenthaler Gemeinderat hat ein Zwischenfazit zu seinen Legislaturzielen veröffentlicht.
Foto: züriost

2018 hat der Turbenthaler Gemeinderat sechs Legislaturziele festgelegt. Jährlich überprüft er, wie die Ziele erfüllt sind und klärt den Handlungsbedarf ab. In einer Mitteilung informiert der Gemeinderat über seine Zwischenauswertung in der Halbzeit der Amtsdauer 2018 bis 2022.

Neuregelung Gemeindestrukturen

Die Prüfung einer Einheitsgemeinde wurde zurückgestellt, bis die Ergebnisse der Schulgebietsbereinigung vorliegen. Die Urnenabstimmung zu dieser Bereinigung finde am 29. November 2020 statt, schreibt der Gemeinderat.

Das Projekt für ein gemeinsames Bauamt mit der Gemeinde Zell sei durch einen Rückzug des Gemeinderates Zell frühzeitig abgebrochen worden. Es sei aber denkbar, dass eine Zusammenarbeit in diesem Bereich mit anderen Gemeinden aus der Umgebung realisiert werden könne.

Abbau Verschuldung

Der angestrebte Abbau des Fremdkapitals um eine Million Franken ist gemäss dem Gemeinderat ins Stocken geraten. Nach einem sehr guten Ergebnis 2018 sei in der Jahresrechnung 2019 ein moderates Defizit zu verzeichnen. Da sich die finanziellen Perspektiven in den nächsten Jahren tendenziell verschlechtern, ist diesem Teilziel künftig noch mehr Beachtung zu schenken.

Das zweite Teilziel beim Abbau der Verschuldung ist, dass neue Projekte nicht zu einer Verschlechterung der Finanzlage führen dürfen. Diese Vorgabe müsse insbesondere beim allfälligen Umbau des Schlossguets berücksichtigt werden, schreibt der Gemeinderat. Deshalb sei bei einer allfälligen Realisierung dieses Projektes eine zumindest befristete Steuererhöhung und die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen unabdingbar.

Auf dem Weg zur Smart City

Im Zusammenhang mit dem aktuell laufenden Projekt für verkehrsberuhigende Massnahmen in den Quartieren prüft der Turbenthaler Gemeinderat auch die Parkplatzbewirtschaftung. Ausserdem würden Attraktivitätssteigerungen für den Langsamverkehr vor allem im Rahmen von Erneuerungsvorhaben realisiert, beispielsweise am Bahnweg oder bei der Tösstalstrasse.

Der angestrebte Ausbau der Photovoltaik sei ebenfalls auf gutem Weg, heisst es in der Mitteilung. Im letzten Jahre wurde nämlich eine fast doppelt so grosse Fläche zugebaut wie noch 2018.

Mit der Realisierung der Schnellladestation beim Werkhof werde ausserdem die Elektromobiliät auf effektive Art gefördert. «Die Chancen, dass Turbenthal das angestrebte Energiestadt-Goldlabel erhält, sind intakt», schreibt der Gemeinderat. Das dafür nötige Audit habe bereits stattgefunden und sei positiv ausgefallen; der definitive Entscheid werde anfangs Oktober erwartet.

Trägerschaft bleibt bei Gemeinde

Dieses Legislaturziel beinhaltet die Suche nach einer neuen Trägerschaft für die Liegenschaft Schlossguet. Mit der Abstimmung über einen Projektierungskredit an der Gemeindeversammlung vom 7. September 2020 werde dieses Ziel jedoch nur teilweise erreicht. Denn die Trägerschaft verbleibt voraussichtlich unverändert bei der Politischen Gemeinde.

Ausführung 2023

Die Realisierung der 1. Etappe zur Neugestaltung der Tösstalstrasse hat sich durch einen Rekurs um ein gutes Jahr verzögert. Die Projektumsetzung soll nun 2021 erfolgen. Die Planung der 2. Etappe hat sich ebenfalls verschoben, ist nun aber angelaufen. Es ist bei einem normalen Planungsverlauf davon auszugehen, dass dieses Teilstück 2023 ausgeführt wird.

Ausserdem läuft die Umsetzung von ersten Massnahmen aus der Gefahrenkarte Gewässer. Die Planung und Realisierung des hochwassersicheren Ausbaus des Chämibaches sollte bei normalem Verlauf termingerecht bis 2022 erfolgen, schreibt der Gemeinderat.

Alterskonzept verabschiedet

Das Alterskonzept wurde vor kurzem verabschiedet. Mit dem Besuchsdienst solle laut dem Gemeinderat eine erste Massnahme davon in absehbarer Zeit umgesetzt werden.Die Weiterentwicklung des Angebotes für das Wohnen im Alter werde mit der geplanten Erweiterung der Alterssiedlung teilweise sichergestellt. Die Durchführung einer Bedarfsanalyse wurde der Gesellschaftskommission zur weiteren Bearbeitung übergeben.

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