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Effretiker Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen

Geschäftsleiterin geht in Pension

Acht Jahre leitete Margrit Lüscher das Effretiker Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen. Nun will sie neue Projekte in Angriff nehmen.

Redaktion
Züriost
Montag, 13. Juli 2020, 13:02 Uhr Effretiker Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen
Margrit Lüscher (rechts) leitete während acht Jahren das Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen.
Archivfoto: Mano Reichling

Margrit Lüscher tritt per Ende Jahr als Geschäftsleiterin des Alters- und Pflegezentrums Bruggwiesen in Effretikon ab. Danach lässt sie sich vorzeitig pensionieren. Nach intensiven Phasen ihres Berufslebens habe sie entschieden, neue Projekte ins Auge zu fassen, heisst es in einer Mitteilung.

Nun sucht der Verwaltungsrat «mit externer Unterstützung» nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Die Stelle wurde in den branchenüblichen elektronischen Medien ausgeschrieben. Man setze alles daran, die Kontinuität in der Führung, die gute Betreuung und Pflege auch in Zukunft sicherzustellen.

Rundlaufgärten und Robbe

Lüscher hat die Leitung des städtischen Alters- und Pflegezentrums im Jahr 2012 übernommen. Sie habe mit grossem Engagement, mit hoher Fachkenntnis und Führungsstärke aus dem ehemaligen Altersheim ein modernes Zentrum mit einem zukunftsorientiertem Angebot geformt, heisst es in der Mitteilung weiter.

So baute sie etwa eine Abteilung für Demenzkranke mit Rundlaufgärten auf der Terrasse auf und schaffte eine Roboter-Robbe an. Im Kanton Zürich war das «Bruggwiesen» das erste Alterszentrum, das mit einer solchen Robbe im Umgang mit Demenzkranken einsetzte. Unter Lüschers Leitung entstand zudem das Zentrum für Begegnung und Tagesgestaltung, welches Angehörige von Pflegebedürftigen tagesweise entlastet.

Vorwürfe zurückgewiesen

In die Ära Lüschers fällt auch die Affäre rund um den ehemaligen SVP-Gemeinderat Heinrich von Bassewitz. Dieser reichte beim Bezirksrat Pfäffikon Beschwerde ein und warf der Leitung des Alters- und Pflegezentrums vor, dass Bewohner schlecht behandelt würden.

Von Bassewitz bemängelte auch, dass seine Mutter, die im «Bruggwiesen» wohnt, von Mitarbeiterinnen physisch angegriffen und verbal beschimpft worden sei. Später kündigte das APZB der Seniorin mit der Begründung, dass Rechnungen nicht bezahlt worden seien. Die Vorwürfe, die von Bassewitz erhoben hatte, wies der Verwaltungsrat als unbegründet zurück nachdem es zu einer Anhörung der Mitglieder der Geschäftsleitung gekommen war. Diese hätten die Vorkommnisse glaubwürdig und anders geschildert. Die Beschwerde wies der Verwaltungsrat deshalb ab.

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