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Trotz sattem Minus

Ustermer Parlament nickt Rechnung ab

Redaktion
Züriost
Montag, 06. Juli 2020, 21:44 Uhr Trotz sattem Minus
Im Exil im Stadthofsaal hatte das Ustermer Parlament über die Jahresrechnung 2019 zu befinden.
Archivfoto: Christian Merz

Die Zahlen sind alles andere als berauschend: Die Jahresrechnung 2019 der Stadt Uster weist ein Minus von stolzen 7,6 Millionen Franken auf. Wenig überraschend sorgte dieses Ergebnis gestern im Parlament noch einmal für gesalzene Voten der Fraktionen, wobei die Parteien die Schuld dafür dem jeweiligen politischen Gegner in die Schuhe schoben. Von einem vom mehrheitlich links-grünen Stadtrat angerichteten «Chaos», sprach etwa die SVP. Von einer klar «bürgerlichen Handschrift» die Grünen.

Keine rosige Zukunft

Diese Voten waren indes für die Galerie, am Ende hiess das Ustermer Parlament sowohl die Jahresrechnung als auch den NPM-Jahresbericht 2019 klar gut: 33 Gemeinderäte und Gemeinderätinnen stimmten zu, Nein sagte niemand. Auch die Jahresrechnung 2019 der Sekundarschulpflege fand eine klare Mehrheit: 32 Parlamentsmitglieder sagten Ja, eine Person enthielt sich.

Im Zuge der Debatte über die Jahresrechnung kam Finanzvorstand Cla Famos (FDP) auch auf die Zahlen des Jahres 2020 sowie die Corona-Krise zu sprechen. Dabei wurde klar: Die finanzielle Zukunft der Stadt Uster sieht nicht unbedingt rosig aus. Famos schätzt das Defizit der Stadt aufgrund der Corona-Krise zurzeit auf 10,5 Millionen Franken. Und für die Folgejahre sei von «teilweise deutlich tieferen Steuereinnahmen» auszugehen (ausführlicher Bericht folgt).

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