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Stresstest auf dem Greifensee für die «Heimat»

Mit voller Kraft am Seil

Wie viel Kraft steckt in der «Heimat»? Ein Test soll Aufschluss darüber geben, wie stark ein Elektromotor für das Greifensee-Schiff sein muss..

Redaktion
Züriost
Montag, 15. Juni 2020, 08:59 Uhr Stresstest auf dem Greifensee für die «Heimat»

Am Freitag Morgen ist das kleine Kursschiff «Heimat» von der Walder Firma Mosway Electronics GmbH genau unter die Lupe und am Schluss auch noch an die – lange – Leine genommen worden. All die Tests sollen laut Allen Fuchs, dem Verwaltungsratspräsidenten der Schifffahrtsgenossenschaft Greifensee, Antworten auf die Frage liefern, wie die Dimensionierungen des für das Schiff geplanten Elektromotors und der Batterie aussehen sollen.

Gleitweg berechnet

«Wir haben zunächst die Fahrstrecke mit GPS aufgenommen, die Besichtigung des Schiffs durchgeführt und die wichtigsten Schiffspläne übergeben», resümiert Fuchs. Zudem sind vom Schiff die Zeitverhältnisse, die Geschwindigkeiten und Dimension sowie Drehzahl der Welle aufgenommen worden. «Wir haben den Zeitbedarf aus voller Fahrt mit ausgekuppeltem Motor bis zum Stillstand gemessen. Daraus werden Berechnungen abgeleitet werden.»

Schubkraft von 450 Kilo

Quasi als Krönung der Tests wurde das Schiff rückwärts vor den Steg in Maur gefahren und dort mit zwei Seilen angebunden. Am Heck wurde eine Zugwaage in die Seile eingebaut. Diese kann eine Zugkraft bis zwei Tonnen messen. «Angebunden am Steg haben wir dann bis zum Vollgas beschleunigt. So haben wir die Kraft des Antriebs messen können. Bei voller Kraft haben wir so bei der Heimat eine Schubkraft von Maschine und Propeller von rund 450 Kilo gemessen», erklärt Fuchs. 

Weitere Tests folgen

Durchgeführt wurden die Abklärungen durch Hans Jakob Sommerauer der Mosway Electonics mit dessen Kollegen Thomas Wicki. Demnächst wird auch die Firma Shiptec AG ein GPS und Instrumente für Drehzahlmessungen einbauen und dabei den Antrieb bei verschiedenen Belastungen messen. Darauf basierend wird ein Belastungsprofil erstellt. Die Messungen werden über mehrere Tage erfolgen und «es werden dann einige typische Tage ausgewertet».

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