×

Coronavirus-Ticker: Saison-Neustart auf dem Greifensee mit 30 Gästen

Lockerungen im Oberland

Coronavirus-Ticker: Saison-Neustart auf dem Greifensee mit 30 Gästen

Am Samstag sind weitere Lockerungen in Kraft getreten. Im News-Ticker können Sie die Öffnungen im Oberland live mitverfolgen.

Redaktion
Züriost
Montag, 08. Juni 2020, 14:55 Uhr Lockerungen im Oberland

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag, 6. Juni, ist der dritte Lockerungsschritt in Kraft getreten. 
  • Wieder möglich sind private und öffentliche Veranstaltungen bis 300 Personen. 
  • Versammlungen bis 30 Personen sind erlaubt.
  • Touristische Angebote wie Bergbahnen, Campingplätze, Rodel- und Seilparks öffnen.
  • Auch Unterhaltungs- und Freizeitbetrieben wie Casinos, Zoos, Schwimmbäder und Erotikbetriebe gehen auf.
  • Trainingsbetrieb für alle Sportarten ist wieder möglich.
  • Restaurantbesuche ohne Grössenbeschränkung der Gruppe, Billard und Live-Musik sind erlaubt.
  • Der Präsenzunterricht in Mittel-, Berufs- und Hochschulen startet wieder.
  • Alle Einrichtungen müssen sich an bestimmte Schutzkonzepte halten. Weiterhin gelten die Hygiene- und Abstandsregeln.
  • Können Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung der Personenkontakte sichergestellt sein.

Ticker

8. Juni, 14.40 Uhr: Rund 30 Leute assen auf dem Greifensee «Zmorge»

Nach mehrwöchiger Corona-Zwangspause hat die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee am Sonntag, 7. Juni, ihren Rundfahrtenbetrieb wieder aufgenommen. «Rund 30 Personen sind zur ersten Frühstücksfahrt an Bord der MS Stadt Uster gekommen», wie Verwaltungsratspräsident  Allan Fuchs erklärt. Normalerweise seien es rund 55 Passagiere. Unter den altersmässig gut gemischten Gästen seien einige Stammkunden gewesen. Wegen des misslichen Wetters gab es am Sonntag nur eine weitere Rundfahrt. Diese sei aber schlecht besucht gewesen.

«Es war ein ruhiger Start in die Saison. Alle Leute sassen brav auf ihren Plätzen», meinte Fuchs. Von der Corona-Schliessung nicht betroffen war einzig die Kursschiffverbindung zwischen Maur und Niederuster. Im Gegensatz zum ZVV-Angebot wurde der Fahrplan der «Heimat» (siehe Video) die ganze Zeit über nicht reduziert.

8. Juni, 14.35 Uhr: Papiersammlung mit Hindernissen

In Sachen Altpapier ist in Hittnau die Normalität noch nicht ganz eingekehrt. Am letzten Samstag fand zwar die erste Papiersammlung seit Beginn der Corona-Krise statt – jedoch nicht wie üblich durch den örtlichen Turnverein.

Aufgrund übergeordneter Empfehlungen und Richtlinien hatte die Gemeinde eine externe Firma beauftragt. Allerdings verfolgte das Unternehmen nicht den gleichen Tourenplan wie der Turnverein und war deshalb an manchen Adressen früher vor Ort. Auch konnte die Firma mit ihrem grossen Fahrzeug nicht alle Sammelpunkte anfahren.

Die Folge: Die Altpapierbündel wurden nicht überall abgeholt. Doch Hilfe naht. So hat die Gemeinde mit dem verantwortlichen Recyclingunternehmen vereinbart, dass eine Nachholtour für nicht abgeholtes Papier organisiert wird. Wie auf Hittnau-online zu lesen ist, werden nur die Sammelpunkte angefahren, an denen das Papier nicht mitgenommen wurde.

Betroffene können sich unter 043/288‘66‘20 oder sicherheit.gesellschaft@hittnau.ch bei der Abteilung Sicherheit und Gesellschaft melden.

8. Juni, 13.55 Uhr: «Hauptsache, es geht wieder los»

Halb- oder Ganzklasse – Jassin Rezika (17, Bild) ist das eigentlich egal. Hauptsache, es gehe an der Kantonsschule in Wetzikon endlich wieder mit dem Unterricht los. «Homeschooling war schon okay, aber auch mühsam», sagt der Schüler. «Ich spürte starke Schwankungen der Motivation.» Dass der Unterricht mit Einschränkungen stattfindet, kümmert ihn wenig. «Ich komme gut klar damit. Ich finde den Eingriff auch nicht so gross.»

8. Juni, 13.40 Uhr: Ustermer Mittagsbeizen bleiben leer

Es ist der erste Mittag unter der Woche, an dem in den Restaurants die Vier-Personen-Regel aufgehoben ist. In den Gaststätten im Ustermer Stadtzentrum scheint dies noch nicht angekommen zu sein. «Die Leute aus den Büros sind bislang nicht zurückgekehrt», sagt der Mitarbeiter des asiatischen Restaurants Nooch an der Bankstrasse, dessen Plätze an diesem Montagmittag überwiegend unbesetzt sind. Im «Butcher» gleich nebenan läuft ein bisschen mehr, das Gästeaufkommen ist aber nicht mit der Zeit vor dem Lockdown vergleichbar und an keinem Tisch finden sich mehr als vier Personen. «Viele wissen gar nicht, dass dies nun möglich wäre», sagt die Serviceangestellte.

Sogar im McDonald's (Bild), vor dem Lockdown Treffpunkt und Verpflegungsort zahlreicher grösserer Schülergruppen, herrscht tote Hose. «Wir rechnen damit, dass die Kunden erst langsam zurückkehren», sagt die Mitarbeiterin hinter der Kasse.

Hier geht es zum Artikel >>

8. Juni, 12.50 Uhr: Heime Uster lockern Massnahmen

Ab heute Montag können sich Bewohnerinnen und Bewohner der Ustermer Heime Im Grund und Dietenrain wieder mit ihren Angehörigen in frei zugänglichen Bereichen treffen. Am Nachmittag sind auch die Restaurants für solche Begegnungen wieder offen - ohne Terminvereinbarung. Besuche auf der Abteilung und in den Zimmern müssen jedoch angemeldet werden.

Alle Besucherinnen und Besucher müssen sich auf einer Liste eintragen. Diese dient im Notfall für das Contact-Tracing. Ausserdem gilt für die Besuchenden grundsätzlich die Maskenpflicht. Auf den geschützten Abteilungen mit den an Demenz erkrankten Bewohnenden ist – nach Rücksprache mit dem Pflegepersonal – eine Begegnung ohne Maske möglich.

Es steht den Bewohnenden frei, die Häuser für Ausflüge und Begegnungen unter Einhaltung der Hygienemassnahmen zu verlassen. Interne Veranstaltungen wie auch Gottesdienste finden in den Heimen ebenfalls demnächst wieder statt. Vorläufig sind dazu externe Gäste jedoch noch nicht zugelassen.

8. Juni, 11.50 Uhr: Zwei Meter Abstand? In der Schule???

Fabian Altorfer  (16), Schüler der KZO Wetzikon, fragt sich, ob die Massnahmen überhaupt einhaltbar sind. «Ich meine: Zwei Meter Abstand. Das geht vielleicht im Klassenzimmer, aber doch nicht auf den Gängen.» Aber die Rückkehr sei schon gut. «Es war schön, mehr frei zu haben, aber mir hat auch der Zusammenhalt gefehlt, die Diskussionen, die Kollegen.»

8. Juni, 11.30 Uhr: «Silberweide» öffnet wieder

Am kommenden Mittwoch startet die Naturstation Silberweide in Mönchaltorf in die Sommersaison. Vorerst gelten reduzierte Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Es gebe ein kleines Bistro-Angebot, schreiben die Betreiber in einer Mitteilung. Der Aussenbereich mit Feuerstelle, Spielplatz, der Erlebnispfad und auch der Parkplatz sind geöffnet.

8. Juni, 11.10 Uhr. Feuerwehr Wetzikon übt wieder

Nachdem der Übungsbetrieb der Feuerwehr fast drei Monate lang geruht hat, findet am Montagabend Abend in Wetzikon wieder die erste Mannschaftsübung statt, wie die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben mitteilt. Die letzte Übung habe am 11. März stattgefunden. Per 13. März wurde der Übungsbetrieb ganz eingestellt. «Nicht einmal Sitzungen oder Fahrschulen waren mehr möglich», so die Feuerwehr.

Damit das Feuerwehr-Wissen trotzdem trainiert werden konnte, sei Homeschooling angewendet worden. Mit verschiedenen Quizzes habe man das Wissen der Feuerwehrleute abgefragt und aktuell gehalten. «Diese Massnahme ersetzt mittel- und langfristig die Übungen natürlich nicht.» Der Stab konnte seine regelmässigen Stabsitzungen auch nicht mehr abhalten. Es sei auf Videokonferenz ausgewichen und oft telefoniert worden.

Nur die Einsätze ruhten nicht. «Da wir pro Woche zwei bis drei Mal ausrücken, waren die Einsätze sehr wertvoll, um unser Können aufrecht zu halten.»

Per 8. Juni 2020 sind nun wieder Mannschaftsübungen möglich. Jedoch mit Einschränkungen. So dürfen nur maximal 50 Prozent der Mannschaft sowie 50 Prozent des ganzen Kaders anwesend sein. Da Zugsübungen mit ungefähr einem Drittel der Mannschaft und Kader durchgeführt würden, stellten diese keine Probleme dar. Anders sehe es bei Kader- und Offiziersübungen aus. «Dort sind immer das ganze Kader respektive alle Offiziere anwesend.» Bis zu den Sommerferien habe man deshalb eine Offiziersübung annulliert.

8. Juli, 10.40 Uhr: Unterricht in Halbklassen an der Kanti Uster

Im Musikunterricht von Lehrer Raffael Schwalt klopfen 11 Schüler mit einem Hölzchen gegen ihr Pult im Rumba-Takt. Ein paar Mädchen kichern dabei. Einige sitzen an Einzeltischen, die meisten allein an einem Doppeltisch. Wegen Corona ist heute nur die halbe Klasse anwesend. Die andere Hälfte lernt heute zuhause.  Eine Schülerin erzählt, dass sie sich vor allem darauf gefreut habe, zu sehen, wie sich ihre Klassenkameraden optisch verändert hätten. «Ein paar sind fetter geworden – ich auch.» In der Zeit während der geschlossenen Kantonsschule habe sie nur wenig gelernt. «Ich habe neue Hobbys entdeckt: Kuchenbacken und Stricken.»

8. Juni, 10.20 Uhr: Wieder Schüler im Bildungszentrum Uster

Montagmorgen vor dem Bildungszentrum Uster. Eine Kantischülerin umarmt einen Schulkollegen. Der glückliche Junge hat heute Geburtstag. Die anderen Mädchen, die sich zuvor strikt an die Abstandsempfehlung gehalten haben, umarmen ihn auch. Kurz vor der ersten Stunde um 7.30 Uhr erzählen sich die Kantischüler noch ein paar Anekdoten, dann betreten sie das Bildungszentrum und marschieren den aufgeklebten Bodenmarkierungen entlang ins Klassenzimmer. In der Unterrichtsstunde von Englischlehrerin Andrea Bosshard wird über den Fall des von US-Polizisten getöteten Georg Floyd diskutiert. Wegen des Coronavirus wird nur die halbe Klasse unterrichtet. Der 16-Jährige Valentin Köpfli ist froh wieder hier zu sein: «Ich bin froh, meine Kollegen wieder zu sehen. Auch auf Frau Bosshard habe ich mich sehr gefreut.»

8. Juni, 9 Uhr - Wetter vermiest Atzmännig die Wiedereröffnung

Am Wochenende konnte der Atzmännig seinen vollen Betrieb wiederaufnehmen. Doch CEO Roger Meier zieht eine triste erste Bilanz. «Die Wetterprognosen haben uns den Samstag definitiv vermiest.» Dauerregen und tiefe Temperaturen seien angesagt gewesen, da hätten die Gäste halt andere Pläne geschmiedet. «Tatsächlich war es ja ganztags trocken und am Nachmittag sogar mit Sonnenstrahlen bestückt.» Theoretisch wäre auf der Anlage praktisch alles wieder nutzbar - die Freizeitattraktionen, ausser das Eurobungy-Trampolin, sind offen, auch der Seilpark, die Rodel- und Sesselbahn, die Gastronomie, die Übernachtungen und der touristische Campingteil, alles nutzbar. Doch da die Wetteraussichten schlecht bleiben, erwarte man einen sehr lauen Betrieb. «Dazu kommt, dass aufgrund der unsicheren Lage in den Monaten April und Mai zig Schulreisen abgesagt wurden.» Derzeit seien gerade mal 20 Schulausflüge bis Ende Jahr gebucht, sonst seien es 160 bis 200 in einem normalen Juni. «Das zeigt, dass wir trotz Öffnung nicht von hohen Frequenzen ausgehen können.»

8. Juni, 8.30 Uhr - die Schule geht wieder los

Die Schule startet heute für Berufsschüler und Gymnasiasten nach gut drei Monaten wieder. Kurz vor acht sind diese beiden jungen Frauen unterwegs. Julia Flüeler (18, rechts) und Zarina Berger (19) absolvieren in Wetzikon das eidgenössische Berufsattest und sind mit einer gewissen Skepsis unterwegs. Einerseits sei es schön, die Kolleginnen wieder zu sehen. Andererseits seien die Einschränkungen aber schon massiv. «Wir dürfen nicht einmal die Türe anfassen», sagt Flüeler. Und auch das mit den zwei Metern Abstand seit bald drei Monaten - «ich kanns bald nicht mehr hören». Umgekehrt sei das Lernen zuhause komisch gewesen, findet Berger. Und letztlich sei es schon besser, in den Unterricht zu gehen, als sich den Stoff sozusagen selber beizubringen.

7. Juni, 18 Uhr: Nachtleben kommt langsam in Fahrt

Am Samstagabend kam mit dem dritten Lockerungsschritt auch das Nachtleben wieder in Schwung. So zum Beispiel im Pfäffiker Chesselhuus, wo der Betreiber Reto Schaufelberger eine «Lock-up-Party» veranstaltete. Redaktorin Laura Hertel und Fotografin Seraina Boner mischten sich unter die Gäste um herauszufinden, ob die Leute bereits wieder in Feierlaune sind, und ob das Corona-Virus auf der Tanzfläche noch ein Thema ist.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

7. Juni, 15.50 Uhr: Wenn das Kino zum Zockerparadies wird

Unser Ressortleiter Hinwil, David Kilchör, hat sich zusammen mit Fotografin Seraina Boner in Wetzikon im Kino Palace unter die Zocker gemischt. Nachdem sich Kilchör gestern einen Überblick verschafft und selber zwischendurch etwas in der Welt von Mariokart versunken ist, hat er das Erlebte niedergeschrieben.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

7. Juni, 15.20 Uhr: Vor Ort bei der Eröffnung der Badisaison

Einen Monat später als normal, haben am 6. Juni die Oberländer-Badis erstmals geöffnet. Nur wenige Besucher wagten den Sprung in die Bassins der Region. Schuld waren laut Badibetreiber jedoch nicht Corona, sondern der Wochentag und die Wettervorhersage.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Vom trüben Wetter nicht entmutigen liess sich Heidi Schrag, wie sie unserem Video-Redaktor Simon Grässle erklärt.

7. Juni, 13 Uhr: Auf der Suche nach dem Virus

Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Wochen tief. Doch vollständig ist das Coronavirus noch nicht verschwunden. Nun stellt sich die Frage: wo ist das Virus hin? Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

7. Juni, 12 Uhr: Zu Besuch im Kinderzoo Rapperswil

Gestern hat der Rapperswiler Kinderzoo nach Winterpause und Lockdown erstmals seine Pforten wieder geöffnet. Unsere Reporterin Fabia Bernet war dabei. Nachdem sie gestern live dabei war, hat sie in die Tasten gehauen.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

7. Juni, 11.40 Uhr: Sie fährt wieder

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist die Dampflok des DVZO wieder von Bauma nach Hinwil gefahren. Ein wenig Hilfe musste die alte Dame wegen der Witterung von einer Diesellok im Anspruch nehmen. Doch dann stand der wilden Fahrt wie anno 1910 nichts mehr im Weg. Trotz des Regens und der verschärften Hygienemassnahmen freuten sich die Bähnler auf die Fahrt.

7. Juni, 1 Uhr: Ausgelassene Party-Stimmung im Chesselhuus

Am Abend um 19 Uhr kehrte zum ersten Mal seit Monaten wieder Leben ein im Chesselhuus. Gleich am ersten Tag der dritten Lockerungsetappe stieg nämlich dort die grosse «Lock-up-Party». Betreiber und Organisator Reto Schaufelberger konnte vor dem Anlass nicht genau einschätzen, wie viele Gäste an dieser ersten Party auftauchen würden. «Vielleicht sind es 20, vielleicht auch 100», hatte er bei der Planung der Veranstaltung gesagt. Tatsächlich fanden aber über 230 Menschen – die meisten im Alter zwischen 20 und 40 – in Feierlaune ihren Weg ins Chesselhuus. Bis zu 300 wären gemäss den neuen Richtlinien des BAG erlaubt gewesen.

Natürlich unterlag auch die Lock-up-Party einem Schutzkonzept. Beim Eintritt wurden alle Namen und Telefonnummern der Gäste aufgenommen. Die Mitarbeitenden trugen futuristische Kopfbedeckungen mit einer Plastikscheibe vor dem Gesicht oder Schutzmasken. Ansonsten erinnerte im Saal aber nicht mehr viel ans Corona-Virus. Es wurde zur Live-Musik der Pfäffiker-Band «Fine Taste», dem Wetziker Schlagerstar Swen Tangl und zur Musik von DJ Elk getanzt, mitgesungen und die Barmitarbeitenden hatten alle Hände voll zu tun. Vieles war so, wie man es sich von Festen im Dorf gewohnt ist. Nur, dass die Gäste um 10 Uhr bereits etwas wilder tanzten als sonst – um 12 Uhr sollte der Spass nämlich bereits wieder vorbei sein. 

Ein ausführlicher Bericht zur «Lock-up-Party» folgt am Sonntagnachmittag.

 

6. Juni, 16.45 Uhr: Richtlinien spürbar, aber nicht störend

Der Zoobesuch wird durch die Sicherheitsvorkehrungen nicht auf den Kopf gestellt. Da sind noch immer die Elefanten und auch die Giraffen, da ist immer noch die Wand mit den ausgefrästen Silhouetten vor dem Eingang. Trotzdem: Das Coronavirus und die Massnahmen sind auch im Zoo bemerkbar. Auf dem ganzen Gelände verteilt, sind Desinfektionssprays, die BAG-Richtlinien auf pinkem Grund sind überall nachzulesen und schwarz-gelbe Warnstreifen weisen auf die Abstandsregeln hin.

6. Juni, 16.15 Uhr: Solidarität im Knies Kinderzoo

Neuigkeiten von unserer Reporterin im Knies Kinderzoo in Rapperswil treffen ein: Am Morgen reihten sich die ersten Besucher bereits eine halbe Stunde vor Öffnung vor dem Eingang ein. «Es ist wundervoll, eine solche Solidarität zu erfahren», sagt Zoodirektor Franco Knie sen. «Die Leute wollen uns unterstützen.» 

Nervös sei er nicht gewesen. Viel mehr habe er sich einfach unglaublich auf die Eröffnung seines Zoos gefreut. Trotz des Regens kamen einige Besucher. Wie viele genau es am ersten Tag waren, könne er noch nicht genau beziffern, so Knie. «Wir hätten schon gerne schönes Wetter gehabt. Aber so können wie immerhin ganz langsam in diese neue Phase starten.» (Video: Fabia Bernet)

6. Juni, 15 Uhr: Nur 30 Kinder im Planschbecken erlaubt

Jede Badi in der Region hat das Schutzkonzept offenbar anders umgesetzt. Im Waldacher in Volketswil beispielsweise gibt es genaue Vorschriften für die Becken. Im Planschbecken sind maximal 30 Kinder inklusive Erwachsene zugelassen. Momentan stellt diese Regelung kein Problem dar, die Anstalt ist praktisch leer. Die Besucher werden gebeten, sich nicht zu lange im Becken auf zuhalten. Grillieren ist auf dem ganzen Schwimmbadareal verboten. 

6. Juni, 14.30 Uhr: Mariokart im Kino spielen

Unser zweiter Reporter ist derweil im Kino Palace in Wetzikon angekommen. Die Betreiber haben zur Wiedereröffnung die zwei Säle zu Nintendo-Spielhöllen umfunktioniert. Drei je zweieinhalbstündige Spielsessions locken über den Nachmittag und Abend hinweg Dutzende Gamer nach Wetzikon. Es habe gar Anmeldungen aus Zürich gegeben, sagt Marco Brenner vom Kino.

Generell sei das Konzept offenbar erfolgreich. Die gut 110 Tickets seien weggegangen wie warme Brötchen. Für die Installation des Rennspiels Mariokart für acht Personen – üblich sind maximal vier – hat das Kino grossen Aufwand betrieben und eigens eine Technikfirma engagiert. Die Investition soll sich auszahlen. «Wir wollen das auf jeden Fall in gewissen Abständen wiederholen», sagt Brenner.

Ab Sonntag ist jedoch vorerst wieder klassischer Kinoalltag angesagt. Mangels neuer Filme zunächst nur mit Reprisen. So wird das Kino etwa Kassenschlager wie «Jumanji» oder «Bad Boys» zeigen, aber auch «Platzspitzbaby» über das Leben der ehemaligen Hinwilerin Michelle Halbheer.

Das Kino Palace in Wetzikon ist das einzige im Oberland, das ab sofort wieder geöffnet hat. Die Kleinkinos in der Region wie das Central in Uster oder das Kultino in Wetzikon gehen erst nach den Sommerferien wieder auf. (Video: David Kilchör)

6. Juni, 14.10 Uhr: Badmeister vermutet Leute beim Einkaufen

Damit die Tourismusbranche von der dritten Lockerungswelle profitieren kann, hat der Bundesrat die Wiedereröffnungen bewusst statt auf einen Montag auf einen Samstag gelegt. Für die Badis ein Schuss in den Ofen; zumindest laut Mike Strasser, Badmeister in der Wetziker Badi Meierwiesen. Ihm zufolge hat es auch so wenig Leute, genau weil Samstag ist: «Für viele der Poschtitag.» Das stört die zwölfjährigen Freunde Oliver und Levi gar nicht. Sie finden es «mega cool» und sind sehr froh, wieder etwas unternehmen zu können. 

6. Juni, 14.05 Uhr: Der Regen ist im Anmarsch

Unsere Badi-Reporterin ist gerade auf dem Weg nach Wetzikon in die Badi Meierwiesen. Dort haben die Leute laut SRF-Meteo noch ein paar Stunden Zeit, sich in die milchige Sonne zu legen – danach schiffts. (Foto: Screenshot SRF-Meteo-App)

6. Juni, 14 Uhr: Hier lauern die grössten Gefahren

Casinos, Zoos, Schwimmbäder und Erotikbetriebe: Seit heute sind viele Orte mit grossem epidemiologischen Verbreitungspotenzial wieder zugänglich. Wo das Risiko, sich zu infizieren, besonders hoch ist, lesen Sie hier

6. Juni, 13.30 Uhr: Markierungen und kurzer Aufenthalt

Die Badi Uster setzt bei der Umsetzung des Schutzkonzepts auf Markierungen am Boden. Nur etwa zehn Personen befinden sich derzeit vor Ort. Sie dürfen maximal 2,5 Stunden dort bleiben. 

6. Juni, 13.15 Uhr: Leere Badis und kaltes Wasser

Auch eine Stunde später sieht es vor Ort nicht viel besser aus. In der Badi Uster halten sich nur zehn Leute auf. In der Badi Pfäffikon sind immerhin 34 Leute am Baden. Die Betriebsleiterin Colette Keller sagt, sie habe auf die Wiedereröffnung geplant. Nun sei sie ein bisschen enttäuscht. «Die wenigen Leute sind dem Wetter geschuldet. Sonst hätten wir die Grenze von tausend Besuchern ziemlich sicher bereits erreicht.» Wenigstens ist das Bassin geheizt, die Temperatur beträgt 24 Grad.

Im Gegensatz zu Keller sind die Badibesucher happy. So auch Familie Bollmann aus Pfäffikon: «Es ist toll, dass es so wenig Leute hat», finden die Kinder Nina und Tim.

Vom warmen Wasser können die Leute am Pfäffikersee derweil nur träumen. Dort muss man sich bei 17 Grad ins Wasser schmeissen. (Foto: Annette Saloma)

6. Juni, 12.15 Uhr: Besucherzahlen in Echtzeit

Die Badisaison hat endlich begonnen! Freibäder dürfen in diesem Sommer aber nur noch einen Bruchteil der Gäste empfangen, die sonst an Spitzentagen zu ihnen geströmt wären. Viele Betreiber nutzen darum technische Hilfsmittel, um die Bevölkerung live informieren zu können, ob es noch Platz in ihrer Badi hat. Eine der Plattformen, die einen solchen «Badi-Monitor» anbietet, heisst Countee. Sie bietet auf einen Blick Informationen von Dutzenden Badeanstalten inklusive Hallenbädern.

Das kühle Wetter animiert die Oberländer nicht gerade die Badis zu stürmen: Am Samstag kurz nach 12 Uhr waren im Schwimmbad Meierwiesen in Wetzikon noch 1500 und in den Strandbädern Uster und Auslikon noch je fast 500 Plätze frei. Wie die Situation jetzt gerade aussieht, sehen Sie hier. (Foto: Screenshot Countee.ch)

6. Juni, 12 Uhr: Infektionszahlen bleiben tief

Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Samstag 20 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Das macht nun schweizweit insgesamt knapp 31'000 bestätigte Infizierte und 1661 Todesfälle. 

6. Juni, 10.45 Uhr

Können die Oberländer die dritte Lockerungswelle trotz oder gerade dank den düsteren Wetteraussichten geniessen? Züriost hat seine Reporter ausschwärmen lassen. In den nächsten Stunden folgen hier Eindrücke aus den Badis und Kinos in der Region sowie aus Knies Kinderzoo in Rapperswil. Am späteren Abend liefern wir eine kleine Kostprobe aus dem Pfäffiker Chesselhuus. 

Dort steigt heute die grosse «Lock-up-Party». Betreiber und Organisator Reto Schaufelberger hat die Gelegenheit der weiteren Lockerungen am Schopf gepackt: «Live-Musik und ein DJ, ein paar Drinks mit Freunden – einfach mal wieder Spass haben.» Wie viele Besucher kommen werden, könne er nicht einschätzen. «Vielleicht sind es 20, vielleicht auch 100.»

Wie viele Personen bereits wieder feierwütig sind und sich heute Abend ins Chesselhuus verirren, lesen Sie dann morgen Sonntag in der ausführichen Berichterstattung des Anlasses ebenfalls hier auf Züriost.

6. Juni, 10.30 Uhr: Corona-Fälle in den Zürcher Bezirken

Die Gesundheitsdirektion gibt erstmals regionale Daten zur Verteilung der Corona-Fälle heraus: Ganz unterschiedlich verteilt ist die Todesfallrate im Kanton Zürich. Während auf 10’000 Einwohner gerechnet in der Stadt Zürich 1,6 Personen starben, sind es im Bezirk Meilen gerade einmal 0,48. Der Bezirk Hinwil zählt als einziger im Kanton keinen einzigen Todesfall. Lesen Sie den Artikel dazu hier.

6. Juni, 9.15 Uhr: Es wird kühl und nass

Die Wetteraussichten für das Wochenende sind mässig. Meteonews prognostiziert für die Region einen Mix aus Wolken und etwas Sonne. Der Samstag startet wechselnd bewölkt und vielerorts trocken. Vorübergehend kann sich auch mal länger die Sonne zeigen. Tagsüber bilden sich Quellwolken, und es ziehen Schauer auf. Es weht ein starker Westwind mit Böen von 50 bis 70 km/h, dazu werden 19 bis 21 Grad erreicht. Auch morgen Sonntag geht es oft bewölkt und zeitweise nass weiter. Aus Nordwesten folgt am Nachmittag eine zögerliche Wetterbesserung. In der neuen Woche bleibt es unbeständig.

6. Juni, 9 Uhr: Parkplätze wieder offen

Am letzten Wochenende war das Parkieren am Greifensee wieder möglich, nun zieht man auch am Pfäffikersee nach. Seit heute Samstag sind die Einschränkungen für den Autoverkehr aufgehoben. «Es wird an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert, die weiterhin gültigen Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten», heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Pfäffikon.

Kommentar schreiben

Kommentar senden