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Diese Haltestellen werden nicht behindertengerecht gemacht

Wenig Passagiere in Turbenthal

Diese Haltestellen werden nicht behindertengerecht gemacht

Wegen sehr tiefen Passagierzahlen werden einige Haltestellen in Turbenthal nicht behindertengerecht ausgebaut.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 19. Mai 2020, 16:15 Uhr Wenig Passagiere in Turbenthal
Kosten von einer Million Franken: Der behindertengerechte Umbau der Haltestelle Girenbad wäre unverhältnismässig teuer.
Rolf Hug

Das Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes verlangt, dass bis spätestens Ende 2023 Bushaltestellen behindertengerecht gemacht werden müssen. Das Amt für Verkehr des Kantons Zürich prüft deshalb vor Ablauf der Übergangsfrist sämtliche Einrichtungen auf Gebiet der Staatsstrassen. In Turbenthal sind dies aktuell die Haltestellen an der Steinenbach- und Schmidrütistrasse sowie in der Aussenwacht Girenbad.

Die Haltestellen an der Steinenbach- und Schmidrütistrasse weisen aufgrund des kleinen Einzugsgebietes sehr tiefe Passagierzahlen auf. Zudem befindet sich keine Einrichtung in der Nähe, welche von Menschen mit eingeschränkter Mobilität benutzt wird. Wie der Gemeinderat Turbenthal mitteilt, schlägt das Amt für Verkehr deshalb vor, die Haltestellen Talgarten, Gosswil, Kellersacker, Freckmünd, Schmidrüti Dorf und Schmidrüti Buchenstocken im heutigen Zustand zu belassen. Der Gemeinderat unterstützt dieses Vorgehen in Anbetracht der beschriebenen Umstände.

Gemeinde müsste sich beteiligen

Bezüglich der Haltestelle Girenbad beauftragte das Amt für Verkehr des Kantons Zürich im letzten Jahr ein Ingenieurbüro mit der Ausarbeitung von Möglichkeiten für eine behindertengerechte Bushaltestelle. Dabei zeigte sich, dass die bevorzugte Variante mit Kosten von rund einer Million Franken verbunden wäre und dass sich die Gemeinde vermutlich daran beteiligen müsste.

Es besteht seitens des Zürcher Verkehrsverbunds und Postauto keine verbindliche Zusage, dass die heute mit zwei Kursen pro Tag geführte Verbindung nach Girenbad aufgrund der eher geringen Fahrgastzahlen dauerhaft bestehen bleibt. Die extrem hohen Kosten für die Erstellung einer behindertengerechten Haltestelle sind unter diesen Vorgaben nicht zu rechtfertigen. Der Gemeinderat teilt deshalb die Haltung des Amtes für Verkehr, auf einen Ausbau zu verzichten und die Bushaltestelle Girenbad im heutigen Zustand zu belassen.

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