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Die neusten Entwicklungen

Coronavirus-Ticker: Das geschah bis am 25. April

Die Auswirkungen des Coronavirus schränken das Leben in der Region massiv ein. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 24. April 2020, 12:00 Uhr Die neusten Entwicklungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab dem 27. April dürfen ambulante Praxen sowie Coiffeur-, Massage- und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch die Gemeindeparlamente dürfen wieder tagen.
  • Am 11. Mai sollen die obligatorischen Schulen und die Läden wieder öffnen.
  • Am 8. Juni gehen dann Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder auf.
  • Bisher liegen schweizweit 28'894 positive Testergebnisse vor – 1329 Infizierte sind gestorben. (Stand: Samstagmittag / Quelle: BAG)
  • Im Kanton Zürich wurden 3366 Patienten positiv getestet – 113 Personen sind gestorben. (Stand: Freitagabend/ Quelle: Gesundheitsdirektion) 
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet: 058 463 00 00.

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Ticker

25. April, 17.45 Uhr: 33 Neuinfizierte in Zürich

Zurzeit sind 3397 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 33 Personen mehr als gestern. 77 der positiv Getesteten befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 38 Patienten künstlich beatmet. Total verzeichnet der Kanton 114 Todesfälle, einer mehr als am Freitag.

25. April, 13 Uhr: Zahl der Neuinfizierten steigt wieder

In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 217 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind etwas mehr als am Vortag. Am Freitag waren 181 Neuansteckungen gemeldet worden. Insgesamt zählt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 28'894 laborbestätigte Fälle und 1329 Todesfälle.

Bisher wurden mehr als 245'300 Tests durchgeführt. Davon waren 14 Prozent positiv, wie das BAG schreibt. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein. Neu empfiehlt das BAG Tests für alle Patienten mit Symptomen von Covid-19. Bisher wurden nur Menschen mit Vorerkrankungen und Spitalpatienten getestet sowie Gesundheitspersonal.

24. April, 17.20 Uhr: Das sind die aktuellen Zahlen des Kantons

 PZurzeit sind 3366 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 29 Personen mehr als gestern. 83 der positiv Getesteten befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 42 künstlich beatmet. Total verzeichnet der Kanton 113 Todesfälle, zwei mehr als am Donnerstag.

24. April, 16.50 Uhr: Ustermer Bäcker sieht Krise als Chance

Martin Mayer, Geschäftsführer der Bäckerei Vuaillat AG, sieht die Coronakrise auch als Chance. Trotz Umsatzeinbussen von rund 30 Prozent sagt er, der drei eigene Filialen in Uster und Illnau besitzt, dass er auch positive Veränderungen sehe. «Es ermöglicht uns nun vielleicht das Sortiment zu überdenken oder neue Verkaufskanäle zu etablieren.»

Gemeinsam mit freiwilligen Helfern werden die Produkte der Bäckerei werktags ausgeliefert. Diesen Lieferdienst habe er innert drei Tagen aufgebaut.

24. April, 16 Uhr: Wildberg verschiebt Gemeindeversammlung

Der Gemeinderat Wildberg hat an seiner Sitzung vom 21. April beschlossen, die Gemeindeversammlung vom 10. Juni aufgrund der ausserordentliche Lage zu verschieben. Das steht auf der Webseite der Gemeinde. Das Verschiebedatum ist der Mittwoch, 2. September.

24. April, 15.45 Uhr: Greifensee sperrt Wiesenplätze

Die Wiesen der Seeanlage seien bis letzte Woche zuweilen zu regelrechten «Hotspots» geworden, beginnt der Gemeinderat ein Schreiben, das er auf der Webseite publizierte. Leider sei dabei das «Social Distancing» zunehmend ungenügend eingehalten worden. Darüber hinaus habe es teilweise an Respekt gegenüber den Aufsichtspersonen von Polizei und der Sicherheitsfirma AlphaProtect gemangelt.

Nun hat der Gemeinderat entschieden, per Freitag, 24. April, zusätzlich zur Badi Furen, den Parkplätzen in Seenähe und den Stegen auch die Schlosswiese und die weiteren Wiesen der Seeanlage bis auf Weiteres zu schliessen. Die Garnhänki-Wiese sei vorläufig noch offen, da es dort weniger Ansammlungen gegeben habe.

24. April, 14.35 Uhr: Kanton Zürich will Clubs finanziell unterstützen

Der Kanton stützt sich bei seinem Vorgehen auf die COVID-Verordnung Kultur des Bundes, wie es in einem am Freitag veröffentlichten Merkblatt der Fachstelle Kultur heisst. Diese regelt unter anderem die Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen, die aufgrund der Corona-Krise Veranstaltungen verschieben oder absagen mussten.

Der Bund sieht in den Ausführungsbestimmungen jedoch vor, dass «Discotheken, Dancings und Night Clubs» von der Unterstützung ausgenommen seien. Der Kanton Zürich stützt sich nun gemäss Merkblatt auf bestimmte Tarife der Urheberrechtsgesellschaft SUISA. Kulturunternehmen, welche nach diesen Tarifen abrechnen, können Antrag auf Ausfallentschädigung stellen.

«Reine Discobetriebe können und wollen wir nicht unterstützen», sagt Madeleine Herzog, Leiterin der Fachstelle Kultur auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Aber der Bund habe die Zürcher Technokultur 2018 zu seiner «Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz» hinzugefügt, sie sei ein wichtiger Teil des kulturellen Angebots in der Stadt Zürich. Diese gelte es zu erhalten.

Die Bar & Club Kommission Zürich äusserte sich in einer Mitteilung vom Freitag «hocherfreut» über den Entscheid der Fachstelle. Für das Zürcher Nachtleben, welches von einer lebendigen DJ-Kultur geprägt werde, bedeute der Entscheid auch eine wichtige kulturelle Anerkennung.

Die Ausfallentschädigung für betroffene Betriebe wird gemäss Verordnung je zur Hälfte vom Bund und vom Kanton finanziert. Für den Anteil des Kantons Zürich wird dem Kantonsrat laut Herzog ein Nachtragskredit beantragt werden. (sda)

24. April, 14.35 Uhr: Das sagen die Experten des Bundes

Daniel Koch, Delegierter des BAG für COVID-19

  • Die Fallzahlen seien etwas gesunken, so Daniel Koch. Die Tendenz sei nach wie vor sinkend. Momentan befänden sich ungefähr 200 Infizierte an Beatmungsmaschinen. Das Wochenende symbolisiere die letzten Tage, an denen die ganz strikten Regelungen gelten. Die fünf Personen-Regel gelte aber weiterhin, der Abstand müsse nach wie vor beachtet werden. Nur weil Lockerungsmassnahmen eingeführt würden, dürfe man die Massnahmen nicht vernachlässigen, sagt Koch. Nur wenn es gelinge, die Fallzahlen weiter zu drücken, könne den Sommer einigermassen erträglich und normal erleben.

Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO

  • 180'000 Unternehmen mit insgesamt 1'855'000 Erwerbstätigen haben  gemäss Boris Zürcher einen Antrag für Kurzarbeit eingereicht. Bewilligt seien bislang die Anträge von 100'000 Unternehmen mit 917'000 Erwerbstätigen. Per Ende April zähle man 153'000 Arbeitslose was einer Quote von 3,4 Prozent entspricht. Seit Anfang Jahr seien 525 Millionen Franken Kurzarbeitsentschädigung ausgezahlt worden. In den Monaten Januar und Februar seien es je etwa 5 Millionen Franken gewesen.

Markus Näf, Brigadier, Beschaffungskoordinator VBS

  • Die Apotheke der Armee beschaffe kritische Corona-Güter in sechs verschiedenen Kategorien, sagt Markus Näf. Dazu gehörten persönliche Schutzanzüge, Desinfektionsmittel, medizinische Geräte, Laborzubehör und Arzneimittel. Die Verteilung dieser Güter erfolge über das staatliche Ressourcenmanagement. Jede Organisation beschaffe weiterhin eigenständig das benötigte Material, die Armee kümmere sich um die Lücken. Die Armee kaufe grosse Mengen zwischen 10 und 20 Millionen Stück. Die Ware kaufe man nur erfahrenen Verkäufern. In einer weiteren Phase unterstütze man den Aus- und Aufbau von Produktionsstätten von beispielsweisen wiederverwendbaren Masken. In den nächsten zwei Wochen erwarte man rund 90 Millionen Masken.

Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum, EDA

  • Der Bund hat die Repatriierungsflüge vorfinanziert. 10 Millionen Franken habe das Ganze gekostet, sagt Hans-Peter Lenz. Das EDA habe sich für einen Pauschalbetrag für die Tickers entschieden, der sich nach der Länge der Flugstrecke berechnet. Für Kurzstrecken bis 1500 Kilometern werde die Kostenbeteiligung 400 Franken betragen, für Mittelstrecken von 1500 bis 3500 Kilometern müsse man 600 Franken bezahlen und für Langstrecken von über 3500 Kilometern 1100 Franken. Flüge über 12000 Kilometer werden die Passagiere 1700 Franken kosten. Rund 80 Prozent der entstandenen Kosten werde durch die Passagiere refinanziert.

Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen VBS

  • Bis Ende dieser Woche werden 1000 Angehörige der Armee nach Hause gehen können, sagt Raynald Droz. Bis Mitte Mai werde man den Bestand weiter reduzieren können.

24. April, 13.20 Uhr: Hittnauer in China erzählt

Raphael Zumsteg, ursprünglich aus Hittnau, wohnt seit zwei Jahren in China. Wegen dem Coronavirus sassen er und seine Frau fünf Wochen in der Wohnung fest. Während in China langsam Normalität zurückkehrt, blickt Zumsteg gespannt in die Schweiz und auf die Entscheidungen des Bundesrats.

Hier lesen Sie den ganzen Artikel.

24. April, 13.05 Uhr: Experten des Bundes informieren um 14 Uhr

Um 14 Uhr treten die Experten des Bundes vor die Medien. Sie informieren über den aktuellen Stand der Dinge. Dabei sind Daniel Koch, Delegierter des BAG für COVID-19, Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit, Markus Näf, Brigadier und Beschaffungskoordinator, Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum und Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen.

Im Anschluss an die Konferenz publizieren wir hier im Ticker eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Fakten. (Foto: Keystone)

24. April, 12.30 Uhr: Fischental sperrt Zufahrt zur Strahlegg

Die Gemeinde Fischenthal schränkt die Zufahrt in die Strahlegg übers Wochenende ein. Nur Berechtigten und Anwohnern ist die Zufahrt erlaubt. Die Parkplätze am Bahnhof Steg sowie beim Skilift Steg dürfen benützt werden, schreibt die Gemeinde auf ihrer Webseite.

24. April, 12 Uhr: Zahl der Neuinfizierten sinkt leicht

Der Aufwärtstrend der letzten Tage bei der Zahl der Corona-Infektionen konnte gestoppt werden. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG), wurden 181 neue Ansteckungen registriert. Am vergangenen Mittwoch waren es noch 205 Fälle, gestern Donnerstag wurden 228 Infektionen gemeldet. Insgesamt gab es am Freitag laut Bundesamt für Gesundheit 28'677 laborbestätigte Fälle. Die Todesfälle in allen Kantonen zusammen nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Donnerstagmittag auf 1556 zu.

1309 Todesopfer gemeldet

Das BAG gab die Zahl der Todesopfer am Freitagmittag mit 1309 an. Das Amt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Freitagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

24. April, 11.15 Uhr: Rega fliegt mehr als 100 Mal wegen Coronavirus

Am 11. März ist die Rega zum ersten Mal mit einem Patienten, der am Coronavirus erkrankt ist, geflogen. Seit dann ist sie über 100 Mal abgehoben und hat infizierte Patienten im In- und Ausland transportiert. In den letzten vier Wochen seien die Helikopter-Crews im Durchschnitt zu etwa 20 Einsätzen pro Tag geflogen, schreibt die Rega in einer Mitteilung.

24. April, 10.30 Uhr: Grösste Rückholaktion in der Geschichte des EDA

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA hat bisher fast 7000 Reisende in die Schweiz zurückgeholt, die im Ausland blockiert waren. Nächste Woche stehen weitere Flüge aus Indien und Afrika an. Es ist die grösste Rückholaktion seit es das EDA gibt. 35 Flüge wurden durchgeführt. Unter den 7000 Reisenden befanden sich 3974 Schweizerinnen und Schweizer, die restlichen 2976 Passagiere leben in anderen Ländern.

Der Bund hat die Flüge gemäss EDA vorfinanziert. Die rund 10 Millionen Franken werden von den repatriierten Reisenden mitgetragen. Für den Flug zahlen sie ungefähr das, was der Flug normalerweise ungefähr kosten würde. (Foto: Keystone)

24. April, 10.25 Uhr: Bäretswil spricht Kredit für Selbstständige

Der Bäretswiler Gemeinderat hat einen Kredit über 250'000 Franken gesprochen, damit in Not geratende Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer mit Darlehen oder Beiträgen unterstützt werden können. Die Hilfe sei zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen gedacht und setze dort an, wo die Hilfspakete von Bund und Kanton nicht zum Zuge kämen, so der Gemeinderat.

24. April, 9.55 Uhr: Lockerungen auf 27. April

Geöffnet oder gestattet:

  • Bau- und Gartencenter
  • Coiffeur- und Kosmetiksalons
  • Einrichtungen zur Selbstbedienung
  • Arzt- und Zahnarztpraxen
  • Physiotherapie, Massage
  • Alle Eingriffe in Spitälern

Geschlossen oder verboten:

  • Treffen von mehr als fünf Personen
  • Schulen
  • Restaurants und Barbetriebe
  • Campingplätze
  • Theater
  • Museen
  • Bibliotheken
  • Zoos, botanische Gärten
  • Schwimmbäder

24. April, 9.40 Uhr: Corona-Massnahmen in Turbenthal

Wegen der Corona-Pandemie ist der Parkplatz beim Bichelsee gesperrt. Zudem ist der Zutritt zur Badi mit der Liegewiese auf Turbenthaler Gemeindegebiet bis auf Weiteres untersagt.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

24. April, 8.30 Uhr: Egg sagt Gemeindeversammlung ab

Aufgrund der aktuellen Lage findet die Egger Gemeindeversammlung vom Montag, 15. Juni nicht statt. Die anstehenden Geschäfte seien als nicht dringlich eingestuft und können an der nächsten Gemeindeversammlung, voraussichtlich am Montag, 7. September, behandelt werden.

24. April, 8.25 Uhr: Huber+Suhner führt Kurzarbeit ein

Das Geschäft in China habe sich schnell erholt und bewege sich seither auf einem guten Niveau, teilt der Kabel- und Komponentenhersteller Huber+Suhner in einer Mitteilung mit. Wegen der mittlerweile weltweiten Ausbreitung des Coronavirus seien nun aber andere wichtige Absatzregionen und Werke betroffen.

In den Schweizer Werken habe die Produktion mit betrieblichen Anpassungen sowie unter konsequenter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln durchgehend aufrechterhalten werden können. Der Betrieb in den Produktionsstätten in anderen Ländern war teilweise von vorübergehenden Unterbrüchen betroffen.

Die Firma geht momentan davon aus, dass es mehrere Wochen dauern wird, bis sich die Nachfrage wieder vollkommen erholen wird. Vor diesem Hintergrund und um den dadurch erwarteten Auswirkungen zu begegnen, passt das Unternehmen die Kapazitäten den neuen Gegebenheiten an. Nachdem bisher vor allem Ferien und vorhandene Zeitsaldi abgebaut worden seien, plane man in der Schweiz und in einzelnen anderen Ländern ab Mai die Einführung von Kurzarbeit. Die Produktionsstätten sollen davon nach Möglichkeit ausgenommen bleiben.

24. April. 8.15 Uhr: Schutzmasken made in Uster

Weil ihnen das Coronavirus vorübergehend die Arbeit nahm, haben zwei Ustermerinnen begonnen, Schutzmasken zu nähen. Die Aufträge werden laufend mehr.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

23. April, 17.20 Uhr: Drei weitere Todesfälle im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind drei weitere Personen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle bis am Donnerstagnachmittag auf insgesamt 111.

Wegen einer Corona-Infektion befinden sich aktuell 111 Patientinnen und Patienten im Spital. Das ist eine Person mehr wie noch am Mittwoch. Die Zahl jener, die künstlich beatmet werden müssen, ist unverändert bei 44 geblieben. Bis jetzt wurden im Kanton Zürich 3337 Personen positiv auf das Virus getestet, das sind 17 mehr als am Vortag.

23. April, 17.15 Uhr: Bus-Pilotversuch startet später

Im Juni 2019 bewilligte die Gemeindeversammlung Seegräben den Kredit für einen zweijährigen Versuchsbetrieb einer Buslinie vom Bahnhof Uster bis Gemeindehaus Seegräben für den Ausflugsverkehr jeweils zwischen Mai und Oktober 2020 und 2021.

Aufgrund der noch andauernden ausserordentlichen Lage hat der Gemeinderat in Absprache mit der VZO nun entschieden, den Start vorerst um einen Monat, auf anfangs Juni zu verschieben. Er wolle den Start dieses Pilotprojektes davon abhängig zu machen, wie sich die Lage verbessert und die Umstände einen ordentlichen Betrieb erlauben, schreibt der Gemeinderat.

23. April, 17.05 Uhr: Ustermer Freitagsmarkt darf auch dezentral nicht stattfinden

Eigentlich hätten die Marktverantwortlichen der Stadt Uster am Freitag, 24. April ihren Wochenmarkt wieder durchführen wollen. Dieser konnte seit
Beginn der Coronavirus-Massnahmen Mitte März 2020 nicht stattfinden und sei in der Bevölkerung sehr vermisst worden, wie es in einer Mitteilung der Stadt Uster heisst. In angepasster Form wollte die Stadt die Marktstände nun in grossen Abständen rund ums Stadthaus verteilt aufstellen und den Wochenendeinkauf auf diese Weise wieder ermöglichen.

Buchstäblich in letzter Minute hat nun jedoch die kantonale Volkswirtschaftsdirektion interveniert und der Stadt mitgeteilt, dass es nicht möglich sei, das
Marktverbot des Bundesrates durch grosszügige Abstände zwischen den einzelnen Ständen zu umgehen. Aufgrund dieser Einschätzung muss die Stadt Uster den dezentral geplanten Markt wieder absagen.

23. April, 15.30: Gemeinde Fischenthal kehrt zu reduzierten Öffnungszeiten zurück

Aufgrund der Lockerungen der Corona-Massnahmen kehrt der Schalterbetrieb der Gemeindeverwaltung Fischenthal ab Montag, 27. April 2020, zu den reduzierten Öffnungszeiten zurück, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Schalter ist von dann an jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr geöffnet.

23. April, 14.20 Uhr: Seco erwartet stärksten BIP-Rückgang seit Jahrzehnten

Die Coronakrise brockt der Schweiz den stärksten Einbruch der Wirtschaftsaktivität seit 1975 ein. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) rechnet mit einem Absturz des Bruttoinlandproduktes (BIP) im laufenden Jahr um 6,7 Prozent, wie es am Donnerstag bekannt gab.
 

 

23. April, 14.10 Uhr: Amateur-Kicker müssen weiter auf Entscheid warten

Vorerst bleibt unklar, ob und wie es mit Meisterschaft und Cup im Amateurfussball weitergeht. Der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands will mit einem definitiven Entscheid noch zuwarten. Grund dafür ist die Ankündigung  von Sportministerin Viola Amherd (CVP), am Mittwoch, 29. April, Details zur Exitstrategie Sport bekannt zu geben. 

Der Zentralvorstand will dann basierend auf dem Zeitplan und den Vorgaben der Regierung und der Behörden, den Beschluss über die Weiterführung oder den vorzeitigen Abbruch des Spielbetriebs im Schweizer Fussball fassen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Am letzten Samstag hatte die Amateur Liga sowie die 13 Regionalverbände beim Zentralvorstand beantragt, alle ihre Meisterschafts- und Cupwettbewerbe abzubrechen, und damit die laufende Saison zu annullieren. Damit wären sämtliche Spielklassen der 2. Liga interregional bis zur  5. Liga nicht gewertet worden. Es gäbe folglich auch keine Auf- und Absteiger und auch keinen Sieger im Regionalcup. Die Teilnehmer am Schweizer Cup sollen per Los aus den in den regionalen Cup-Wettbewerben übrig gebliebenen Teams bestimmt werden.

23. April, 13 Uhr: Bars und Wellness in den Hotels wieder erlaubt

Während das Sortiment bei den Grossverteiler beschränkt bleibt, hat der Bund die Spielregeln für die Tourismusbranche gelockert: Ab sofort ist es Schweizer Hotels wieder erlaubt, ihre Spa- und Wellnessanlagen, Fahrradverleihe und sogar die Bars wieder zu öffnen. Das geht aus den neuesten Erläuterungen des BAG zur aktuellen Covid-19-Verordnung hervor. Sauna und Dampfbad dürfen aber nur aufgehen, wenn Hygiene- und Distanzvorschriften eingehalten werden. Und die wichtigste Spielregel: Zutritt zur Bar oder dem Spa haben nur Hotelgäste.

23. April, 12.15 Uhr: Neue Zahlen des BAG

In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 228 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit ist die Zahl der Neuansteckungen wieder leicht gestiegen. Am Dienstag war mit 119 Ansteckungen ein Tiefststand gemeldet worden.

Insgesamt gab es am Donnerstag laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 28'496 laborbestätigte Fälle. Die Todesfälle in allen Kantonen zusammen nahmen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bis Donnerstagmittag auf 1518 zu. Der Kanton Waadt steht an der Spitze mit 310 Toten, vor dem Tessin mit 295 Toten. An dritter Stelle steht Genf mit bisher 205 Toten.

14 Prozent der Tests positiv

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab die Zahl der Todesopfer am Donnerstagmittag mit 1268 an. Das Amt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Dienstagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schrieb das BAG weiter.

Bisher wurden gegen 235'252 Tests durchgeführt. Davon waren 14 Prozent positiv, wie das BAG schreibt. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein

23. April, 11 Uhr: Gemeinde Rüti verlängert Corona-Massnahmen

Die Gemeinde Rüti hat verschiedene Massnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verlängert. Die Parkuhren der Gemeinde Rüti müssen bis am 10. Mai nicht gefüttert werden, der Parkraum wird nicht bewirtschaftet, und es werden keine Parkbussen verteilt. Diese Regelung hat der Gemeindeführungsstab verlängert, sie war ursprünglich bis zum 19. April vorgesehen. Weiterhin und wie bisher werden nachts parkierte Fahrzeuge kontrolliert.

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Einzelfirmen erhalten bis auf weiteres kostenlos Auszüge aus dem Betreibungsregister, die für Massnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus benötigt werden. Die Gemeinde Rüti verzichtet bei fälligen Rechnungen ebenfalls bis auf weiteres darauf, Mahnungen zu verschicken. Zudem gilt für Rechnungen, die die politische Gemeinde verschickt, anstelle von normalerweise 30 Tagen eine Zahlungsfrist von 120 Tagen.

   

23. April, 10.43: Kanton Zürich regelt Ausfallentschädigung für Kindertagesstätten

Die Plätze in den Kindertagesstätten im Kanton Zürich sind wegen der Corona-Pandemie nur noch schwach belegt. Die rund 20'000 Betreuungsplätze in den 700 Kitas im Kanton Zürich sind seit Mitte März noch zu durchschnittlich 30 Prozent ausgelastet, die rund 400 Plätze in Tagesfamilien noch zur Hälfte. 

Der Regierungsrat will nun, dass die öffentliche Hand die damit verbundenen Ertragsausfälle grösstenteils übernimmt. Konkret sollen Kanton und Gemeinden rund 80 Prozent des Schadens übernehmen, den Kinderbetreuungseinrichtungen im Kanton wegen der Corona-Krise haben, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Für den Kanton belaufen sich die Kosten auf höchstens 13 Millionen Franken monatlich. 

Eltern, die ihre Kinder nicht mehr in die Kitas bringen, seien unbesehen allfälliger vertraglicher Verpflichtungen nicht gewillt, für die nicht mehr bezogene Betreuungsleistung weiterhin zu bezahlen, heisst es in der Vorlage des Regierungsrates.

Die Ausfallentschädigung werde nur auf Gesuch hin ausbezahlt. Die Verordnung tritt rückwirkend auf den 16. März in Kraft. Sie wird nun dem Kantonsrat zur Genehmigung vorgelegt.

23. April, 9.45 Uhr: Empa beteiligt sich an Forschung wiederverwertbarer Masken

Schutzmasken sind derzeit ein rares Gut. Um die Schweiz in der Corona-Krise mit effizientem Schutzmaterial auszurüsten, arbeiten Empa-Forschende aus Dübendorf gemeinsam mit einem landesweiten Team aus Forschung, Gesundheitswesen und Industrie am Projekt «ReMask». Dabei werden neue Maskentypen sowie Technologien zur Wiederverwendung von vorhandenem Schutzmaterial werden entwickelt – für jetzt, aber auch für künftige Pandemien, wie es in einer Mitteilung heisst.

23. April, 8 Uhr: Corona-App bald Pflicht für alle?

Eine Handy-App soll die Schweizer Bevölkerung nach dem Kontakt mit Infizierten vor einer Ansteckung warnen. Die App solle Pflicht werden, schlägt CVP-Fraktionspräsidentin Andrea Gmür vor. Das verhindere drastischere Massnahmen.

Die sogenannte Contact-Tracing-App alarmiert den Nutzer, wenn er sich in der Nähe einer Person aufgehalten hat, die das Coronavirus eingefangen hat. Allerdings ist die Bevölkerung nur dann geschützt, wenn das Programm auf mehr als 60 Prozent der Mobiltelefone installiert wird.

Widerstand in der Bevölkerung

Doch wie soll das funktionieren in einem Land, in dem selbst die meistgenutzte App nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung erreicht? «Damit App volle Wirkung erzielen kann, muss sie während akuter Notphase obligatorisch sein». 

In der Bevölkerung würde ein App-Obligatorium allerdings Widerstand auslösen. Darauf lassen die zahlreichen Reaktionen auf Twitter, aber auch eine Umfrage in Bayern von Anfang April schliessen. Ein Drittel der Befragten sieht in solchen Apps eine Verletzung der Privatsphäre, ein Drittel zu starke staatliche Überwachung, 43 Prozent warnen vor dem Risiko einer potenziellen Überwachung auch nach der Corona-Krise. 

Den ganzen Artikel gibt es hier.

23. April, 7.30 Uhr: Produktionsmaschinen für medizinische Masken

In der Schweiz können spätestens ab Mitte Mai täglich bis zu 100'000 Masken der Schutzklasse FFP2 produziert werden. Die entsprechenden Maschinenteile kamen am Mittwochabend mit einem Swiss-Flug aus Shanghai in Zürich-Kloten an.

Die Produktionsmaschinen würden in den kommenden zwei Wochen in den Produktionshallen der Firma Flawa in Flawil SG aufgebaut und durch Techniker aus China in Betrieb genommen. Sobald die beiden Maschinen mit voller Kapazität laufen, könnten rund um die Uhr täglich zwischen 80'000 und 100'000 FFP2-Masken hergestellt werden. 

Atemschutzmasken der Schutzklassen FFP2 oder FFP3 sind weiterhin vorwiegend für medizinisches Personal vorgesehen, das im richtigen Umgang mit diesen Masken geschult ist. Am Lager sind derzeit 1,2 Millionen FFP2-Masken. (Foto: Keystone)

23. April, 7 Uhr: Glättli will stärkere Kontrolle des Bundesrates

Die Grundrechte in der Schweiz sind in Krisenzeiten nach Ansicht von Balthasar Glättli, Fraktionschef der Grünen, nicht genügend geschützt. Die Versammlungsfreiheit oder die Wirtschaftsfreiheit seien beim Notrecht extrem eingeschränkt.

Der Bundesrat versichere zwar, dass er genau abwäge zwischen der Notwendigkeit der Notverordnungen und den Grundrechten. Aber einzig das Bundesamt für Justiz prüfe, ob die Einschränkungen verhältnismässig seien, oder ob man nicht auch mit milderen Massnahmen den gleichen Effekt erzielen könnte, sagte Glättli in einem Interview mit den Zeitungen der CH Media.

Das sei falsch. Das Bundesgericht müsste im Eilverfahren Notstandsverordnungen, die vom Bundesrat oder vom Parlament erlassen worden seien, abstrakt auf ihre Verhältnismässigkeit prüfen können.

22. April, 18 Uhr: Drei neue Corona-Tote im Kanton

Im Kanton Zürich sind drei weitere Personen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle bis am Mittwochnachmittag auf insgesamt 108 Todesfälle. Wegen einer Corona-Infektion befinden sich aktuell 110 Patientinnen und Patienten im Spital. Das sind gleich viel wie am Dienstag. Die Zahl jener, die künstlich beatmet werden müssen, hat sich aber mit 44 um drei Fälle erhöht Bis jetzt wurden im Kanton Zürich 3320 Personen positiv getestet, das sind 40 mehr als am Vortag.

22. April, 17.15 Uhr: «So schnell wie möglich, so langsam wie nötig»

Die Reden von Bundesrat Alain Berset haben in der Schweiz Kult-Status erreicht. Nachdem sich bereits etliche Memes und Songs unter dem Motto «Bleiben Sie zuhause» verbreiteten, werden nun auch T-Shirts gedruckt mit dem neuen Slogan «So schnell wie möglich, so langsam wie nötig». Gesagt hat er diesen Satz in der heutigen Pressekonferenz, in der er betonte, dass der Bundesrat die Massnahmen so schnell wie möglich lockern werde – aber eben doch genug vorsichtig.

Den Satz drucken zwei Drucker aus Sévaz FR bis Ende dieser Woche auf T-Shirts und verkaufen sie. Der Erlös soll vollumfänglich an die Glückskette gehen, die damit durch die Coronakrise betroffene Personen unterstützt

22. April, 17.10 Uhr: Pressekonferenz des Bundesrats vom 22. April

Um 15 Uhr informierte der Bundesrat in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Dinge. Den Ticker zum nachlesen gibt es hier

22. April, 14.20 Uhr: Wirtschaftsförderung will «Gleiche Spiesse für alle»​​​​​​​

Das Forum Zürich, dem unter anderem auch der Arbeitgeberverband Zürcher Oberland mit Sitz in Uster angehört, fordert  den Bundesrat in einem Schreiben auf, alle Tätigkeiten, bei denen die Gesundheits-, Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können unabhängig von Branchen gleichzeitig mit der Öffnung anderer Geschäfte am 27. April zu erlauben. Ähnlich sieht es Mani Sokoll, Leiterin Wirtschaftsförderung Zürioberland. In Sachen Lockerungsplänen teile sie die Meinung «gleiche Spiesse für alle». «Wenn also beispielsweise der Grossverteiler wieder Kleider verkaufen darf, wieso sollte es der kleine Kleiderladen nicht auch dürfen. Das macht keinen Sinn.»

In ihrer Funktion als Leiterin der Wirtschaftsförderung habe sei eine Drehscheibenfunktion und kenne daher die Gefühlslage der Oberländer Wirtschaft. Die Lage sei schweizweit gleich, sagt sie. «Während die klassischen KMU’s Kurzarbeit anmelden dürfen und Unterstützung erhalten, trifft es auch bei uns vor allem selbständig Erwerbende.» Diese durften zwar weiterarbeiten, konnten aber weniger Umsatz generieren. «Hier sind die Entscheide des Bundesrates sicherlich noch verbesserungswürdig.»

22. April, 13.35 Uhr: Glattalbahn nimmt schrittweise Normalbetrieb wieder auf

Ab dem 27. April 2020 wird das Angebot des öffentlichen Verkehrs im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) schrittweise wieder hochgefahren. Auch die Verkehrsbetriebe Glattal AG verdichtet das Angebot per 27. April 2020 wieder. Dieser Schritt erfolge in Absprache mit den Systemführern des öffentlichen Verkehrs (SBB und PostAuto).

Die Angebotsverdichtung soll primär in Abhängigkeit der S-Bahn Anschlüsse erfolgen. In den Regionen Effretikon und Volketswil werden ab dem 27. April 2020 sämtliche Bus-Linien wieder gemäss Jahresfahrplan bedient. Auch im Glattal und im Furttal verkehren die meisten Linien wieder gemäss Jahresfahrplan. Das Nachtnetz bleibt bis auf weiteres eingestellt. (Archivfoto: Tres Camenzind)

22. April, 13.30 Uhr: Kanton will Maturaprüfungen ausfallen lassen

Die Sda teilt mit, dass der Kanton Zürich die Maturaprüfungen ausfallen lassen wolle   falls der Bundesrat dies erlaubt. Dann würden ausschliesslich die Erfahrungsnoten für den Abschluss zählen. Der Entscheid dazu ist aber noch nicht gefallen.

Die Erziehungsdirektorenkonferenz habe am 21. April beim Bundesrat den Antrag gestellt, auf die Maturaprüfungen zu verzichten. Sollte der Bundesrat diese Möglichkeit schaffen, so werde der Kanton Zürich bei den Abschlüssen der Gymnasien und Fachmittelschulen diesen Weg beschreiten, hiess es am Mittwoch bei der Bildungsdirektion auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Prüfung macht nur 20 Prozent aus

Einfach so erhielten die Gymi-Schülerinnen und -Schüler den Abschluss aber nicht, heisst es weiter. Ohne Prüfung würden aber ausschliesslich die Erfahrungsnoten zählen. Das Maturitätszeugnis beruht im Normalfall auf dreizehn Noten, davon sind der grössere Teil Erfahrungsnoten.

Die Prüfungsleistungen machen gemäss Bildungsdirektion ohnehin nur rund zwanzig Prozent des Schlussresultates aus. Eine stärkere Abstützung auf die Erfahrungsnoten scheine daher in dieser ausserordentlichen Situation vertretbar, schreibt die Bildungsdirektion. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

22. April, 13.20 Uhr: Das sind die neuen Fallzahlen des BAG

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein verzeichneten am 22. April um 8 Uhr morgens bisher insgesamt 28 268 laborbestätigte Fälle. Das sind 205 mehr als am Vortag. Bisher traten 1217 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung auf. Alle Kantone der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein sind von COVID-19 betroffen. 

Dieser Bericht basiert auf den Informationen, die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Rahmen der Meldepflicht übermittelt haben. Die Fallzahlen für das heutige Datum beziehen sich auf Meldungen, die das BAG bis heute früh erhalten hat. Daher können die Daten in diesem Bericht von den Fallzahlen abweichen, die in den Kantonen kommuniziert werden. 

22. April, 12.35 Uhr: Veranstaltungsbranche fordert Schritte zur Lockerung

Die Coronakrise trifft die Event- und Veranstaltungsbranche besonders hart. Deshalb hat der Schweizer Verband der technischen Bühnen- und Veranstaltungsberufe svtb-astt zusammen mit der Expo Event Swiss LiveCom Association und der Swiss Music Promotion Association Smpa ein Positionspapier zum Bundesratsentscheid vom 16. April betreffend schrittweisen Lockerung der Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus verfasst. Darin wird gefordert, dass der Bundesrat schnellstmöglich Schritte aufzeige, wie das Versammlungs- und Veranstaltungsverbot gelockert werden könne. Zudem verlangt der Verband, dass Expertinnen und Experten aus der Branche zu Tisch geholt werden, um zusammen Konzepte zu erarbeiten.

22. April, 11.55 Uhr: BAG will neu alle Personen mit Symptomen testen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weitet seine Testkriterien für das Coronavirus aus: Neu sollen alle Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung mit oder ohne Fieber, mit Muskelschmerzen oder Geruchs- oder Geschmacksverlustes getestet werden, heisst es in einer Meldung der SDA.

Ausserdem sollen Kantonsärztinnen und Kantonsärzte auch bei asymptomatischen Personen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen Tests anordnen können, wenn das gerechtfertigt sei, um die Ausbreitung des Virus innerhalb der Einrichtung zu verhindern und zu kontrollieren, wie das BAG am Mittwoch auf seiner Website schreibt.

Die Massnahmen seien Teil einer neuen Teststrategie während der schrittweisen Öffnung des Lockdowns ab dem 27. April. Denn dabei bestehe die Gefahr, dass die Fallzahlen wieder anstiegen.

Schnelltests nicht verlässlich

Um die Übertragungsketten besser kontrollieren zu können, müssten deshalb die Fallerkennungs sowie die Isolations- und Quarantänemassnahmen in den Kantonen verstärkt werden. Am Vortag hatte das BAG die Beteiligung an der Entwicklung einer Contact-Tracing-App bekanntgegeben. Diese soll die Identifizierung von Kontakten bestätigter Fälle erleichtern.

Von Schnelltest und serologischen Tests rät das BAG weiterhin ab. Für die Diagnose von Covid-19 sei nur der sogenannte PCR-Tests verlässlich. Dabei werden von medizinischem Fachpersonal Proben aus den oberen oder unteren Atemwegen entnommen.

22. April, 11.45 Uhr: Teleclub erlässt erneut Gebühren

«Die Zeiten sind schwierig, auch für den Sportfan», schreibt das Teleclub Team. Der Anbieter bedaure, dass er momentan nicht mehr das gewohnte Live-Sport-Programm bieten könne, da kaum mehr Spiele stattfinden. Dennoch könne man die Entscheide der Verantwortlichen verstehen. 

«Während noch unklar ist, ob im Mai der Spielbetrieb in gewissen Ligen wieder aufgenommen werden kann, haben wir uns bereits jetzt entschieden, allen Sportabokunden auch im Mai die Gebühren für das Sportpaket zu erlassen», heisst es weiter in der Mitteilung. Der entsprechende Betrag werde automatisch auf der nächsten Rechnung gutgeschrieben.

22. April, 10.45 Uhr: 1. Mai soll zum Arbeitstag werden

Die Dienstleistungsunternehmen, welche am 27. April den Betrieb wiedereröffnen können, sollten auch im Kanton Zürich ihr Geschäft am 1. Mai offenhalten dürfen, schreibt der Geschäftsleiter des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Zürich. Die Zürcher Regierung solle sich dem Kanton Thurgau anschliessen und pauschale Ausnahmebewilligung erteilen, um am «Tag der Arbeit» arbeiten zu dürfen.

Coiffeurbetriebe und Gärtnereien würden den Ansturm der Kundinnen und Kunden nach dem Lockdown kaum bewältigen können. Da komme der «arbeitsfreie» 1. Mai genau recht. Nach dem mehrwöchigen Lockdown und den damit verbundenen Einnahmeverlusten, bestehe für viele Verkaufsgeschäfte und Dienstleistungserbringer das Bedürfnis, ihre Produkte und Dienstleistungen auch am Freitag, 1. Mai, anzubieten. 

Arbeitstag freiwillig

Der KMU- und Gewerbeverband ruft den Regierungsrat auf, für die betroffenen Dienstleistungsbetriebe eine vorübergehende Ausnahme des Gesetzes zu gestatten, «da es dieses Jahr die wirtschaftlichen Verhältnisse klar erfordern». Der 1. Mai solle im Kanton Zürich für die Betriebe, welche am 27. April den Betrieb wieder öffnen können, ein Arbeitstag sein, wenn diese dies möchten. 

Ein Antrag seitens Dienstleitungsbetriebe, welche am 1. Mai arbeiten möchten, solle nicht erforderlich sein. Klar sei, dass auch am 1. Mai für die Betriebe die Einhaltung der BAG-Vorgaben in Bezug auf Hygiene und sozialer Distanz, wo immer möglich, Pflicht sein solle. 

22. April, 9.34 Uhr: Bernhardinerwelpen im Livestream

Das Barryland in Martigny ist zwar momentan wegen des Corona-Virus geschlossen. Via Livestream ist es aber trotzdem möglich, den Hunden beim Spielen oder Schlafen zuzuschauen. Und es gibt zurzeit sogar Welpen! Hier geht es zum Livestream: https://www.schweizerfamilie.ch/live-tv/bernhardiner (Bild: Pixabay)

22. April, 9.15 Uhr: Tessin will Lockdown verlängern

In der Schweiz ist eine Lockerung der Corona-Massnahmen ab dem 27. April vorgesehen. Laut dem «Corriere del Ticino» teilt der Tessiner Staatsrat mit, den Lockdown bis zum 3. Mai verlängern zu wollen. Grund dafür sei die prekäre Lage im Kanton und die Nähe zur Lombardei. Auch die italienische Region hat die Massnahmen bis zum 3. Mai verlängert.

Der Bundesrat wird heute Nachmittag über die Anfrage des Tessins entscheiden.

22. April, 8.30 Uhr: Grümpi Egg abgesagt

Das diesjährige Dorfturnier «Grümpi» in Egg, das vom 28. bis am 30. Juni hätte stattfinden sollen, fällt wegen des Corona-Virus ins Wasser, wie der Fussball Club Egg mitteilt. «Wir müssen es mit grossem Bedauern um ein Jahr verschieben», schreiben die Veranstalter.

22. April, 8.20 Uhr: Baumer Soforthilfe für Gewerbe greift

Die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie haben viele Unternehmen oder Selbstständigerwerbende unvermittelt getroffen und teilweise in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Zur Ergänzung der Hilfe-Pakete von Bund und Kanton hat der Gemeinderat von Bauma am 20. März notrechtlich einen Rahmenkredit von 1,5 Millionen Franken beschlossen und ein eigenes Massnahmenpaket für das lokale Gewerbe verabschiedet.

Der Fokus liege auf der kurzfristen Nothilfe für Selbständigerwerbende und Kleinunternehmer, heisst es in einer Mitteilung. Es solle verhindert werden, dass grundsätzlich gesunde Unternehmen insolvent würden und Betroffene in die Sozialhilfe fallen. Aufgrund einer groben Abschätzung rechnete der Gemeinderat mit Kosten pro Monat im Umfang von maximal 250'000 Franken. Er hat die Soforthilfe vorerst für maximal zwei Monate ab dem 16. März freigegeben.

27 eingegangene Gesuche

Innert der gesetzten Frist seien beim Gemeinderat 27 Gesuche eingegangen, teilt er mit. Bewilligt wurden für den ersten Monat bisher Soforthilfen von rund 62'000 Franken wobei nur noch wenige Gesuche nicht abschliessend entschieden werden konnten.

Auch für den zweiten Monat können Selbständigerwerbende und Unternehmer mit einer Betriebsstätte in Bauma, die von der Schliessung des Betriebes aufgrund der Vorgaben des Bundesrates weiterhin betroffen sind, bis zum 20. Mai Soforthilfe beantragen. (Foto: Heidy Dietiker)

21. April, 17.50 Uhr: Zwei neue Corona-Todesfälle im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind zwei weitere Personen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle bis am Dienstagnachmittag auf insgesamt 105 Todesfälle. Wegen einer Corona-Infektion befinden sich aktuell 110 Patientinnen und Patienten im Spital. Das sind 11 weniger als am Montag. Die Zahl jener, die künstlich beatmet werden müssen, ist mit 41 um zwei Fälle zurückgegangen.

Bis jetzt wurden im Kanton Zürich 3280 Personen positiv getestet, das sind 26 mehr als am Vortag.

21. April, 17.30 Uhr: Erste Schritte zurück zum Normalfahrplan im ZVV-Gebiet

Das öffentliche Verkehrsangebot im Grossraum Zürich wird in den kommenden Tagen schrittweise hochgefahren. Angestrebt wird, dass ab dem 11. Mai im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) wieder nahezu der reguläre Fahrplan angeboten wird. Die Änderungen im Fahrplan werden online laufend aktualisiert. Auf nicht unbedingt nötige Fahrten und Reisen ist gemäss Bundesamt für Gesundheit weiterhin zu verzichten.

  • S-Bahn: In der Zürcher S-Bahn kam es nur zu punktuellen Ausdünnungen, namentlich wurden Züge, die nur zu den Hauptverkehrszeiten fahren, eingestellt. Diese Linien werden nun etappenweise wieder ins Angebot integriert. Der genaue Zeitpunkt der Wiederinbetriebnahme der anderen Linien ist noch nicht festgelegt.
  • Busse und Trams: Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) werden ab dem 27. April wieder den Normalfahrplan anbieten. Auch auf diesen Termin hin wird PostAuto das Bus-Angebot rund um den Flughafen Zürich und die VBG in den Regionen Effretikon/Volketswil und Glattal verstärken. In der Stadt Zürich werden die Busse und Trams ab dem 4. Mai 2020 mehrheitlich nach normalem Fahrplan verkehren.
  • Nachtnetz und touristischer Verkehr: Das Nachtnetz wie auch alle touristischen Linien im ZVV (Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg, die meisten Linien auf dem Zürichsee) bleiben bis auf weiteres eingestellt.

Der gebotene Mindestabstand kann nicht durchgehend eingehalten werden. Das wird auch in den S-Bahnen, Trams und Bussen der Fall sein. Aus diesem Grund erarbeiten die Systemführer SBB und Postauto zusammen ein schweizweites Schutzkonzept für den öffentlichen Verkehr.

21. April, 16.15 Uhr: App warnt vor Ansteckungsketten

Ab 11. Mai wollen die ETH Lausanne und die ETH Zürich eine App zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie präsentieren. Die Contact-Tracing-App DP-3T soll Ansteckungsketten verfolgen können. Es handelt sich um ein Projekt eines internationalen Kollektivs, an dem auch Forscher der beiden ETH beteiligt sind. Vergangene Woche wurden Testversionen der App veröffentlicht. Die Armee beteiligte sich an ersten Anwendungsversuchen. 

Contact-Tracing-Apps sollen ihre Nutzer warnen, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten. Die Betroffenen könnten sich dann zum Beispiel isolieren oder testen lassen. Die Unterbrechung von Ansteckungsketten soll zur Eindämmung beitragen, bis ein Impfstoff auf dem Markt ist. Nach bisherigen Angaben der Schweizer Behörden soll die Nutzung freiwillig sein.

DP-3T basiert auf der Bluetooth-Technologie und soll die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer schützen. Datenschutzrechtliche Abklärungen sind noch im Gang. 

21. April, 15:55 Uhr: Teilweisen Krediterlass für Gastronomiebetriebe gefordert

Wer auch Anfang Mai noch von den restriktiven Corona-Massnahmen des Bundes betroffen ist, soll nicht alle beantragten Notkredite zurückzahlen müssen. Das fordert die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK). Sie denkt dabei etwa an die arg gebeutelte Gastronomie. Für Betreiber von Restaurants, Bar und Nachtclubs hat der Bundesrat vergangene Woche noch kein fixes Datum für den Ausstieg aus dem Lockdown kommuniziert. Dies sorgte teils für harsche Kritik.

Die ständerätliche WAK will nun die Wogen etwas glätten. Betreiberinnen und Betreiber von Unternehmen, die über den 27. April hinaus geschlossen bleiben müssen, sollen einen Erlass des erhaltenen Covid-19-Kredits in Höhe von maximal drei Monatsmieten erhalten. Dieser Antrag beschloss die Kommission mit 9 zu 4 Stimmen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.

Erhebliche Belastung

Die Kommissionsmehrheit ist der Ansicht, dass die Mieten für Unternehmen, die nur schwer Lösungen mit dem Vermieter finden, eine erhebliche Belastung darstellen. Es sei für sie deshalb wichtig, auf staatliche Unterstützung zählen zu können. Es gehe um die Vermeidung von Konkursen. Die Massnahme solle nur in Härtefällen zur Anwendung kommen.

Nach Ansicht einer Kommissionsminderheit soll eine Lösung gefunden werden, bei der auch der Vermieter einen Beitrag leistet.

21. April, 15.20 Uhr: Alain Berset zum Anziehen

Wie steht es eigentlich um Gesundheitsministers Alain Berset (SP) Beliebtheitskurve? Wohl nicht so schlecht, wenn man sich diese Corona-Idee ansieht. Berset gibt's jetzt zum Anziehen. Übrigens auch Daniel Koch.

21. April, 14.35 Uhr: Kantonsräte wollen geschlossene Parkplätze wieder öffnen

In vielen Zürcher Gemeinden sind wegen des Coronavirus Parkplätze in Wäldern und an stark befahrenen Strassen geschlossen. Kantonsräte von EDU, SVP und FDP wollen diese wieder öffnen lassen, weil Lastwagenfahrer sonst ihre Pausen nicht machen könnten.

Die Kantonsräte wollen in einer dringlichen Anfrage vom Regierungsrat wissen, weshalb diese Parkplätze geschlossen wurden. Lastwagenchauffeure, welche Güter in Lebensmittelläden bringen würden, könnten so nirgends mehr Pause machen. Dies sei ein Sicherheitsrisiko, da die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht eingehalten werden könnten.

21. April, 14.30 Uhr: SVP fordert Lohnabzug für unterbeschäftigte Kantonsangestellte

Als «Zeichen der Solidarität» soll der Kanton Zürich denjenigen Kantonsangestellten, die wegen der Corona-Krise weniger zu tun haben, die Löhne vorübergehend senken. Dies fordert die SVP. Die betreffenden Angestellten sollen auf 20 Prozent ihres üblichen Lohns verzichten müssen, forderte Benjamin Fischer, Parteipräsident der SVP Kanton Zürich, am Dienstag in einer Online-Medienkonferenz.

Es gebe in der Verwaltung Abteilungen, die aufgrund der aktuellen Situation kaum noch etwas zu tun hätten. Mit der vorübergehenden Lohnkürzung würde auch die Verwaltung einen Beitrag leisten.

Mitarbeitende werden für andere Aufgaben eingesetzt

Der Kanton packt das Problem jedoch mit anderen Massnahmen an. Der Regierungsrat habe schon Ende März beschlossen, dass Mitarbeitende mit reduziertem Arbeitsanfall für andere Aufgaben eingesetzt werden sollen, teilte Roger Keller, Kommunikationsbeauftragter der Finanzdirektion, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Zu diesem Zweck sei auch eine interne Jobbörse geschaffen worden. Andere Mitarbeiter würden auf freiwilliger Basis ihre Gleitzeitsaldi oder Ferienguthaben abbauen. Verschiedene Vertreter der SVP forderten an der Medienkonferenz zur Corona-Pandemie zudem eine rasche Lockerung der Notstandsmassnahmen. So soll der wirtschaftliche Schaden begrenzt werden. Und auch in der Politik müsse ein Weg zurück zur Normalität gesucht werden.

21. April, 14.15 Uhr: Kantonsrat per Videokonferenz?

Wegen der Corona-Pandemie tagt der Kantonsrat aktuell in der Messehalle. Die Sitzungen werden im Internet übertragen. Dies geht Kantonsräten von SP, CVP und Grünen zu wenig weit. Sie fordern einen «virtuellen Kantonsrat», also die Parlamentssitzung per Videokonferenz.

Ziel ihrer Forderung ist es, dass die Parlamentsarbeit auch in künftigen Krisen nicht mehr unterbrochen wird, wie es bei Ausbruch der Corona-Pandemie der Fall war. Dieser Unterbruch der Parlamentsarbeit habe der Regierung viele Freiheiten gegeben, schreiben die Kantonsräte von SP, CVP und Grünen in ihrer Motion. Sie fordern deshalb ein virtuelles Alternativ-System, welche eine physische Tagung des Kantonsrates in Notfällen sofort ersetzen könnte. Die Sitzung soll als Videokonferenz gestaltet werden.

Physischen Ratsbetrieb nicht ersetzen

Vorstösse müssten elektronisch eingereicht werden können, ohne Unterschrift auf Papier. Auch das Abstimmen soll virtuell möglich sein. Die Kantonsräte betonen in ihrer Motion, dass die virtuellen Sitzungen den physischen Ratsbetrieb nicht ersetzen sollen.

Der Kantonsrat wird in einer seiner kommenden physisch stattfindenden Sitzungen entscheiden, ob der den Vorstoss an den Regierungsrat überweisen will oder nicht. Für den «virtuellen Kantonsrat» müsste dann das Gesetz geändert werden.

21. April, 13.13 Uhr: Bäretswiler Sportarterfinder zeigt Heimspielmöglichkeiten

Marcel Straub aus Bäretswil, der seit einigen Jahren mit seiner selbstentwickelten Sportart Street Racket durch die Welt zieht, ist derzeit mit seinen Kindern ebenfalls an sein Zuhause gebunden. Das hält ihn aber nicht davon ab, seine Art des Strassentennis zu praktizieren – und zwar gleich in den eigenen vier Wänden. Wie es geht zeigt er im Video.

21. April, 12.30 Uhr: Über 28'000 Fälle in der Schweiz

Total sind nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) insgesamt 28'063 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 119 Fälle mehr als gestern. 1187 Menschen seien an den Folgen des Virus verstorben. Das sind 45 mehr als am Vortag.

Die veröffentlichen Daten basieren auf Informationen, die Laboratorien, Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler an das BAG übermittelt haben. Sie beziehen sich auf Meldungen, die bis am Sonntagmorgen 8 Uhr eingegangen sind. Sie können deshalb von denjenigen Zahlen abweichen, welche die Kantone kommunizieren.

21. April, 11.30 Uhr: Reformierte Kirche entschädigt für ausfallende Kollekten

Wegen der Corona-Krise hat die reformierte Kirche Pfäffikon Gottesdienste bis auf Weiteres abgesagt. Dadurch entfallen auch Kollekten zu Gunsten verschiedener Institutionen. Nun hat die Kirchenpflege reagiert und will diesen Organisationen mit einem Beitrag aus dem Spendgutfonds entschädigen, wie es in einer Mitteilung heisst. Dieses Jahr wird die Kirchenpflege der Kirchgemeindeversammlung die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 215'610.86 Franken präsentieren.

21. April, 10.45 Uhr: Bauernverband fordert Okay für Wochenmärkte

Dass etwa Gartenfachmärkte, Blumenläden oder Baumärkte nächste Woche ihre Türen wieder öffnen dürfen, die Wochenmärkte aber nicht, ist für den Schweizer Bauernverband nicht nachvollziehbar. Da es sich um reinen Lebensmittelverkauf handle, müsse auch dieser erlaubt sein.

Das Bundesamt für Gesundheit argumentiert dagegen mit häufig schlecht steuerbaren Menschenansammlungen. Die Vorgaben des BAG zu Hygiene und sozialer Distanz würden sich deshalb oft schwieriger durchsetzen lassen als in einem Baumarkt, wo man mit Tröpfchensystem und Einlasskontrollen arbeiten könne, wie das Amt gegenüber der SRF Sendung «Espresso» sagt. Märkte bleiben deshalb bis auf Weiteres verboten – und damit auch der neu geschaffene Wochenmarkt in Pfäffikon, der ab 16. Mai erstmals stattgefunden hätte.

21. April, 10.25 Uhr: Zürcher Forscher entwickeln Corona-Sensor

Forscher von Empa, ETH und Universitätsspital Zürich haben einen Sensor entwickelt, der das Corona-Virus in der Luft aufspürt. Dieser Sensor könnte dereinst an Orten mit vielen Menschen eingesetzt werden oder in Spital-Lüftungsanlagen. Der Corona-Sensor basiert auf winzigen Gold-Strukturen, so genannten Gold-Nanoislands. Auf diesen sind künstliche DNA-Rezeptoren angebracht, welche das Erbgut des SARS-CoV-2 erkennen, wie die Empa am Dienstag mitteilte. Coronaviren haben keinen DNA-Doppelstrang wie lebende Organismen, sondern lediglich einen einzelnen RNA-Strang.

Um zu zeigen, dass der Sensor das Virus erkennt, testeten ihn die Forscher mit einem nahen Verwandten des aktuellen Corona-Virus: dem SARS-CoV. Bei diesem Virus handelt es sich um jene Variante, welche 2003 die Sars-Pandemie auslöste. Die Tests waren erfolgreich: Das Virus wurde erkannt, und dies innerhalb weniger Minuten.

Virus im Zürcher Hauptbahnhof aufspüren

Einsatzbereit ist der Sensor allerdings noch nicht. Es brauche noch einige Entwicklungsschritte, bis er beispielsweise im Zürcher Hauptbahnhof oder in einer Spital-Lüftungsanlage verwendet werden könne. Ist der Sensor aber einsatzbereit, könnte er helfen, Epidemien in einem frühen Stadium zu erkennen und zu stoppen, wie die Empa weiter schreibt. Das Prinzip des Sensors könne dann auch auf andere Viren ausgedehnt werden.

21. April, 9.45 Uhr: Stehen die Oktoberfeste auf der Kippe?

Das Oktoberfest in München ist abgesagt. Das grösste Volksfest der Welt muss eine Zwangspause einlegen. Auch in der Region hat die Corona-Pandemie schon für Absagen bei den Bierfesten gesorgt: Die Dirndl und Lederhosen der Oberländer Bierfans müssen vom 1. bis 10. Mai in den Schränken bleiben: Die Ustermer Wiesn pausieren dieses Jahr. Und auch der Vorverkauf des Oktoberfests Züri Oberland muss auf unbestimmt verschoben werden. Die Veranstalter halten alle Interessierten auf dem Laufenden.

21. April, 9.30 Uhr: Puzzle rund um die Welt

Virus Outbreak Egypt Photo Essay

Wieso eine Weltreise machen, wenn man sie auch selbst zusammensetzen kann - im eigenen Wohnzimmer? 51'000 Teile, 27 Weltwunder für knapp 600 Dollar - dieses Mammutpuzzle hat es in sich. Verglichen mit einer richtigen Reise, ein wahres Schnäppchen.

21. April, 8.50 Uhr: Circus Knie pausiert bis Ende Juni

Die Familie Knie, alle Artisten und alle Mitarbeiter sind von der aktuellen Situation betroffen. Das Programm für die Tournee steht. Abgesehen von den bereits betroffenen Spielorten, wird es noch diverse Änderungen in der Tournee-Planung geben. Abgesagt sind die Gastspiele in den folgenden Städten mit Datum bis zum 3. Juli: Nebst Rapperswil, Schaffhausen, Frauenfeld, Wil, Winterthur, Buchs SG, Chur, Kreuzlingen, Glarus und St. Gallen sind nun auch Zürich, Wettingen, Basel, Delémont und Neuchâtel betroffen.
Momentan rechnet der Circus damit, dass die Tournee auf zirka 5 Monate verkürzt wird – somit wird auch die Planung der Gastspiel-Orte komplett neu ausgearbeitet. Sobald man die Situation neu beurteilen könne, werde auch über die künftige Tournee orientiert. Bis dahin wird der gesamte Vorverkauf des Circus Knie pausieren. Mehr Informationen unter www.knie.ch.

21. April, 7.30 Uhr: Pflegefachleute fordern höhere Löhne

SCHWEIZ SPITAL FRIBOURG ARMEE

Die Pflegefachleute wollen sich nicht mit Lobeshymnen für ihre Tätigkeiten in Zeiten der Corona-Pandemie begnügen. Sie fordern in einem offenen Brief ans Parlament höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine Stärkung der Ausbildung.

«Leere Worte haben wir genug gehört. Wird sind mit der Geduld am Ende», schreibt der Berufsverband der Pflegefachkräfte (SBK) in dem Brief an sämtliche National- und Ständeräte. Die Covid-19-Krise habe gravierende Schwächen des Gesundheitswesens schmerzhaft offengelegt.

Der Mangel an Schutzmaterial sei ein Skandal. Die Aufweichung der Arbeits- und Ruhezeiten sei inakzeptabel und die Abhängigkeit von ausländischem Gesundheitspersonal gefährlich. «Die Krise zeigt, wie systemrelevant die Pflege ist», sagt SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi. (Foto: Keystone)

20. April, 20.50 Uhr: Dem Schneemann platzt der Kopf

Wenn schon das traditionelle Sechseläuten aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden kann, helfen sich die Zürcher Oberländer eben selbst und fackeln ihren eigenen Böög ab. So auch Barbara Schreier aus Rüti. Zu sehen gibt's das im Video mit passender Marschmusik.

20. April, 18.50 Uhr: KMU-Exporteure von Corona-Pandemie stark belastet

Die exportorientierten kleinen und mittleren Betriebe (KMU) in der Schweiz geraten wegen der Corona-Pandemie zunehmend in Schwierigkeiten. Nebst den Lieferketten bereiten den Unternehmen auch die Risiken durch ausbleibende Zahlungen Sorgen.

Auch die Aussichten bezüglich der konjunkturelle Entwicklung der kommenden Monate präsentieren sich düster. Die Massnahmen des Bundesrats zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus führten zu grossen Herausforderungen für die KMU-Exporteure, lautet daher das Fazit der am Montag publizierten jüngsten Umfrage des Verband Swiss Export.

Seit der vor einem Monat eingeführten Vorschriften des Bundesrats werde immer deutlicher, dass dies starke Auswirkungen auf die kleinen und mittleren Exporteure in der Schweiz haben werde.

So hätten 80 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben, Absatzschwierigkeiten im Ausland zu haben, welche auf die momentane Lage zurückzuführen seien. Und 62 Prozent der Betriebe seien mit gestörten Lieferketten und damit mit Problemen bei der Aufrechterhaltung des Vertriebs, der Dienstleistungen und mit Debitorenrisiken konfrontiert. Ausserdem litten sie unter den zunehmenden Tendenzen zum Protektionismus.

Hilfe vom Bund entscheidend

All diese Herausforderungen seien ohne die unterstützenden Massnamen des Bundesrates kaum zu bewerkstelligen, heisst es. Denn auch nach einer Lockerung der Vorschriften stünden den KMU schwierige Monate bevor.

Rund 52 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten in den kommenden zwölf Monaten in den wichtigsten Exportmärkten eine negative Entwicklung im Umfang von 7 bis 30 Prozent. Die Abhängigkeit von der EU falle dabei besonders ins Gewicht.

Es gelte nun, die Handlungsfähigkeit der exportierenden Unternehmen in der Schweiz so rasch wie möglich zu sichern, um noch grössere Verluste zu verhindern.

Gute Noten

Diesbezüglich erhält der Bundesrat aber bislang gute Noten, denn seine Hilfspakete werden von den KMU positiv beurteilt. 87 Prozent der befragten geben dem Bund für die Massnahmen zur Verhinderung von Liquiditätsengpässen die Bewertung «gut» oder «sehr gut», während lediglich für 13 Prozent die Massnahmen «genügend» oder gar«ungenügend» sind.

An der Umfrage von Swiss Export haben sich 147 von 700 befragten Unternehmen beteiligt. Der privatwirtschaftlich organisierte Verband sieht sich als Kompetenzzentrum für die Schweizer Aussenwirtschaft und strebt die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Rahmenbedingungen für international tätige Unternehmen an.

20. April, 17.45 Uhr:  Zwei neue Corona-Todesfälle im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind zwei weitere Personen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit gab es bis am Montagnachmittag 103 Todesfälle. Das Durchschnittsalter aller Verstorbenen liegt nach wie vor bei 85 Jahren. Wegen einer Corona-Infektion im Spital liegen aktuell 121 Patientinnen und Patienten, das sind 5 mehr als am Sonntag. Die Zahl jener, die künstlich beatmet werden müssen, blieb mit 43 konstantnBis jetzt wurden im Kanton Zürich 3254 Personen positiv getestet, das sind 15 mehr als am Vortag.

20. April, 17.20 Uhr: Regierungsrat kritisiert Bundesrat

Die Strategie des Bundes zum Ausstieg aus dem Corona-Lockdown ist der Zürcher Regierung zu starr und träge: «Wir hoffen, dass der Bundesrat rasch weitere Lockerungen beschliesst», sagt Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP) im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Hintergrund dieser Forderung ist der immense Schaden, der dem wirtschaftsstärksten Kanton des Landes entsteht. «Jeder Tag zählt», sagt Walker Späh. Wichtig sei, dass die Unternehmen Abstands- und Hygieneregeln einhalten könnten. «Sobald Branchen überzeugende Konzepte vorlegen können, sollten sie auch wieder arbeiten dürfen. Dafür muss der Bundesrat nicht ein bestimmtes Datum abwarten», sagt sie.

Walker Späh kritisiert in der «NZZ am Sonntag», dass Coiffeursalons am 27. April öffnen dürfen, Buchhandlungen aber erst später. Nicht nachvollziehbar sei auch, wenn Grossverteiler das ganze Sortiment anbieten, Fachgeschäfte aber geschlossen bleiben müssen. Auch Restaurants sollten schneller wieder Gäste bedienen dürfen. Um die erste grosse Nachfrage nach dem Lockdown zu decken, schlägt die Zürcher Regierungspräsidentin vor, dass der Bund Sonntagsverkäufe bewilligt.

20. April, 16.45 Uhr: Das Pirates Hinwil: «Bringt uns an den Anschlag»

Das Pirates in Hinwil bringt seine Online-Gefolgschaft mit einem skurrilen Video auf Facebook entweder zum Lachen oder zum Durchdrehen. Ein Pirat namens Salem mit schräg angeklebten Wimpern versucht sich als Marktschreier und fordert die «Meute von Heute» immer wieder auf, das Hinwiler Restaurant an den Anschlag zu bringen mit Bestellungen. «Wir wollen auf den Felgen laufen, die Zunge am Boden, dadrauf sind wir giggerig», sagt der Pirat immer wieder. «Das Coronavirus kann uns nicht bodigen, aber ihr schon.» Die Message des ganzen Traras: Das Pirates liefert neu wie viele Gastrobetriebe Essen nach Hause. Na hoffentlich sind die Mahlzeiten geschmacklich zweifelsfreier, als dieses Facebook-Video. 

20. April, 16.10 Uhr: Bleiche Sessions in Wald um ein Jahr geschoben

Die Konzerte an den «Bleiche Sessions» in Wald werden diesen Sommer nicht stattfinden. Stattdessen haben die Veranstalter sie auf den Sommer 2021 verschoben. Das Programm bleibt jedoch vorerst bestehen. Tickets könnten laut der Website ab Dezember 2020 erworben werden. 

20. April, 15.50 Uhr: Zürcher Gemeindeparlamente dürfen wieder tagen

Die Zürcher Gemeindeparlamente können nun offiziell wieder tagen. Die Sitzungen müssen aber von der Kantonsregierung bewilligt werden. Diese Notverordnung der Regierung hat das Parlament am Montag nach langer und engagierter Diskussion mit 121 zu 44 Stimmen verabschiedet. Gegen die Verordnung stimmte einzig die SVP.

Kritisiert wurde vor allem der zweite Punkt. «Die Exekutive entscheidet, wann die Legislative tagen darf», kommentierte SVP-Fraktionssprecher Martin Hübscher (Wiesendangen). Die Gewaltenteilung werde mit Füssen getreten. Die SVP werde daher die ganze Vorlage ablehnen.

Die anderen Parteien zeigten sich bereit, die Kröte zu schlucken. Der «verfassungswidrige Sündenfall» sei beim Bund passiert, als er Parlamente unter das Versammlungsverbot stellte, sagte etwa GLP-Sprecher Michael Zeugin (Winterthur). Die GLP werde der Verordnung darum zustimmen, aber nur weil die Regierung zugesagt habe, auf eine restriktive Bewilligungspraxis zu verzichten.

Gemeindeparlamente müssten demnach zwar ein Tagungsgesuch bei der Kantonsregierung stellen. Der Kanton werde aber nicht prüfen, ob die Vorgaben des Bundes erfüllt würden. Dafür seien die Parlamente in eigener Verantwortung selbst zuständig, sagte Fehr.

20. April, 15.30 Uhr: Hittnauer Ponyhof ruft um Hilfe

Der Hittnauer Ponyhof «Ponyschür Schönau» hat ein Crowdfunding gestartet, um die Coronakrise zu überleben. Der Hof ist auf heilpädagogisches Reiten spezialisiert und ist von der Corona-Krise stark betroffen, weil alle Einnahmen wegfallen, die Ausgaben sich jedoch nicht verringern. Auf der Crowfunding-Plattform Wemakeit suchen die Betreiber nun nach Spendern und Menschen, die Gutscheine kaufen möchten, um dem Ponyhof zu helfen, die Krise zu überstehen. Auf der Plattform kann man beispielsweise eine Ponypatenschaft übernehmen oder andere kleine Goodies erwerben. Am Montagnachmittag sind bereits 1940 Franken zusammengekommen. 

20. April, 15 Uhr: Keine breite Maskentragpflicht geplant

Brigadier Raynald Droz sagt, die Armee werde ihre Sicherheitsdienstleistungen nicht zurückfahren. Insgesamt sind 3800 Soldaten im Einsatz. Einzelne würden bereits wieder nach Hause geschickt. «Sie müssen aber innerhalb von 24 Stunden wieder einsatzbereit sein.» Patrick Mathys sagt, eine definitive Entscheidung, wie lange das Veranstaltungsverbot für Grossveranstaltungen noch gelte, sei diese Woche nicht zu erwarten. «Openairs und grosse Fussballspiele sind aber ein grosses Risiko», so Mathys. Zudem sei die Rückverfolgung einer etwaigen Ansteckungskette bei diesen schwierig. 

Auf die Frage, welche Art der Schutzmasken in die Schutzkonzepte für die Lockerungen miteinbezogen werden, und ob dies auch Selbstgebastelte sein könnten, sagt Mathys, dass die vom Bund empfohlenen Masken, zertifizierte Masken sein sollten. Die Schutzmasken, die der Bund nun in grossen Mengen einkauft, seien hauptsächlich für das Gesundheitswesen bestimmt, subsidiär würde der Bund jedoch auch Masken für die Umsetzung des Lockerungskonzeptes zur Verfügung stellen. Eine breite Maskentragpflicht sei nicht in Planung.

Detaillierte Informationen zur Maskenbeschaffung und den entsprechenden Kosten des Bundes werde es am Mittwoch geben. 

20. April, 14.15 Uhr: Seco prüft Tourismus-Förderung

Patrick Mathys lässt verlauten, dass die Fallzahlen der Corona-Erkrankungen in der Schweiz, sowie in den Nachbarländern der Schweiz, abnehmen. Die Zahl der Corona- Neuinfektionen innerhalb eines Tages habe um 204 auf insgesamt 27'944 Fälle zugenommen. Auf der Intensivstation liegen zurzeit nur noch 260 Patienten. In Russland, Singapur und Japan hingegen nehmen die Zahlen rasant zu. Dies sei im weltweiten Zusammenhang bedenklich. 

Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung, informiert über die Tourismusbranche, die sehr stark von der Krise getroffen worden sei. In Teilbereichen wie der Gastronomie sei ein Einbruch von minus 80 Prozent verzeichnet worden. Das SECO vermutet einen Umsatzrückgang von 25 bis 35 Prozent, unter der Annahme, dass jetzt mit der Lockerung begonnen werden könne. 

Weiter sagt Jakob, der Bund ermutige die Kantone, Anträge für Darlehen unbürokratisch zu gewähren und bei Bedarf zu verlängern. Das Seco prüft Massnahmen zur Stärkung des Tourismus für die Phase nach der Krise. Tourismus Schweiz habe einen Antrag auf Zusatzfinanzierung eingereicht. Dieser werde zurzeit geprüft. 

Auf die Frage, was das BAG im Bezug auf die Flüchtlingscamps in Griechenland plane, sagt Patrick Mathys, das BAG habe nicht die Kompetenz diesbezüglich Massnahmen zu verordnen. Die Situation sei unklar. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass es im Falle einer Einschleppung des Virus in diese Lager zu einer schnellen Verbreitung kommen würde. 

20. April, 13.50 Uhr: Die Experten des Bundes informieren

Um 14 Uhr informieren die Experten des Bundes wieder zur aktuellen Lage. Der Presse Rede und Antwort stehen wird Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, sowie Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO, WBF und Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen, VBS. Die Pressekonferenz kann im Livestream verfolgt werden. Wir informieren hier über die wichtigsten Neuigkeiten.

20. April, 13.20 Uhr: Ustermer Stadtverwaltung öffnet bald wieder

Die Ustermer Stadtverwaltung öffnet in einer Woche, ab Montag, 27. April, verschiedene Schalter wieder für das Publikum. Die Schalter sind seit dem 24. März aufgrund des Coronavirus geschlossen. Die Kontaktaufnahme mit der Verwaltung telefonisch und online sei aber weiterhin zu bevorzugen, so die Stadt in ihrer Medienmitteilung. Die Coronavirus-Schutzmassnahmen gelten nach wie vor und würden auch bei den Schaltern umgesetzt.

20. April, 13 Uhr: «Reeds» muss weiter abwarten

Das Komitee des Reeds-Festival hat noch keine Entscheidung getroffen, ob das Pfäffiker Openair vom 17. bis 19. Juli stattfinden wird. Auf der Facebook-Seite des «Reeds» schreiben die Veranstalter, dass ihnen dafür bislang eine rechtliche Grundlage seitens des Bundesrats fehle. Die Vorbereitungen liefen deshalb vorerst auf Sparflamme.

20. April, 12.15 Uhr: Neue BAG Zahlen

Total sind nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) insgesamt 27'944 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 204 Fälle mehr als gestern. 1142 Menschen seien an den Folgen des Virus verstorben. 

Die veröffentlichen Daten basieren auf Informationen, die Laboratorien, Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler an das BAG übermittelt haben. Sie beziehen sich auf Meldungen, die bis am Sonntagmorgen 8 Uhr eingegangen sind. Sie können deshalb von denjenigen Zahlen abweichen, welche die Kantone kommunizieren.

20. April, 11.30 Uhr: Zeugnisnoten fallen aus

Der Bildungsrat hat entschieden, in den Zeugnissen der 2. bis 6. Klasse der Primarschule und der Sekundarschule für das zweite Halbjahr des laufenden Schuljahrs auf Zeugnisnoten zu verzichten. Anstelle der Note wird die Bemerkung «nicht benotet» und ein Verweis auf die Coronapandemie eingefügt.

Seit dem 16. März werden die Schüler an der Volksschule im Kanton Zürich aufgrund der Coronapandemie im Fernunterricht geschult. Dieser Unterricht wird voraussichtlich bis zum 11. Mai fortgesetzt. Die Lehrpersonen wurden nach der Einstellung des Präsenzunterrichts dazu aufgefordert, auf benotete Leistungsüberprüfungen zu verzichten.

20. April, 10.55 Uhr: Absperrtafel in der Töss gelandet

Der Kanton und die Gemeinde Zell haben vor Ostern das Steinplateau in Rämismühle in der Töss gesperrt. Eine Tafel macht auf diese Sperrung aufmerksam. Wie Fotos eines Leserreporters zeigen, ist die Tafel nun samt Absperrung im Fluss gelandet. Es ist davon auszugehen, dass das Plateau kurzerhand in Beschlag genommen wurde. Weitere Bilder zeigen eine nicht weggeräumte Bierflasche und einen Einweggrill.

Bei der Gemeinde weiss man Bescheid. «Solche Vorfälle kommen leider überall immer wieder vor», sagt der Zeller Gemeindeschreiber Erkan Metschli-Roth am Montagmorgen auf Anfrage. Die Tafel werde wieder aufgestellt. Die Gemeinde könnte die Täter bei der Polizei verzeigen. Möglich wäre, dass die Polizei dann eine Busse ausstellt. Doch darauf werde verzichtet, sagt Metschli-Roth. Einerseits aus Gründen der Verhältnismässigkeit, andererseits sei es unmöglich, herauszufinden, wer es war.

20. April, 10.25 Uhr: Bestellplattformen für Restaurants boomen

Online-Bestellservices für Essenslieferungen, wie eat.ch, ubereats oder take-away.ch, haben in der Schweiz derzeit viel zu tun. Wie die Nachrichtenagentur sda meldet, spielt die Coronakrise besonders denjenigen Bestellplattformen, die weniger strenge Aufnahmekriterien für Restaurants haben, in die Hände. 

Die meisten Bestellplattformen verdienen ihr Geld, indem sie auf die getätigten Bestellungen eine Provision einstreichen. Dazu kommen je nach Anbieter und Modell noch Lieferkosten und eine Gebühr für die Teilnahme der Restaurants. Die Plattformen profitieren also nicht nur bei jeder Bestellung, sondern auch von jedem Restaurant, das sich neu registriert.

20. April, 10 Uhr: Armbrustschiess-Schnuppertag wird abgesagt

Am 9. Mai hätte der zweite verbandsweite Schnuppertag des Armbrustschiessens stattgefunden. Nun teilt der kantonale Verband mit, dass dieser abgesagt werden muss, wegen der Vorgaben des Bundesrats. Den Vereinen sei freigestellt, ob sie dieses Jahr eigenständig einen Schnuppertag durchführen wollten.

20. April, 9.20 Uhr: Leere Museen bangen um den Sommer

In den Hinwiler Museen ist es zurzeit so still, dass sogar schon die Hunde nervös werden. Um das Überleben dieser Institutionen zu sichern, reiche die Exit-Strategie des Bundes allein nicht aus. Die Leute müssten die Angst überwinden und sich bald für Führungen und Besuche anmelden, so ein Betreiber. (Video: Simon Grässle)

20. April, 8.45 Uhr: Bibliothek Gossau bietet Lieferservice an

Nachdem der Bibliotheksverband Bibliosuisse bereits im März damit begonnen hatte, bietet nun auch die Bibliothek Gossau einen Lieferservice an. Es können alle Medien der Bibliothek ausser Spielen und Zeitschriften auf dem Online-Katalog oder telefonisch bestellt werden. Laut Mitteilung der Gemeindebibliothek kann das Einhalten der Hygienevorschriften bei der Bereitstellung und Rücknahme gewährleistet werden. 

20. April, 8.10 Uhr: Breite Mehrheit für die Maskenpflicht

Die Lockerung der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sollte nach dem Willen einer Mehrheit der Schweizer Bevölkerung mit einer generellen Maskenpflicht in der Öffentlichkeit einhergehen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Tamedia-Umfrage hervor. Sechs von zehn befragten Personen sprachen sich in der Umfrage dafür aus, dass das Tragen von Masken in der Schweiz verpflichtend wird, sobald genügend Schutzmasken verfügbar sind. Ein Obligatorium fände derzeit auch bei der Basis aller Parteien eine Mehrheit.

Weiter halten Parteien von rechts bis links nichts von einer staatlich verordneten Durchseuchung. Eine knappe Mehrheit lehnt es ab, dass der Staat Ansteckungen in Kauf nimmt mit dem Ziel, dass die Bevölkerung immun wird. Die Tamedia-Umfrage wurde am 15. April auf den Online-Plattformen der Tamedia-Zeitungen und von «20 Minuten» durchgeführt. Insgesamt nahmen 40'835 Personen aus allen Landesteilen daran teil.

20. April, 7.30 Uhr: Der Kantonsrat tagt wieder

Das Zürcher Kantonsparlament hat seine Arbeit wieder aufgenommen – allerdings nicht im altehrwürdigen Zürcher Rathaus sondern in der Halle 7 der Messe Zürich. Auf der Themenliste stehen unter anderen die Diskussion um den Fristenstillstand und die Gemeinde-Kompetenzen während der Corona-Pandemie. Die Sitzung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, sie kann allerdings im Livestream auf der Website des Kantons verfolgt werden. 

20. April, 7 Uhr: Radfahren für den guten Zweck abgesagt

Das Benefiz-Radrennen um den Greifensee «Unicef Cycling for Children» vom Samstag, 6. Juni, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Dies teilten die Veranstalter am Montagmorgen mit. «Nach gründlicher Abwägung der Risiken haben die Argumente, die gegen eine sichere Durchführung sprechen, überwogen», heisst es in der Mitteilung. Man wolle 2021 wieder am Start sein. 

Der Event fand im letzten Jahr zum ersten Mal um den Greifensee statt. Die Stadt Uster erhoffte sich durch die Austragung eine Werbewirkung als «Sportstandort». Bei der ersten Austragung mit dabei waren etwa der Schweizer Schauspieler Anatole Taubmann und weitere Prominente. (Foto: PD)

19. April, 19 Uhr: «Eine gewisse Ermüdung ist da»

«Wir stecken in einer Krise, von der das Zürcher Oberland als Ausflugsregion besonders betroffen ist», sagte am Sonntag Gossaus Gemeindepräsident Jörg Kündig (FDP) an einer Medienkonferenz zur Lage im Kanton. Die Bevölkerung benehme sich trotz dieser Ausnahmesituation vorbildlich.

Dennoch sei eine gewisse sei nach einem Monat Restriktionen sicher da, bestätigte auch der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP). Insgesamt sei die Polizei zu 120 Einsätzen wegen nicht eingehaltenen Abstandsregeln gerufen wurden. Beim Eintreffen der Polizei seien die Gruppen allerdings meistens schon weg gewesen. 

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19. April, 18 Uhr: Stadtpolizei Uster schliesst weiteren Hotspot

«Leider halten sich im Moment zu viele Personen nicht an die Weisungen des Bundesrates», schreibt die Stadtpolizei Uster auf Facebook. Deshalb habe man entschieden einen weiteren «Hotspot» in Uster zu sperren. Der Spiel- und Grillplatz auf dem Stauberberg wurde deshalb am Samstagabend per sofort gesperrt. Die Polizei schreibt zum Abschluss: «Denken Sie bitte daran, die Massnahmen gegen das Coronavirus gelten weiterhin.» (Foto: Stadtpolizei Uster)

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