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Coronavirus-Ticker: Das geschah bis zum 12. April

Die neuesten Entwicklungen

Coronavirus-Ticker: Das geschah bis zum 12. April

Die Auswirkungen des Coronavirus schränken das Leben in der Region massiv ein. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 10. April 2020, 19:45 Uhr Die neuesten Entwicklungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bachtel und weitere Ausflugsziele sind über Ostern gesperrt
  • Die Schulen bleiben wohl auch nach den Frühlingsferien geschlossen.
  • Höhepunkt der Pandemie scheint erreicht. Dies legt eine Studie der Uni Bern nahe.
  • Bisher liegen schweizweit 25'300 Personen positive Testergebnisse vor – 858 Infizierte sind gestorben. (Stand: Sonntagmittag / Quelle: BAG)
  • Im Kanton Zürich wurden 2987 Patienten positiv getestet – 66 Personen sind gestorben. (Stand: Samstagabend / Quelle: Gesundheitsdirektion) 
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet: 058 463 00 00.

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Ticker

12. April, 18.30 Uhr: Der Osterhase kam mit dem Alphorn

Seit einem Monat können die Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims Loogarten in Esslingen keine Besucher mehr empfangen. An Ostern war dies noch schmerzhafter als die übrige Zeit, Renata Riehm-Reiser von der Öffentlichkeitsarbeit am Sonntag mitteilt. Daher habe man als kleine Entschädigung ein Konzert mit Alphorn und Örgeli organisiert. Die Bewohnerinnen und Bewohner wie auch vorübergehende Passanten kamen in den Genuss eines nachmittäglichen Konzerts des Duos Abundzue und der beiden Musiker vom Trio Sunneberg. Die Zuhörenden lauschten auf dem Platz, auf den Terrassen sowie in den Abteilungen und Zimmern bei geöffneten Fenstern. Wie Riehm-Reiser erklärt, haben alle Musiker auf die Gage verzichtet und das Konzert den Bewohnerinnen und Bewohnern zu Ostern geschenkt.

12. April, 17.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Kanton Zürich

Gemäss der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich sind am Sonntag, 12. April 2020, um 15 Uhr zurzeit 3004 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. 153 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, 49 von ihen werden künstlich beatmet. Bisher sind im Kanton insgesamt 70 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Verstorbenen waren im Durchschnitt 85 Jahre alt.

12. April, 12 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen des BAG

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Ostersonntag die neusten Zahlen zum Coronavirus veröffentlicht. Schweizweit gibt es ingesamt 25'300 positiv getestete Personen. Wie das BAG vermeldet, kam es innerhalb der letzten 24 Stunden zu 400 neuen Corona-Fällen. Der Anstieg sei damit aber deutlich zurückgegangen. An den Folgen der Infizierung verstorben sind bisher 858 Personen. 

Die Fallzahlen für das heutige Datum beziehen sich auf Meldungen, die das BAG bis heute früh erhalten hat. Daher können die Daten in diesem Bericht von den Fallzahlen abweichen, die in den Kantonen kommuniziert werden.

12. April, 11.15 Uhr: Musikalischer Ostergruss in Hinwil

Wegen der Corona-Pandemie finden auch am Ostersonntag keine Gottesdienste statt. Deshalb haben sich die Organisten der beiden Hinwiler Kirchgemeinden für einen besonderen Ostergruss entschieden. Seit 11 Uhr geben sie ein Orgelkonzert – und zwar so, dass ihre Musik auch von zuhause aus zu hören ist. In ihrer jeweiligen Kirche spielen Martin Hobi und Nicola Cittadin abwechselnd Stücke, die live auf die Kirchtürme übertragen werden. Von dort erklingt die Musik per Lautsprecher über die Gemeinde. (Im Video zu hören ist Nicola Cittadin, Handyvideo: Laura Hertel)

11. April, 18.45 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus dem Kanton Zürich

Am Samstag, 11. April 2020 um 15 Uhr sind gemäss Gesundheitsdirektion aktuell 2987 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden. 149 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 50 künstlich beatmet. Insgesamt 66 Personen sind im Kanton an den Folgen des Corona-Virus gestorben.

11. April, 15.30: Kantonspolizei zieht Zwischenbilanz

Die Kantonspolizei Zürich informiert über ihre Arbeit an den Ostertagen. Gemäss Raphael Hirt, Medienverantwortlicher der Kantonspolizei, sind zwischen Donnerstagabend und Karsamstagmittag zahlreiche Meldungen im Zusammenhang mit den von Bund und Kanton erlassenen Weisungen an die Bevölkerung zum Schutz vor dem Coronavirus eingegangen. «Im Rahmen der Patrouillentätigkeit sowie auch aufgrund der eingegangenen Meldungen führten Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Zürich sowie der kommunalen Polizeikorps viele Kontrollen im ganzen Kantonsgebiet durch», so Hirt. Im Vordergrund stünden dabei nicht das Ausstellen von Bussen oder das Eröffnen von Verzeigungen. Ziel sei vielmehr im Gespräch die Anordnungen zum Schutz der Bevölkerung mit Augenmass durchzusetzen. «Nur die ganz Renitenten werden gebüsst», sagte Thomas Würgler, Kommandant der Kantonspolizei.

Gruppen stäuben auseinander

Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich registrierte über 200 Meldungen betreffend angeblichem Nichteinhalten der Abstandsregeln oder der Höchstanzahl von Personen. Bei den Überprüfungen der Hinweise hätten sich die Gruppierungen meist bereits wieder aufgelöst, schreibt die Kapo. In den anderen Fällen hätte die Polizei im Gespräch mit den Betroffenen an die soziale Verantwortung appelliert  vereinzelt mussten jedoch Personen oder Gruppen weggewiesen werden.

«Insgesamt gut eingehalten»

«Covid-19-Ordnungsbussen mussten keine ausgestellt werden», heisst es im Bericht. Im Bezirk Dietikon wurde ein Betreiber eines Kulturvereins zur Anzeige gebracht, weil er seinen Club trotz Verbot geöffnet hatte.

Bislang sei zwar noch kein Anstieg von Meldungen zu Nachbarschaftsstreiten, psychischer Probleme oder häuslicher Gewalt beobachtet worden – dennoch habe die Polizei das Hilfs- und Beratungsangebot für Betroffene von häuslicher Gewalt ausgebaut. 

«Insgesamt wurden die Weisungen des Bundesrates zum Schutz vor dem Coronavirus durch die Bevölkerung im Kanton Zürich gut eingehalten», schreibt die Kantonspolizei. (Bild: Seraina Boner)

11. April, 14.05 Uhr: Point du Presse mit Fachleuten

Um 14 Uhr beginnt die Pressekonferenz mit Fachleuten, die über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

Zuerst hat Daniel Koch das Wort: Es gibt nach wie vor zwischen 500 und 700 Fälle pro Tag – Tendenz leicht abnehmend. Das sei die gute Nachricht. Er sagt jedoch, dass auch jüngere Personen ohne Vorerkrankungen schwer erkranken könnten, deswegen sei es auch in dieser Gruppe wichtig, dass sie sich an die Vorgaben halte.

Weitaus grössere Rezession

Eric Scheidegger, Leiter Direktion für Wirtschaftspolitik Seco, informiert zuerst über die Wirtschaftslage: «Wir gehen für dieses Jahr davon aus, dass das Bruttoinlandprodukt – anders als zuvor angenommen – weitaus mehr als 1.5 Prozent zurückgehen wird.» Es seien zwei Szenarien ausgearbeitet worden. So könnte es beispielsweise zu einem Rückgang des BIP von 7.1 Prozent kommen – das habe es zuletzt vor fast 50 Jahren bei der Erdölkrise gegeben. Dies wäre der Fall beim sogenannten V-Szenario, wo auf die Rezession ein baldiger Aufschwung folgen würde. Das zweite, noch drastischere Szenario wäre das L-Szenario, bei dem das Bruttoinlandprodukt sogar um 10.4 Prozent zurückgehen könnte.

Droz verteidigt Soldatenüberschuss

Raynald Droz äussert sich zum Vorwurf, dass nicht alle Leute tatsächlich gebraucht würden, die die Armee eingezogen hat. Das sei in einer Krisensituation normal, und man könne im Vorhinein kaum wissen, wie sich die Sache entwickle. Deshalb habe man alle Sanitätspersonen mobilisiert, nur so konnte man sicherstellen, dass es schnell geht. Nun hätte man gemerkt, dass das Gesundheitssystem stabil sei und man die Lage im Griff habe. Droz zufolge ist das positiv. Jetzt sucht die Armee jedoch nach Lösungen, wie man den Überschuss an eingezogenen Soldaten entschärfen könne. Zurzeit seien 5000 Armeeangehörige im Einsatz – davon 3800 bei der Sanität.

Zweites Aufflammen möglich

Eine Journalistin möchte von Koch wissen, ob die Schweiz über den Berg sei. Darauf Koch: «Wenn der Berg, über den wie sind, der letzte Berg ist, sieht die Sache gut aus». Wenn die Leute jetzt durchhielten, gehe es in die richtige Richtung, dennoch habe die Schweiz noch einen langen Weg vor sich.

Ein weiterer Journalist verweist auf das Wiederaufflammen der Epidemie, das kürzlich in Südkorea beobachtet wurde und fragt, ob das auch in der Schweiz ein Szenario sein könnte. Koch zufolge besteht diese Gefahr immer, die Frage sei aber, ob das nur vorübergehend sei, oder ob das eine negative Trendwende sei. In der Schweiz sehe es zurzeit aber mehr nach einer Stabilisierung positiver Trends aus.

Sterberate in der Schweiz relativ hoch

Jemand hakt bei Koch nach, wie weit man Einschränkungen lockern könne, ohne einen zweiten Berg zu riskiere. Das sei eine schwierige Frage, meint Koch. Einen sicheren Fahrplan zu geben, sei unmöglich – Flexibilität sei wichtig. 

Ein Journalist fragt zum Schluss, weshalb die Schweiz – verglichen mit anderen Ländern – eine relativ hohe Sterberate habe. Koch erklärt, es sei schwierig, diesbezüglich eine Statistik richtig zu erheben, und die Sterberate hänge von mehreren Faktoren ab. Ausschlaggebend sei beispielsweise, dass die Schweiz gerade im Vergleich zur USA weiter fortgeschritten sei in der Epidemie und deswegen mehr Coronatote zu verzeichnen habe. Zudem seien sämtliche Berechnungen betreffend Coronatoten mit einer relativ grossen Unsicherheit behaftet, so Koch. Erst im Nachhinein könne man wirklich verlässliche Vergleiche zu anderen Ländern ziehen.

11. April, 13 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen des BAG

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Karsamstag die neuen Infektionszahlen für das Coronavirus veröffentlicht. Aktuell sind 24'900 positiv auf das Virus getestet worden. Das sind 592 mehr als noch am Vortag. Bisher seien 831 Menschen an den Folgen des Coronvirus verstorben. 

Die Fallzahlen für das heutige Datum beziehen sich auf Meldungen, die das BAG bis heute früh erhalten hat. Daher können die Daten in diesem Bericht von den Fallzahlen abweichen, die in den Kantonen kommuniziert werden.

11. April, 11.40 Uhr: So feiert der Bundesrat dieses Jahr Ostern

Die Bundesräte und Bundesrätinnen erzählen in einem Video, wie sie dieses Jahr ihre Ostertage verbringen werden – nämlich zuhause. Dabei raten sie der Bevölkerung, es ihnen gleich zu tun und einmal auf grössere Osterfeiern, Ausflüge oder Reisen zu verzichten.

11. April, 11 Uhr: Sämtliche Schulanlagen in Volketswil per sofort gesperrt

Nachdem die Kantonspolizei am Karfreitag bereits die Volketswiler Sportanlagen Gries und Lindenbüel schliessen musste, da auf diesen Menschenansammlungen von bis zu 200 Personen stattfanden und die Abstände nicht eingehalten wurden, hat das Gemeindeführungsorgan von Volketswil nun entschieden, per Samstag, 11. April, auch sämtliche Schulanlagen der Schule Volketswil zu sperren.

Die Volketswiler Schulbehörde bittet die Bevölkerung, sich auch an diesem Wochenende an die Auflagen zu halten und wenn immer möglich zu Hause zu bleiben – auch wenn das Wetter ist sehr verlockend sei, um die Zeit mit anderen im Freien zu verbringen. Die Polizeipräsenz werde über die Ostertage erhöht und beliebte Treffpunkte würden kontrolliert. (Bild: Natalie Guinand)

11. April, 10.15 Uhr: Aldi verschenkt überschüssige Osterhasen an Helfende

Aldi Suisse teilt mit, dass der Schweizer Discounter die Schoggi-Osterhasen, die dieses Jahr nicht verkauft werden, an soziale Organisationen und Institutionen wie die Feuerwehr oder Pflegeheime spenden werde – beispielsweise in Fehraltorf. 

11. April, 9.45 Uhr: Zürcher Kantonsarzt erleidet Zusammenbruch und kündet

Brian Martin galt als der wichtigste Seuchenbekämpfer des Kantons und war eine zentrale Figur von Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP). Am Gründonnerstag wurde publik, dass er per sofort gekündet hat.

Ein Insider verriet gegenüber dem «Tagesanzeiter», dass sich dieser Schlussstrich schon seit längerem abgezeichnet habe: Bereits Ende Februar soll der Kantonsarzt verwaltungsintern gesagt haben, er sei wegen der sich abzeichnenden Pandemie seit Wochen pausenlos im Einsatz, er wisse nicht, wie er das alles bewältigen solle. In den Tagen darauf habe er einen «Burn-out-ähnlichen Zusammenbruch» erlitten und wurde kurz darauf krankgeschrieben.

An einer Medienkonferenz der Gesundheitsdirektion Anfang März trat er nicht mehr auf; an seiner Stelle erschien eine der beiden Stellvertretenden Kantonsärztinnen. Hinter den Kulissen sei damals bereits klar gewesen, dass Martin wohl nicht mehr zurückkehren würde.

10. April, 19.45 Uhr: Sportanlagen Gries und Lindenbüel gesperrt

Die Kantonspolizei musste heute während des ganzen Tages grössere Menschenansammlungen von bis zu 200 Personen auf den Sportanlagen Gries und Lindenbüel in Volketswil auflösen. Die Abstände wurden nicht eingehalten. Viele Personen blieben uneinsichtig. Das Gemeindeführungsorgan der Gemeinde Volketswil, welches in besonderen Situationen tagt, hat deshalb entschieden, die Sportanlagen Gries und Lindenbüel per sofort zu schliessen. 

«Wir bitten die Volketswiler Bevölkerung sich auch an diesem Wochenende an die Auflagen zu halten und wenn immer möglich zu Hause zu bleiben», heisst es in einer Mitteilung. Das Wetter sei sehr verlockend, um die Zeit mit anderen im Freien zu verbringen. Zum eigenen Schutz und insbesondere zum Schutz der anderen auf Reisen solle man auf Gruppenaktivitäten verzichten. Zudem solle bei Spaziergängen und sportlichen Aktivitäten auf wenig besuchte Orte ausgewichen werden. Die Polizeipräsenz wird über die Ostertage erhöht und beliebte Treffpunkte würden kontrolliert. 

10. April, 17.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Zürich

Zurzeit sind 2929 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden, das sind 31 Menschen mehr als am Vortag. 152 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 50 künstlich beatmet. Insgesamt sind 64 Menschen im Kanton an den Folgen des Virus verstorben (Altersdurchschnitt 85 Jahre). Das sind zwei mehr als am Donnerstag. 

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur SDA sind schweizweit mittlerweile über tausend Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. 

10. April, 15 Uhr: Ansteckungswerte sinken

Die Massnahmen in der Schweiz seien wirksam, schreibt der Epidemiologe Christian Althaus. Er hatte eine Studie der Universität Bern auf Twitter veröffentlicht. Die Ansteckungsgefahr eines Virus wird durch den sogenannten R0-Wert bestimmt, der angibt, wie viele ­weitere Menschen ein einzelner Infizierter ansteckt.

Die Reproduktionszahl (R0-Wert) habe sich auf 0.59 reduziert, demnach steckt eine infizierte Person weniger als eine Person an. Mitte März hatte der Wert noch 2.79 betragen - also hat jeder Infizierte drei weitere Menschen angesteckt. 

Peak bei Hostpitalisierung - steigende Opferzahlen

Aktuelle Zahlen aus fast allen Kantonen zeigen eine sinkende Anzahl Personen mit Coronavirus in Spitalpflege. Gemäss Daten, die das Statistische Amt des Kantons Zürich von den Kantonen zusammengetragen hat, belief sich die Anzahl hospitalisierter Personen am Karfreitagmorgen um 9 Uhr auf rund 2000 – am Montag waren es noch rund 2220 gewesen.

Doch auch wenn der Höhepunkt bei den Ansteckungen überschritten ist, dürfte gemäss dem Modell von der Universität Bern die Zahl der Opfer weiter ansteigen, wahrscheinlich auf gegen 2000. Zurzeit sind in der Schweiz knapp 1000 Personen der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen.

10. April, 12 Uhr: Aktuelle Zahlen des BAG

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Karfreitag die neuen Infektionszahlen für das Coronavirus veröffentlicht. Aktuell sind 24'308 positiv auf das Virus getestet worden. Das sind 734 mehr als noch am Vortag. Bisher seien 805 Menschen an den Folgen des Coronvirus verstorben. 

Die Fallzahlen für das heutige Datum beziehen sich auf Meldungen, die das BAG bis heute früh erhalten hat. Daher können die Daten in diesem Bericht von den Fallzahlen abweichen, die in den Kantonen kommuniziert werden.

10. April, 11 Uhr: Illnau-Effretikon verzichtet auf Ratssitzung

Das Ratsbüro des Illnau-Effretiker Parlaments hat entschieden auch auf die Sitzung am 14. Mai zu verzichten, wie es in einer MItteilung heisst Dies, obwohl der Regierungsrat die rechtlichen Grundlagen für eine Durchführung vor zwei Wochen geschaffen hat. Man habe eine Abwägung verschiedener Interessen vornehmen müssen. «Es gewichtete den Schutz besonders gefährdeter Personen höher als die Notwendigkeit einer Sitzungsdurchführung.» Der Ratsbetrieb habe zwar sicherlich «zeitlich prioritäre, aber nicht Ultima Ratio Geschäfte zu beschliessen». 

Die vorberatenden Kommissionen werden allerdings ihre Abreit unter Einbezug von elektronischen Hilfsmitteln wieder aufnehmen. Das Ratsbüro werde nach Bekanntgabe möglicher Lockerungsmassnahmen durch den Bundesrat über den Fortgang des Ratsbetriebs entscheiden.

9. April, 19 Uhr: Schulen bleiben wohl geschlossen

Die Zürcher Schulen dürften höchstwahrscheinlich auch nach den Frühlingsferien geschlossen bleiben. Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) schickte allen Lehrpersonen und Schulen einen Brief und kündigte darin an, dass der Fernunterricht voraussichtlich weitergeführt wird.

«Ich gehe davon aus, dass die vom Bundesrat angekündigten Lockerungen nicht gerade als erstes die Schulen betreffen werden», sagte Steiner am Donnerstag gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF1.

9. April, 18.45 Uhr: Welpen-Überraschung im Altersheim

Der Mittwoch war ein Freudentag für viele Bewohner des Alters- und Pflegeheims Böndler in Bauma. Eine «Welpenspielgruppe» stattete ihnen einen Besuch ab. (Foto: PD)

Den ganzen Artikel dazu lesen Sie hier.

9. April, 18 Uhr: «Peak wahrscheinlich überschritten»

In den vergangenen drei Tagen hatte sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei unter 600 stabilisiert, nachdem sie während Wochen bei über 1000 gelegen hatte. Trotz der leichten Zunahme von Mittwoch auf Donnerstag könne man sagen, dass es generell in die richtige Richtung - nach unten - gehe, «ein Tag mehr ein Tag weniger», sagte Daniel Koch, Covid-19-Delegierter des Bundes, im SRF-«Tagesgespräch».

Ein Grund für den zwischenzeitlichen Anstieg am Donnerstag seien mehr durchgeführte Tests. Auch gemäss Berechnungen der ETH Zürich zeigen die vom Bundesrat verfügten Einschränkungen Wirkung. Demnach steckt eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt nur noch eine Person an statt wie vorher zwei bis drei Personen.

«Den Peak haben wir wahrscheinlich überschritten», sagte Koch. Doch die Schweiz befinde sich erst etwa in der Hälfte der epidemischen Kurve, es werde noch Wochen dauern, bis die Krise überstanden sei. (Foto: Keystone)

9. April, 17.30 Uhr: Erste Nothilfegesuche in Illnau-Effretikon bewilligt

Ende März bewilligte der Illnau-Effretiker Stadtrat 170'000 Franken zur Unterstützung von Kleinunternehmungen, welche aufgrund der erlassenen Massnahmen zur Einschränkung des Coronavirus in finanzielle Not geraten sind. Dieser Unterstützungsbeitrag ist Teil eines Rahmenkredits von 3 Millionen Franken, den der Stadtrat am 26. März zur Milderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Corona-Virus gesprochen hat. Damit wurde der vom Kanton zur Verfügung gestellte Betrag verdoppelt. 

Bislang sind der Stadt 27 Unterstützungsgesuche eingereicht worden, wie der Stadtrat nun in einer Mitteilung schreibt. Er habe anhand von diversen Kriterien zwanzig davon positiv beurteilt. «Die Unterstützungsleistungen für die Monate März und April belaufen sich auf insgesamt 115'000 Franken.» Die Beträge werden vorderhand in Form von befristeten Darlehen ausgerichtet. Über einen allfälligen Erlass werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Der Stadtrat nimmt zudem in Aussicht, je nach Entwicklung weitere Unterstützungsleistungen für die Monate Mai und folgende zu bewilligen.

Nothilfegesuche können weiterhin eingereicht werden. Die Informationen und Unterlagen sind auf der städtischen Webseite aufgeschaltet.

9. April, 17.05 Uhr: Neue Fallzahlen aus Zürich

Bis Donnerstag wurden im Kanton Zürich 2898 Personen positiv getestet, 91 mehr als am Vortag, wie die Gesundheitsdirektion mitteilte. Die Zahl der Infizierten, die im Spital behandelt werden, ging hingegen erneut leicht zurück, um weitere 5 auf noch 165. Von den Hospitalisierten mussten 55 künstlich beatmet werden, ein Patient weniger als am Vortag. Insgesamt sind seit Ausbruch des Virus im Kanton 62 Menschen an den Folgen des Virus verstorben. Fünf mehr als gestern. 

9. April, 16.45 Uhr: Erste Antikörper-Tests in der Region

Die Apodro Apotheken mit Filialen in Rüti, Wald, Greifensee und Hinwil führen ab Ostermontag Corona-Antikörpertests durch. Der Test der Apotheken erfolgt per Blutentnahme. Diese Tests haben allerdings ihren Preis. Zudem sind sie gemäss Experten nur bedingt zuverlässig. (Foto: Pixabay)

Den Artikel mit den Experten des Labors von Unilabs in Dübendorf lesen Sie hier.

9. April, 15.30 Uhr: Auch Bauma sperrt weitere Parkplätze

Über die Ostertage werden alle öffentlich zugänglichen Parkplätze im Ortsteil Sternenberg gesperrt. Das schreibt der Gemeinderat Bauma in einer Mitteilung. Er hat dies beschlossen, weil er am vergangenen Wochenende und in den letzten Tagen festgestellt hat, dass sich ein Teil der Bevölkerung nicht an die vom Bundesrat vorgegebenen Massnahmen des Social Distancing hält.

Nicht erwünscht und unnötig seien auch die häufigen Ausflugsfahrten mit Motorrädern, die zu einer starken Belastung der Sternenberger und Sternenbergerinnen geführt haben. Der Gemeinderat ruft alle Einwohnerinnen und Einwohner auf, sich auch in den wärmer werdenden Tagen zwingend an die Regeln des Bundesrates zu halten.

9. April, 14.30 Uhr: Bachtel für den Verkehr gesperrt

Der Bachtel wird über die Ostertage für den Verkehr und damit für auswärtige Ausflügler gesperret, wie der Regionale Führungsstab Bachtel auf Twitter schreibt. 

Die Sperre dauert von heute Donnerstag, 17 Uhr, bis am Ostermontag, 17 Uhr. Der Zugang zum Bachtel ist abgeriegelt beim Hasenstrick, in Unterbach und in Wernetshausen. Die Sperre gilt für den motorisierten Verkehr; mit dem Velo oder zu Fuss darf man also weiterhin durch. Natürlich auch dabei unter Beachtung der weiterhin schweizweit geltenden Abstandsregeln und Gruppengrössen. Bei Meldungen über die Missachtung der Absperrung werde die Polizei intervenieren. 

9. April, 14 Uhr: Wetzikon beschliesst weitere Massnahmen gegen Ausflügler

  • Die drei Fischerstege am Pfäffikersee sind sehr beliebte Orte zum Fischen. Man soll auf den Abstand von mindestens zwei Metern achten. Zudem dürfen nicht mehr als fünf Personen gleichzeitig auf den einzelnen Stegen sein.
  • Die Sportplätze mit künstlichem Untergrund der Schulhäuser Walenbach und Zentrum werden gesperrt.
  • Neben den Sportplätzen werden bei Schulhäusern auch weitere Orte wie beispiels- weise der Velounterstand beim Schulhaus Bachtel abgesperrt.
  • Bei der Mühlestrasse in der Nähe des Chämtnertobel gilt ein Parkverbot.
  • Die Tribüne der Sportanlagen Meierwiesen ist nicht mehr zugänglich.

9. April, 13.40 Uhr: Covid-19-Test für alle neuen Patienten

Die Sicherheit der Patienten soll verbessert werden. Deshalb führt die Zürcher Gesundheitsdirektion eine Versuchsreihe durch, bei der alle neu ins Spital eintretenden stationären Patienten auf den neuartigen Coronavirus getestet werden. Das GZO-Spital in Wetzikon ist daran beteiligt.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel. 

9. April, 13.25 Uhr: Krankenkassenprämien bleiben unverändert

Die Direktorin des Krankenkassenverbandes Santésuisse, Verena Nold, gibt für die neue Prämienrunde 2021 bereits Entwarnung. Zusatzkosten wegen der Coronavirus-Pandemie würden nicht zu einer Erhöhung der Krankenkassentarife führen. Dies erklärte sie in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung «L'Agefi» vom Donnerstag. Es stünden genügend Reserven zur Verfügung, hiess es zur Begründung dieser Aussage.

«Derzeit gibt es keine besonderen Befürchtungen für die Prämienrunde 2021», betonte sie. Die Reserven seien solide und gut dotiert. «Wir sind davon überzeugt, dass sie es ermöglichen werden, die Coronavirus-Krise zu bewältigen.» Die Krankenkassen hätten Reserven in Höhe von 8,3 Milliarden Franken aufgebaut. Gleichzeitig weist sie daraufhin, dass die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr in der Art festgesetzt werden, wie viele Ausgaben für 2021 erwartet werden und nicht hauptsächlich in der Form, wie viel Geld im Jahr 2020 ausgegeben wurde.

Verschiebungen bei den Ausgaben

Darüber hinaus sei es noch viel zu früh, um eine Kostenschätzung im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie vorzunehmen. «Einerseits sind Patienten auf Intensivstationen sehr teuer», sagte sie. Andererseits fielen auch wegen verschobenen Arztkonsultationen beziehungsweise aufgrund nicht durchgeführter Operationen zunächst weniger Kosten an.

Allerdings wird es laut Nold bei einem Teil solcher aufgeschobener medizinischer Massnahmen gewisse Aufholeffekte bei den Kosten geben. Diese könnten sogar noch im Jahr 2020 eintreten. «Das ist alles eine Frage der Planung und diese dürfte mit grossen Herausforderungen verbunden sein.»

9. April: 12.45 Uhr: Neue Zahlen des BAG

Nach aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sind in der Schweiz 23'574 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 785 Menschen mehr, als am Vortag. Bisher sind 756 Menschen an den Folgen des Coronvirus verstorben. Das sind ebenfalls fast 50 mehr als am Vortag. Die Fallzahlen für das heutige Datum beziehen sich auf Meldungen, die das BAG bis heute früh erhalten hat. Daher können die Daten in diesem Bericht von den Fallzahlen abweichen, die in den Kantonen kommuniziert werden.

9. April, 11.55 Uhr: Kanton unterstützt Frauenhäuser mit Hilfspaket

«Das Hilfspaket ist für gemeinnützige Organisationen bestimmt, die ausserordentlich von der Notlage durch das Coronavirus betroffen sind», sagte Sicherheitsdirektor Mario Fehr heute vor den Medien. Als Beispiele nannte er etwa die Obdachlosenheime der Heilsarmee, die Sozialwerke Pfarrer Sieber oder die Frauenhäuser. Letztere spielen eine besonders wichtige Rolle, weil die Behörden aufgrund der aktuellen Umstände einen Anstieg der häuslichen Gewalt befürchten. Diese Institutionen sollen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln unterstützt werden.

An dem Medienanlass, der in der Liebfrauenkirche in Zürich stattfand und per Internet übertragen wurde, gaben Vertreter von Kirchen, Behindertenorganisationen und des kantonalen Sozialamts Einblick in ihre Tätigkeit während der Corona-Krise. Die Zürcher Kirchen beispielsweise machen mit ihrer ökumenischen Kampagne «Wenn beten allein nicht reicht» auf ihre Hilfsangebote aufmerksam. Das Sozialamt wiederum hat Institutionen, denen es an Schutzmaterial mangelte, ausgerüstet.

9. April, 11.45 Uhr: Rüti verschiebt Gemeindeversammlung

Die nächste Gemeindeversammlung von Rüti ist vom Montag, 15. Juni, auf Montag, 14. September, verschoben worden. Dies beschloss der Gemeinderat Rüti an seiner Sitzung vom 7. April. Grund für die Verschiebung ist die Corona-Krise und insbesondere das Anliegen, dass auch für die Meinungsbildung zu den Geschäften der Versammlung genug Zeit vorhanden sein muss. «Es gibt aktuell die berechtigte Hoffnung, dass die Pandemiewelle im Sommer abflachen und somit im Herbst eine ordentliche Durchführung der Gemeindeversammlung wieder möglich sein wird», heisst es in der Medienmitteilung.

9. April, 10.55 Uhr: Egelsee-Parkplatz erneut gesperrt

Während die Parkplätze rund um den Pfäffikersee und den Greifensee bereits seit letzter Woche gesperrt sind, war der Egelsee-Parkplatz am vergangenen Wochenende nur übergangsweise dicht. Nun hat das Bubiker Ressort Sicherheit beschlossen, auch für die Ostertage den Platz für Autos abzusperren. Dies «zur Vermeidung von Ansammlungen von Personen wegen der Ansteckungsgefahr», wie es auf der Website der Gemeinde heisst. Ab Dienstag sei der Parkplatz wieder offen. 

Lesen Sie hier, wie sich die Sperrungen am letzten Wochenende auf das Verhalten der Ausflügler ausgewirkt haben. 

9. April, 10.35 Uhr: Bubikon leitet Sparmassnahmen ein

Bubikons Gemeindepräsidentin Andrea Keller wendet sich per Videobotschaft an die Bubikerinnen und Bubiker. Als Folge der Corona-Krise werde die Gemeinde einen massiven Einbruch bei den Steuereinnahmen erleiden und einen erheblichen Anstieg der Ausgaben erfahren. Der Gemeinderat sehe sich in der Pflicht, auf diese ausserordentliche Situation zu reagieren. «Zwecks Minimierung des drohenden Aufwandüberschusses werden per sofort Sparmassnahmen im Umfang von 730'000 Franken angeordnet», sagt Keller. 

9. April, 8.30 Uhr: Medienkonferenz des Bundesrats

Der Bundesrat informiert, wie er Firmenkonkurse im Zuge der Corona-Pandemie verhindern will. Verfolgen Sie die Medienkonferenz im Livestream und in unserem Live-Ticker hier.

8. April, 20.15 Uhr: Freiwilligenarbeit in der Krise

Benevol ist ein Freiwilligenverband, der im Zürcher Oberland Menschen während des Lockdowns unter die Arme greift. Züriost hat mit der Verantwortlichen Dagmar Anderes über das Projekt gesprochen.

8. April, 17.30 Uhr: Aktuelle Zahlen aus dem Kanton Zürich

Zurzeit sind 2807 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich positiv auf das Coronavirus getestet worden. 170 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 56 künstlich beatmet. Insgesamt sind im Kanton 57 Menschen am Coronavirus verstorben (Altersdurchschnitt 85 Jahre). Das sind fünf Menschen mehr als am Vortag. 

8. April, 16.30 Uhr: Der Bundesrat informiert

Der Bundesrat trifft sich jeweils am Mittwoch zur Corona-Sondersitzung. Im Nachgang informiert er vor den Bundeshausmedien über seine Beschlüsse. Bis zum 26. April werden die bisherigen Massnahmen weitergeführt. Danach sei eine Lockerung möglich, sagte Simonetta Sommaruga vor den Medien.

Die Medienkonferenz im Liveticker.

8. April, 15.45 Uhr: Museum Wetzikon arbeitet hinter den Kulissen weiter

Das Museum Wetzikon ist zwar geschlossen ist – hinter den Kulissen werde aber weitergearbeitet. «Wir nutzen die Zeit unter anderem, um Bücher und Objekte zu inventarisieren, Material für die Workshops bereit zu stellen und uns um die Sammlung zu kümmern», schreibt Gabriela Flüeler vom Museum. (Bild:PD)

8. April, 14 Uhr: Beliebtes Steinplateau in Zell gesperrt

Die kommenden Ostertage versprechen schönes Wetter. Um Menschenansammlungen im Freien zu verhindern, sperren der Kanton und die Gemeinde Zell deshalb das Steinplateau an der Töss in Rämismühle. Das geht aus einem Schreiben hervor, das auf der Gemeindewebseite aufgeschaltet ist. Das Plateau ist bei schönem Wetter ein beliebter Treffpunkt für Ausflügler.

Wer es trotzdem betritt oder nutzt, muss mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken rechnen. Wie der Zeller Gemeindeschreiber Erkan Metschli-Roth auf Anfrage sagt, gebe es in Zell bislang keine weiteren Sperrungen. (Foto: PD)

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