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Massiv mehr Arbeitslose in der Region

Wegen Coronavirus

Massiv mehr Arbeitslose in der Region

Der Lockdown schlägt sich auch in der Region auf die Arbeitslosenzahlen nieder. Und das ist erst der Anfang.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 07. April 2020, 13:29 Uhr Wegen Coronavirus
Seit Mitte März führen die RAV wegen des Coronavirus Anmeldungs- und Beratungsgespräche nur noch telefonisch durch.
Symbolfoto: Mike Gadient

Im Kanton Zürich stieg die Arbeitslosenquote im März um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Das bedeutet, dass Ende Monat 23‘972 Personen arbeitslos gemeldet waren, 3884 mehr als im Vormonat. Der grösste Teil der Meldungen erfolgte in der zweiten Monatshälfte, also nachdem die behördlichen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus einsetzten und zahlreiche Betriebe geschlossen werden mussten.

Die Bezirke in der Region sind unterschiedlich stark betroffen. Im Bezirk Pfäffikon stieg die Zahl der Arbeitslosen zwar innert Monatsfrist um gut 18 Prozent, womit sich die Quote um 0,3 Prozentpunkte auf 2 Prozent erhöht. Unter dem Strich hat der Bezirk Pfäffikon aber nach wie vor die niedrigsten Arbeitslosenzahlen im Oberland.

Im Bezirk Uster hat sich die Arbeitslosenquote von 2,2 auf 2,5 Prozent erhöht, die Zahl der Arbeitslosen stieg um knapp 14 Prozent auf 1835 Personen. Den geringsten Anstieg verzeichnet der Bezirk Hinwil. Hier wurden per Ende Monat 8 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet, die Quote erhöhte sich von 2,3 auf 2,5 Prozent.

18'000 und mehr

Insgesamt stieg die Arbeitslosenzahl im Oberland also weniger stark an als im kantonalen Durchschnitt. Auch gesamtschweizerisch liegt der Wert höher als in der Region. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte, lag die Arbeitslosenquote in der Schweiz Ende März bei 2,9 Prozent, im Februar betrug sie noch 2,5 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich damit innerhalb eines Monats um knapp 18‘000 Personen.

In Kanton Zürich arbeitete ein grosser Teil der neu angemeldeten Personen zuvor im Gastgewerbe, im Bereich freiberuflicher, technischer und wissenschaftlicher Dienstleistungen, im Detail- und Grosshandel, auf dem Bau oder als temporäre Arbeitskraft. Den stärksten prozentualen Zuwachs an Arbeitslosen verzeichnete die Kunst-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche (+65%), das Baugewerbe (+55%) sowie der Bereich Erziehung und Unterricht (+27%).

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